Umwelt regional
 
Wartburgkreis - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 124.729 Einwohnern (12/2016) hat der Wartburgkreis einen Anteil von 5,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Wartburgkreis mit 95 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Im Gebiet des Wartburgkreises treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) nur die Stadt Bad Salzungen und die Gemeinde Seebach hervor. Die bedeutendste Achse höherer Bevölkerungskonzentration verläuft im Werratal entlang der Bundesstraße B 62 von Barchfeld über Bad Salzungen und die Krayenberggemeinde nach Vacha. In Nord-Süd-Richtung orientierte Achsen verlaufen im Feldatal entlang der Bundesstraße B 285 von der Krayenberggemeinde über Stadtlengsfeld und Dermbach nach Kaltennordheim sowie von Eisenach über Wutha-Farnroda und Ruhla nach Bad Liebenstein. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) ist für das Gebiet der Gemeinden Marksuhl, Moorgrund, und Frauensee, einige Gemeinden am Südrand des Kreises sowie für den nördlichen Teil des Wartburgkreises mit dem südöstlichen Hainich kennzeichnend.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Wartburgkreises

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
...… ...… ...… …... …... …...
Tabelle öffnen (PDF-Datei)


 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Wartburgkreis mit 30.437 Einwohnern bzw. 19,6 % (Thüringen 19,2 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Seebach, Wutha-Farnroda, Ruhla, Bad Salzungen, Krayenberggemeinde und Diedorf/Rhön.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 10 %) gab es in Krauthausen, Lauterbach und Bischofroda.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
... ... ... ... ...
Tabelle öffnen (PDF-Datei)


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Wartburgkreis wurde in den Jahren 1989 bis 2016 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde nur in Großensee und Krauthausen registriert.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 4,9 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -3,8 leicht über dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von -2,4 zu verzeichnen.


Im Zeitraum 1989 bis 2015 waren Seebach, Wutha-Farnroda und Großensee durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Krauthausen, Bischofroda und Lauterbach. Von den 50 Gemeinden des Landkreises hatten 38 einen Wanderungsverlust und 12 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Wartburgkreis wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
WartburgkreisThüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre8,05,27,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,97,311,77,3
15 bis unter 65 Jahre67,463,167,362,8
65 Jahre und älter12,724,413,324,8

Damit lag im Wartburgkreis der Anteil von Altersrentnern leicht unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter leicht überdurchschnittlich war.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Wartburgkreis mit 38,6 % leicht unter dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 19,8 % nahezu im Thüringer Mittel (19,7 %).