Umwelt regional
 
Unterteilung in Schutzzonen

Die Wasserschutzgebiete werden in der Regel in die Schutzzonen I bis III unterteilt. Je nach Schutzgebietscharakteristik, Geländemorphologie und hydrogeologischer Situation können einzelne Schutzzonen entfallen bzw. die Schutzzonen II und III in Zonen A und B untergliedert werden.

WSG werden in folgende Schutzzonen (SZ) eingeteilt:
 
Schutzzone I (Fassungszone, rot gekennzeichnet):

Für Grundwasser der Fassungsbereich:
In diesem engsten Bereich um die Wassergewinnungsanlage und in ihrer unmittelbaren Umgebung muss jegliche Verunreinigung unterbleiben. Eine Flächennutzung, gleich welcher Art, ist daher nicht zugelassen.

Für Talsperren der Stauraum mit Uferzone:
Sie soll den Schutz vor unmittelbaren Verunreinigungen und sonstigen Beeinträchtigungen des Talsperrenwassers gewährleisten.
 
Schutzzone II (engere Schutzzone, grün gekennzeichnet):

Für Grundwasser:
Sie wird in der Regel so festgelegt, dass die Fließzeit des Grundwassers vom äußersten Rand der SZ bis zur Fassung mindestens 50 Tage beträgt. In dieser Zeit können Keime absterben und seuchenhygienische Gefahren durch Krankheitserreger vermieden werden.

Für Talsperren:
Sie soll den Schutz vor Verunreinigungen und sonstigen Beeinträchtigungen gewährleisten, die von verschiedenen menschlichen Tätigkeiten und Einrichtungen ausgehen und wegen ihrer Nähe zur TS und zu deren Zuläufen besonders gefährdend sind.
 
Schutzzone III (weitere Schutzzone, blau gekennzeichnet):

Für Grundwasser:
Sie wird, wenn irgend möglich, bis zur Grenze des Einzugsgebietes der Fassung ausgedehnt und erfasst damit das gesamte der Fassung zufließende Grundwasser. Die Schutzbestimmungen sollen vor allem chemische Beeinträchtigungen verhindern, denn diese wirken sehr langfristig.

Für Talsperren:
Sie soll den Schutz vor weitreichenden, insbesondere vor nicht oder schwer abbaubaren chemischen und radioaktiven Verunreinigungen und sonstigen Beeinträchtigungen sowie vor Eutrophierung gewährleisten

Ausschnitt aus einer topographischen Karte mit Schutzzonen



Ausschnitt aus einem Luftbild mit eingeblendeten Schutzzonen



Quelle: thueringen.de