Historische Entwicklung der Verwaltungsstrukturen

Die kreisfreie Stadt Weimar entstand in ihren heutigen Grenzen mit der Verwaltungsreform des Freistaates Thüringen am 01.07.1994 aus dem Stadtkreis Weimar und den Gemeinden Niedergrunstedt, Possendorf, Süßenborn, Taubach, Tröbsdorf (bereits zum 01.04.1994), Gaberndorf, Gelmeroda und Legefeld, die bis dahin zum Landkreis Weimar gehörten.

Weimar (erste Erwähnung 975, Stadtrecht 1348) gelangte 1372 in den Besitz der Wettiner und war im 15. Jh. deren bevorzugte Residenz. Nach der Teilung des Hauses Wettin in die Kurlinien der Ernestiner und der Albertiner im Jahre 1485 war Weimar Nebenresidenz der ernestinischen Linie. Nach dem Schmalkaldischen Krieg entstand 1547 das Herzogtum Sachsen-Weimar, das sich 1741 mit Sachsen-Eisenach zu Sachsen-Weimar-Eisenach vereinigte (nach dem Wiener Kongress 1815 Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, seit 1877 amtlich Großherzogtum Sachsen). Das Großherzogtum erhielt bereits 1816 eine Verfassung, die früheste im Deutschen Bund überhaupt.

Nach Abdankung der Fürsten im November 1918 entstand der Freistaat Sachsen-Weimar-Eisenach. Zum 01.05.1920 bildete sich der Freistaat Thüringen aus den vormals ernestinischen und schwarzburgischen Staaten und dem Volksstaat Reuß. Von 1920 bis 1933 war Weimar die Landeshauptstadt des ersten thüringischen Staates. Seit 1922 gab es einen Stadtkreis Weimar.

Stadtkreis und Landkreis Weimar blieben auch in der DDR (mit der Verwaltungsreform 1952 dem Bezirk Erfurt zugeordnet) bestehen. Nach dem 03.10.1990, mit der Wiederherstellung der deutschen Einheit und der Übernahme in das Land Thüringen, blieb der Stadtkreis zunächst unverändert.
 
Zentrale Orte

KlassifizierungZentraler Ort
Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines OberzentrumsWeimar

Der mittelzentrale Verflechtungsbereich von Weimar umfasst das Territorium des ehemaligen Kreises Weimar-Land, der heute den westlichen und südwestlichen Teil des Landkreises Weimarer Land bildet.


Karte:

Verwaltungsgliederung
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Karte:

Eingemeindungen in die Stadt Weimar
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Raumstruktur

Regionale Siedlungsfreiräume mit der Funktion, bandartig bebaute Verdichtungen entlang der großräumigen Verbindungsachsen zu verhindern und tendenziell bestehende Siedlungsbänder zu gliedern, sieht der RROP Mittelthüringen für die Ortsteile Gaberndorf an der westlichen sowie Legefeld an der südlichen Peripherie des Stadtgebietes vor.