Umwelt regional
 
Stadt Weimar - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 65.090 Einwohnern (12/2018) ist Weimar die viertgrößte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 3,0 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist in Weimar mit 770 EW/km² die dritthöchste unter den kreisfreien Städten Thüringens.

Die Bevölkerungsdichte von Weimar 1989 betrug 1.200 EW/km². Sie ging wie in allen kreisfreien Städten durch die Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform von 1994 deutlich zurück.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 2017
(JPG-Datei)


 
Bevölkerung in den Ortsteilen

OrtsteilBevölkerung 12/90Bevölkerung 12/17
Altstadt3.0703.695
Gaberndorf5661.548
Gelmeroda378401
Industriegebiet Nord2.4871.151 1)
Industriegebiet West138180
Legefeld8161.889
Niedergrunstedt316554
Nordstadt4.9995.733 2)
Nordvorstadt10.2259.854
Oberweimar/Ehringsdorf5.9265.811
Parkvorstadt2.4343.302
Possendorf187212
Schönblick4.1893.783
Schöndorf4.1944.488
Südstadt2.7003.449
Süßenborn244269
Taubach6711.027
Tiefurt481728 3)
Tröbsdorf7421.072
Weststadt8.1665.447
Westvorstadt10.94110.262
1) ohne Dürrenbacher Hütte u. ohne östl. Ettersburger Str.
2) einschl. östl. Ettersburger Str.
3) einschl. Dürrenbacher Hütte

 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2018 hatte Weimar mit 554 Einwohnern bzw. 0,8 % (Thüringen 19,8 %) einen stark unterdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1990 bis 2017
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Weimar wurde in den Jahren 1989 bis 2018 durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt.

2018 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 3,2 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,8). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag bei +2,1 (Durchschnitt aller Landkreise: -2,9). Hinter dem Saale-Holzlandkreis und vor Jena kann nur Weimar einen positiven Wanderungssaldo aufweisen. 2018 war in Weimar ein Wert von +13,3 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2018 in Weimar wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
WeimarThüringen
12/8912/1812/8912/18
0 bis unter 6 Jahre7,55,87,75,2
6 bis unter 15 Jahre11,58,111,77,5
15 bis unter 65 Jahre66,963,267,361,6
65 Jahre und älter14,123,013,325,7

Damit lag in Weimar der Anteil von Altersrentnern deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Bei Kindern und bei Personen im erwerbsfähigen Alter war der Wert über dem Landesschnitt.

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2018 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Weimar mit 36,4 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt (41,8 %). Der Jugendquotient lag mit 22,0 % über dem Thüringer Mittel (20,6 %) und ist nach den Landkreisen Eichsfeld und Weimarer Land der dritthöchste.

Bevölkerungspyramiden (auch Alterspyramiden) sind eine graphische Darstellung der Altersstruktur, getrennt nach Frauen und Männern.
Erläuterungen zu Bevölkerungspyramiden

Bevölkerungspyramide für 1990


Bevölkerungspyramide für 2000


Bevölkerungspyramide für 2010


Bevölkerungspyramide für 2018


Im Jahr 1990 zeigt die Bevölkerungspyramide der kreisfreien Stadt Weimar noch annähernd die stabile Bienenstockform. Der Bevölkerungsschwerpunkt lag 1990 bei Frauen und Männern in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre. Bis 2018 hat er sich bei Frauen in die Altersgruppe 55 bis 60 Jahre, bei Männern in die Altersgruppe 30 bis 35 Jahre verschoben. Im Jahr 2010 zeigte die Pyramide noch die für Universitätsstädte typische Tannenbaumform. Bedingt durch Geburtenrückgang bei gleichzeitiger starker Zuwanderung, hat sie sich bis 2018 zur Urnenform entwickelt. Trotz des Geburtendefizits ist durch die starke Zuwanderung ein Übergang in eine stabile Form zu erwarten.

Darstellung für Thüringen