Umwelt regional
 
Unstrut-Hainich-Kreis - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 102.912 Einwohnern (12/2018) hat der Unstrut-Hainich-Kreis einen Anteil von 4,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Unstrut-Hainich-Kreis mit 105 EW/km² unter dem Landesdurchschnitt von 132 EW/km².

Gebiete des Unstrut-Hainich-Kreises mit höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) ist nur die Stadt Mühlhausen. Eine Achse höherer Bevölkerungskonzentration ist entlang den Bundesstraßen B 247 und B 249 zwischen Bad Langensalza, Großengottern, Mühlhausen und Südeichsfeld entwickelt. Geringe Bevölkerungsdichten (unter 75 EW/km²) sind für den östlichen und südlichen Teil des Landkreises kennzeichnend. Der südliche Hainich (ehemals Truppenübungsplatz Weberstedt, heute Teil des Nationalparks Hainich) bildet eine große siedlungsfreie Fläche.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2018
(PDF-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Unstrut-Hainich-Kreises

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/18 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2018 hatte der Unstrut-Hainich-Kreis mit 27.043 Einwohnern bzw. 20,8 % (Thüringen 19,8 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Blankenburg, Menteroda, Klettstedt, Kutzleben, Flarchheim, Tottleben, Schlotheim und Mühlhausen.

Bevölkerungswachstum gab es lediglich in Obermehler.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/18 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Unstrut-Hainich-Kreis wurde in den Jahren 1989 bis 2018 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Mehr Geburten als Sterbefälle wurden lediglich in Bothenheilingen registriert.

2018 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 6,0 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,8). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.


Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -3,8 unter dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -2,9). 2018 war im Landkreis ein Wert von +0,2 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2018 waren Menteroda, Blankenburg, Klettstedt und Kutzleben durch die stärkste Abwanderung je 1.000 Einwohner gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Obermehler, Rodeberg und Großvargula. Von den 42 Gemeinden des Landkreises hatten 33 einen Wanderungsverlust und 9 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2018 im Unstrut-Hainich-Kreis wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Unstrut-Hainich-KreisThüringen
12/8912/1812/8912/18
0 bis unter 6 Jahre7,95,47,75,2
6 bis unter 15 Jahre12,18,111,77,5
15 bis unter 65 Jahre66,661,567,361,6
65 Jahre und älter13,425,113,325,7

Damit lag im Unstrut-Hainich-Kreis der Anteil von Altersrentnern leicht unter und der von Personen im erwerbsfähigen Alter im Landesdurchschnitt. Der Anteil von Kindern war leicht überdurchschnittlich.

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2018 lag der Altenquotient im Unstrut-Hainich-Kreis mit 40,8 % leicht unter dem Landesdurchschnitt (41,8 %). Der Jugendquotient lag mit 21,9 % über dem Thüringer Mittel (20,6 %).

Bevölkerungspyramiden (auch Alterspyramiden) sind eine graphische Darstellung der Altersstruktur, getrennt nach Frauen und Männern.
Erläuterungen zu Bevölkerungspyramiden

Bevölkerungspyramide für 1990


Bevölkerungspyramide für 2000


Bevölkerungspyramide für 2010


Bevölkerungspyramide für 2018


Im Jahr 1990 zeigt die Bevölkerungspyramide des im Unstrut-Hainich-Kreis noch annähernd die stabile Bienenstockform. Der Bevölkerungsschwerpunkt lag 1990 bei Frauen und Männern in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre. Bis 2018 hat er sich bei Frauen und Männern in die Altersgruppe 55 bis 60 Jahre verschoben. Bedingt durch starken Geburtenrückgang und Abwanderung, hat sich die Pyramide bis 2018 immer mehr zur Urnenform entwickelt. Ohne einen starken Geburtenanstieg und/oder Zuwanderung ist kein Übergang in eine stabile Form zu erwarten

Darstellung für Thüringen