Geographische Lage

Die kreisfreie Stadt Weimar gehört zur Planungsregion Mittelthüringen. Sie ist vollständig vom Landkreis Weimarer Land umgeben.

 
Geomorphologie



Die Geländehöhen im Stadtgebiet von Weimar betragen zwischen 198 m im Ilmtal unterhalb Tiefurt und 478 m auf dem Ettersberg. Ausgewählte markante Geländeerhebungen sind:

Großer Ettersberg 478 m
Bernhardtsberg 387 m
Kleiner Ettersberg 344 m


Karte:

Hangneigung und Exposition
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Naturräume

Muschelkalk-Platten und -BergländerEttersberg
Nördlicher Teil mit Schöndorf
Ilm-Saale-Ohrdrufer Platte
südlicher Teil mit Oberweimar, Ehringsdorf, Taubach, Niedergrunstedt, Gelmeroda, Possendorf und Legefeld
AckerhügelländerInnerthüringer Ackerhügelland
mittlerer Teil mit Stadtzentrum


Karte:

Naturräumliche Gliederung
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Das natürliche Relief wird von der ca. 5 km breiten Keupermulde zwischen dem Muschelkalkhorst des Ettersberges und der Muschelkalkplatte nördlich des Tannrodaer Gewölbes (um Bad Berka) geprägt, in die das Ilmtal nur geringfügig, ca. 20-30 m eingetieft ist. Während im Bereich der Kernstadt geringe Geländeneigungen vorherrschen, bestehen Höhenunterschiede von über 200 m am Südhang des Ettersberges und von ca. 100 m zwischen Autobahn A 4 und Stadtzentrum.
 
Flächennutzung

Bei einer Gesamtbodenfläche von 8.419 ha verteilten sich die Nutzungsarten in Weimar wie im Folgenden dargestellt.

Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010
Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland
Diagramm für Thüringen anzeigen/ ausblenden

Nutzungsart [%] Kreisfreie Stadt Weimar Thüringen
1992 2010 2010
Siedlung und Verkehr 22,5 26,0 9,3
Landwirtschaft 51,8 48,2 54,4
Wald 19,0 19,3 31,9
Wasser 0,9 0,9 1,2
Sonstige 5,8 5,7 3,2


Karte:

Flächennutzung
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Übersichtskarten Thüringen:


Der für eine kreisfreie Stadt hohe Anteil landwirtschaftlicher Nutzung konzentriert sich überwiegend auf Flächen im Innerthüringer Ackerhügelland sowie der südlich angrenzenden Muschelkalkplatte auf dem Gebiet der 1994 eingemeindete Ortsteile.

Die Waldfläche wird vorrangig durch das zusammenhängende Waldgebiet auf dem Großen Ettersberg gebildet. Kleinere Areale sind das Webicht, der Ilmpark und der Park von Belvedere sowie die Hangwälder des Ilmtals südlich Legefeld.

Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf die Kernstadt, wobei die größte zusammenhängende Verkehrsfläche durch die Bahnanlagen des Hauptbahnhofes und des östlich anschließenden Güterbahnhofes gebildet wird.

Der Anteil der Wasserflächen ist geringer als im Landesdurchschnitt, da neben den Fließgewässern nur kleinflächige Standgewässer (z. B. Teiche an der Ilm bei Ehringsdorf) zu nennen sind.

Die sonstigen Flächen sind in Weimar überwiegend Konversionsflächen militärischer Liegenschaften am Südhang des Ettersberges, in geringem Maße vom Bergbau beanspruchte Flächen (Gewinnung von Travertinen bei Ehringsdorf). Ihr Anteil ist mit 5,7 % deutlich höher als in der anderen kreisfreien Städten.


Karte:

Landnutzung
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Flächenversiegelung

In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.

In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.

In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.


Karte:

versiegelte Flächen
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Karte:

Flächenversiegelung nach Gemeinden
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Karte:

Flächenversiegelung je Einwohner
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Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.

Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.