Umwelt regional
 
Lufttemperaturen im 30-jährigen Mittel von 1990 bis 2019

Die mittlere Temperatur für Thüringen für den Zeitraum 1990 bis 2019 beträgt 8,7°C, wobei das Minimum über die Jahre bei 5,1°C in dem seit 2019 zu Suhl gehörenden Ortsteil Gehlberg und das Maximum über die Jahre bei 10,3°C in Jena liegt.

Die geringsten Temperaturen sind in den Höhenlagen des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges, im Südharz sowie der Vorderen und Hohen Rhön vorzufinden. Die dort gelegenen Orte Kaltenlengsfeld, Kaltennordheim, Kaltenwestheim und Kaltensundheim (heute alle Gemeinde Kaltennordheim) gehören tatsächlich zu den kälteren Gemeinden des Freistaats.

Die wärmsten Regionen sind das Saaletal bei Jena bis zur Landesgrenze im Norden und die Gegend entlang der Unstrut über das Thüringer Becken bis hin zur Hohen Schrecke. Der wärmste Landkreis ist Sömmerda, gefolgt vom Altenburger Land und Jena.


Karte:
Mittlere Jahreslufttemperatur
30-jähriges Mittel 1990 bis 2019
(PDF-Datei)

Die folgenden Diagramme zeigen die Mittelwerte der Temperatur (grün), für den kältesten (blau) und den wärmsten Ort des Kreises (rot) im 30-jährigen Mittel der Jahre 1990 bis 2019. Die Werte geben das Modellierungsergebnis für das gesamte Jahr, die Sommermonate (Juni, Juli, August) sowie für die Wintermonate (Dezember, Januar, Februar) wieder. Die Spanne der Werte wird dabei durch die naturräumlichen Gegebenheiten, das Relief, aber auch durch die unterschiedlich großen Gesamtflächen der Kreise bestimmt.

Jahresmittelwerte der Temperatur und Temperaturspanne im 30-jährigen Mittel der Jahre 1990 bis 2019 nach Kreisen




Mittelwerte der Temperatur und Temperaturspanne für die Sommermonate im 30-jährigen Mittel der Jahre 1990 bis 2019 nach Kreisen




Mittelwerte der Temperatur und Temperaturspanne für die Wintermonate im 30-jährigen Mittel der Jahre 1990 bis 2019 nach Kreisen





Grundlage für die Darstellungen in den Karten und Diagrammen ist eine Modellierung. D.h., dass nicht flächendeckend Messwerte vorliegen. Stattdessen wurde basierend auf Messwerten, die im Zeitraum 1990 bis 2019 erhoben wurden, für die gesamte Landesfläche Berechnungen vorgenommen. Diese erfolgten mit dem im Regionalen Klimainformationssystem ReKIS integrierten Interpolationswerkzeug RaKliDa unter Verwendung geostatistischer Verfahren und eines digitalen Geländemodells für die 30-jährigen Mittelwerte auf ein 1 x 1 km Raster.