Bei einer Gesamtbodenfläche von 43.349 ha verteilten sich die Nutzungsarten im Landkreis wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Landkreis Sonneberg |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 5,8 | 7,2 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 27,8 | 27,8 | 54,4 |
| Wald | 60,4 | 59,8 | 31,9 |
| Wasser | 0,3 | 0,7 | 1,2 |
| Sonstige | 5,7 | 4,4 | 3,2 |
Landwirtschaftliche Nutzung auf mehr als 50 % der Gemeindefläche liegt nur auf den Territorien der Stadt Schalkau und der Gemeinde Föritz vor. Im Gegensatz dazu haben die im Thüringer Wald liegenden Gemeinden Goldisthal, Scheibe-Alsbach und Siegmundsburg einen landwirtschaftlichen Flächenanteil von unter 10 %.
Der Anteil der Waldfläche liegt nur auf dem Gebiet der Gemeinde Föritz unter 25 %. Kennzeichnend sind sehr hohe und hohe Waldanteile: Siegmundsburg (91,5 %), Scheibe-Alsbach (87,8 %), Goldisthal (84,6 %), Steinheid (82,6 %), Neuhaus am Rennweg (78,1 %), Steinach (76,4 %), Lauscha (75,4 %).
Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen befindet sich in der Regel in Korrelation zur Bevölkerungsdichte der Städte und Gemeinden und ist in Sonneberg (19,6 %) und Neuhaus am Rennweg (10,4 %) am höchsten. Ein Anteil von 5 % wird vielen Gemeinden unterschritten, in Siegmundsburg liegt er unter 2 %.
Wasserflächen konzentrieren sich, da größere natürliche Standgewässer im Landkreis Sonneberg nicht vorhanden sind, auf das Teichsystem an der Grenze zu Bayern südwestlich von Neuhaus-Schierschnitz. Seit 2003 kommt die Talsperre Goldisthal als bedeutendes künstliches Standgewässer hinzu.
Die sonstigen Flächen sind im Landkreis Sonneberg vom Bergbau beanspruchte Flächen (übertägiger Abbau von Hartgesteinen bei Steinach, von Sandstein bei Sonneberg und Neuhaus-Schierschnitz, von Kiessanden bei Föritz) und noch nicht in andere Nutzungen überführte Flächen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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