Klima

Das regionale und lokale Klima eines Landstriches wird neben den allgemeinen klimatischen und atmosphärischen Einflüssen hauptsächlich durch seine Oberflächenstruktur (Karte; PDF-Datei) und die Boden- und Landnutzung (Karte; PDF-Datei) beeinflusst.

Prägend für das Thüringer Klima sind vor allem seine Mittelgebirge Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Rhön und Harz, deren Erhebungen je nach Wetterlage räumlich zu großen Differenzierungen bei Niederschlägen, Temperaturen, Windströmungen und Sonnenscheindauer führen. Aber auch kleinere Höhenzüge, Tal- oder Hanglagen sowie Ebenen erzeugen ganz spezielle klimatische Bedingungen, die in der Wetter- und Klimabeobachtung und anderen Anwendungsbereichen (z. B. Regionalplanung) eine immer größere Rolle spielen.

Ein wichtiges klimaprägendes Kriterium sind die unterschiedlichen Formen der Landnutzung. Die stark versiegelten Flächen der Städte besitzen ein größeres Wärmepotenzial als land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen und wirken damit abkühlungshemmend.

Resultierend aus unterschiedlichen Klimaparametern lassen sich vier Thüringer Klimabereiche festlegen.

Der Landkreis Sömmerda gehört zu den Klimabereichen Zentrale Mittelgebirge und Harz und Südostdeutsche Becken und Hügel. Die Region ist warm und trocken. Im langjährigen Mittel herrschen im Landkreis Sömmerda folgende Klimacharakteristika vor:

Jahresmitteltemperatur7,8 bis 9,3°C
Jahressumme Niederschlag550 bis 738 mm
Sonnenscheindauer1.476 bis 1.554 h/Jahr
Tage mit Schneedeckenhöhe ab 10 cm3 bis 16
Überwiegend vorherrschende
Windrichtung in freien Lagen
Westsüdwest
Quelle: Deutscher Wetterdienst


Karte:

Mittlere langjährige Temperatur
1971 und 2010
(JPG-Datei)

 
Emissionen

Seit 1990 haben sich die Emissionen im Freistaat Thüringen vor allem in den Sektoren Industrie und Hausbrand deutlich reduziert. Ursachen sind vor allem
  • die Stilllegung von Anlagen,
  • der Einsatz emissionsärmerer Energieträger (Umstieg von Kohle auf Gas und Öl)
  • die Anwendung moderner Technologien sowie
  • die Erhöhung der gesetzlichen Anforderungen an die Emittenten.
Die für Thüringen emissionsrelevanten Luftschadstoffe können der Tabelle entnommen werden.

Schadstoff-Emissionen aus genehmigungsbedürftigen Anlagen für 2008 werden in den folgenden Karten dargestellt.


Karten:

Schadstoff-Emissionen
aus genehmigungsbedürftigen Anlagen
2008

Schwefeldioxid (JPG-Datei)
Stickstoffoxide (JPG-Datei)
Kohlenmonoxid (JPG-Datei)
Ammoniak (JPG-Datei)

Karten für die Jahre 1992, 1996, 2000 und 2004 sind im Archiv hinterlegt.
 
Immissionen

Schwerpunkte in der Überwachung der Luftqualität in Thüringen bilden gegenwärtig Feinstaub PM10, Stickstoffoxide und Ozon. Das Thüringer Immissionsmessnetz dient der Überwachung der Luftqualität im Freistaat Thüringen. Die Standorte der Messstationen berücksichtigen die durch die EU vorgegebenen Regelwerke sowie spezielle Standortbedingungen und ermöglichen eine umfassende und differenzierte Einschätzung der lufthygienischen Situation in Thüringen.

Neben der allgemeinen Informationspflicht der Bevölkerung dienen die über das Thüringer Immissionsmessnetz erfassten aktuellen Luftmessdaten als wichtige Arbeitsgrundlage z. B. für Ingenieurbüros oder sind Basis für notwendige Aktivitäten in der Luftreinhalteplanung. Durch die Messungen werden auch die Auswirkungen der in Luftreinhalte- und Aktionsplänen verankerten Maßnahmen kontrolliert.

Aktuelle Messwerte, o.g. Klimaszenarien und weitere Informationen zum Thema können auf den Internetseiten der TLUG unter Umweltthemen in den Bereichen Klima und Luft nachgelesen werden.