Umwelt regional
 
Wartburgkreis - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 123.025 Einwohnern (12/2018) hat der Wartburgkreis einen Anteil von 5,7 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Wartburgkreis mit 94 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 132 EW/km².

Mit Ausnahme der Gemeinde Seebach liegt die Bevölkerungsdichte im Gebiet des Wartburgkreises überall unter 250 EW/km². Die bedeutendste Achse höherer Bevölkerungskonzentration verläuft im Werratal entlang der Bundesstraße B 62 von Barchfeld über Bad Salzungen und die Krayenberggemeinde nach Vacha. In Nord-Süd-Richtung verläuft eine Achse von Eisenach über Wutha-Farnroda und Ruhla nach Bad Liebenstein. Der übrige Landkreis ist vorwiegend durch geringe Bevölkerungsdichten von unter 100 EW/km² gekennzeichnet.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2018
(PDF-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Wartburgkreises

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/18 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2018 hatte der Wartburgkreis mit 32.141 Einwohnern bzw. 20,7 % (Thüringen 19,8 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Seebach, Ruhla, Wutha-Farnroda, Zella/Rhön, der Krayenberggemeinde, Bad Salzungen, Stadtlengsfeld, Nazza, Diedorf/Rhön und Unterbreizbach.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 10 %) gab es in Krauthausen, Lauterbach und Bischofroda.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/18 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Wartburgkreis wurde in den Jahren 1989 bis 2018 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde nur in Gerstengrund und Großensee registriert.

2018 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 6,1 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,8). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.


Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -3,6 leicht unter dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -2,9). 2018 war im Landkreis ein ausgeglichener Wanderungssaldo zu verzeichnen.


Im Zeitraum 1989 bis 2018 waren Seebach, Wutha-Farnroda und Zello/Rhön durch die stärkste Abwanderung je 1.000 Einwohner gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Krauthausen, Weilar und Bischofroda. Von den 45 Gemeinden des Landkreises hatten 36 einen Wanderungsverlust und 9 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2018 im Wartburgkreis wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
WartburgkreisThüringen
12/8912/1812/8912/18
0 bis unter 6 Jahre8,05,17,75,2
6 bis unter 15 Jahre11,97,611,77,5
15 bis unter 65 Jahre67,461,967,361,6
65 Jahre und älter12,725,413,325,7

Damit lag im Wartburgkreis der Anteil von Altersrentnern leicht unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter leicht überdurchschnittlich war.

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2018 lag der Altenquotient im Wartburgkreis mit 41,1 % leicht unter dem Landesdurchschnitt (41,8 %). Der Jugendquotient lag mit 20,6 % im Thüringer Mittel (20,6 %).

Bevölkerungspyramiden (auch Alterspyramiden) sind eine graphische Darstellung der Altersstruktur, getrennt nach Frauen und Männern.
Erläuterungen zu Bevölkerungspyramiden

Bevölkerungspyramide für 1990


Bevölkerungspyramide für 2000


Bevölkerungspyramide für 2010


Bevölkerungspyramide für 2018


Im Jahr 1990 zeigt die Bevölkerungspyramide des im Wartburgkreis noch annähernd die stabile Bienenstockform. Der Bevölkerungsschwerpunkt lag 1990 bei Frauen und Männern in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre. Bis 2018 hat er sich bei Frauen und Männern in die Altersgruppe 55 bis 60 Jahre verschoben. Bedingt durch starken Geburtenrückgang und Abwanderung, hat sich die Pyramide bis 2018 immer mehr zur Urnenform entwickelt. Ohne einen starken Geburtenanstieg und/oder Zuwanderung ist kein Übergang in eine stabile Form zu erwarten.

Darstellung für Thüringen