Umwelt regional
 
Verdunstung im langjährigen Mittel von 1971 bis 2010

Die mittlere Verdunstung in Thüringen beträgt 607 mm, wobei die Werte regional zwischen 400 und 880 mm unterschiedlich gestreut liegen.

Die geringsten Werte mit flächendeckend unter 500 mm sind im westlichen Kyffhäuserkreis bis hin zur Wipper im Landkreis Nordhausen vorzufinden.

Südlich des Harzes, im Eichsfeld und Thüringer Becken liegen die Werte zumeist zwischen 500 und 550 mm im Jahr. Auch südwestlich des Thüringer Waldes sind Werte der Größenordnung von 500 bis 600 mm verbreitet.

Die Verdunstungswerte in Waldgebieten, so zum Beispiel im Thüringer Wald und im Holzland, liegen für gewöhnlich über 650 mm. In einem Gebiet von Gera östlich der Weißen Elster bis in Teile des Altenburger Landes hinein liegt die mittlere langjährige Verdunstung vorwiegend bei Werten zwischen 550 und 600 mm.


Karte:
Gebietsverdunstung
1971 und 2010
(JPG-Datei)

Die folgenden Diagramme zeigen die aktuelle Verdunstung für den Kreis (grün), für den Ort mit der geringsten (blau) und den Ort mit der höchsten Verdunstung im Kreis (rot) im langjährigen Mittel der Jahre 1971 bis 2010. Die Werte wurden durch eine geostatistische Auswertung der in der Karte dargestellten Daten ermittelt und geben das Modellierungsergebnis für das gesamte Jahr, die Sommermonate (Juni, Juli, August) sowie für die Wintermonate (Dezember, Januar, Februar) wieder. Die Spanne der Werte wird dabei durch die naturräumlichen Gegebenheiten, das Relief, aber auch durch die unterschiedlich großen Gesamtflächen der Kreise bestimmt.

Jahressummen der Verdunstung für den Kreis sowie die Orte mit der geringsten und der höchsten Verdunstung im Kreis im langjährigen Mittel der Jahre 1971 bis 2010




Summen der Verdunstung (Sommermonate) für den Kreis sowie die Orte mit der geringsten und der höchsten Verdunstung im Kreis im langjährigen Mittel der Jahre 1971 bis 2010




Summen der Verdunstung (Wintermonate) für den Kreis sowie die Orte mit der geringsten und der höchsten Verdunstung im Kreis im langjährigen Mittel der Jahre 1971 bis 2010

Abkürzungen

Grundlage für die Darstellungen in den Karten und Diagrammen ist eine Modellierung. D.h., dass nicht flächendeckend Messwerte vorliegen, sondern basierend auf langjährig erhobenen Messwerten für die gesamte Landesfläche Berechnungen angestellt wurden. Speziell liegen gemessene Klimawerte des Zeitraums 1971 bis 2010 zugrunde. Die Berechnung erfolgte durch aggregierte monatliche Wasserhaushaltsberechnungen mit dem Modell J2000g.