Umwelt regional
 
Unstrut-Hainich-Kreis - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 103.948 Einwohnern (12/2016) hat der Unstrut-Hainich-Kreis einen Anteil von 4,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Unstrut-Hainich-Kreis mit 106 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Gebiete des Unstrut-Hainich-Kreises mit höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) ist nur die Stadt Mühlhausen. Eine Achse höherer Bevölkerungskonzentration ist entlang den Bundesstraßen B 247 und B 249 zwischen Bad Langensalza, Großengottern, Mühlhausen, Oberdorla und Südeichsfeld entwickelt. Darüber hinaus bestehen lokale Verdichtungen um Schlotheim und Herbsleben. Geringe Bevölkerungsdichten (unter 75 EW/km²) sind für den östlichen sowie mittleren und südlichen Teil des Landkreises kennzeichnend. Der südliche Hainich (ehemals Truppenübungsplatz Weberstedt, heute Teil des Nationalparks Hainich) bildet eine große siedlungsfreie Fläche.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Unstrut-Hainich-Kreises

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Unstrut-Hainich-Kreis mit 26.007 Einwohnern bzw. 20 % (Thüringen 19,2 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Blankenburg, Menteroda, Klettstedt, Flarchheim und Bruchstedt.

Bevölkerungswachstum gab es lediglich in Obermehler und Issersheilingen.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Unstrut-Hainich-Kreis wurde in den Jahren 1989 bis 2016 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Mehr Geburten als Sterbefälle wurden lediglich in Bothenheilingen registriert.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,9 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -4,2 über dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von -6,8 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2016 waren Menteroda, Blankenburg und Kleinwelsbach durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Obermehler, Rodeberg und Großvargula. Von den 42 Gemeinden des Landkreises hatten 33 einen Wanderungsverlust und 9 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Unstrut-Hainich-Kreis wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Unstrut-Hainich-KreisThüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,95,37,75,1
6 bis unter 15 Jahre12,17,911,77,3
15 bis unter 65 Jahre66,662,867,362,8
65 Jahre und älter13,424,013,324,8

Damit lag im Unstrut-Hainich-Kreis der Anteil von Altersrentnern leicht unter und der von Personen im erwerbsfähigen Alter im Landesdurchschnitt. Der Anteil von Kindern war leicht überdurchschnittlich.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Unstrut-Hainich-Kreis mit 38,3 % leicht unter dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 21,0 % über dem Thüringer Mittel (19,7 %) und war nach dem Landkreis Eichsfeld und der Stadt Weimar der dritthöchste aller kreisfreien Städte und Landkreise.