Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 70.600 Einwohnern (12/2015) hat der Landkreis Sömmerda einen Anteil von 3,3 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Landkreis Sömmerda mit 88 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 134 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises tritt als Teilregion höherer Bevölkerungsdichte (> 150 EW/km²) nur die Stadt Sömmerda und die Gemeinde Elxleben hervor. Eine Achse höherer Bevölkerungskonzentration ist entlang der Bundesstraße B 176 und nördlich davon zwischen Straußfurt, Weißensee, Sömmerda und Kölleda entwickelt. Die entlang der Bundesstraße B 4 von Straußfurt über Gebesee nach Elxleben verlaufende Achse weitet sich am nördlichen Stadtrand von Erfurt zu einer Zone deutlicher Suburbanisierung aus. Geringe Bevölkerungsdichten (unter 75 EW/km²) sind im nördlichen und östlichen Teil des Landkreises verbreitet.


Karte:

Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
1989 und 2015
(JPG-Datei)

 
Städte und Gemeinden des Schmalkalden-Meiningen Sömmerda

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/15 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2015 hatte der Landkreis Sömmerda mit 15.037 Einwohnern bzw. 17,6 % (Thüringen 18,8 %) einen unterdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Kannawurf, Sömmerda, Ringleben, Schillingstedt, Beichlingen, Ostramondra, und Großneuhausen.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 15 %) gab es in Nöda, Wundersleben, Alperstedt, Kleinmölsen und Witterda.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/15 absolut [ %]
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Karte:

Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2015
(JPG-Datei)

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Sömmerda wurde in den Jahren 1989 bis 2015 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde nur in Sprötau, Markvippach, Kleinmölsen, Nöda und Alperstedt registriert.

2015 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,7 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,0). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:

Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2015
(JPG-Datei)

 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -3,8 leicht über dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -3,4). 2015 war im Landkreis ein Wert von -0,2 zu verzeichnen.


Im Zeitraum 1989 bis 2015 waren Beichlingen, Sprötau, Ringleben und Sömmerda durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen verzeichneten im gleichen Zeitraum hingegen Wundersleben, Nöda, Alperstedt, Witterda, Elxleben, Riethnordhausen und Andisleben.

 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2015 im Landkreis Sömmerda wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Landkreis
Sömmerda
Thüringen
12/8912/1512/8912/15
0 bis unter 6 Jahre7,95,17,75,0
6 bis unter 15 Jahre12,37,711,77,2
15 bis unter 65 Jahre67,564,867,363,6
65 Jahre und älter12,322,413,324,2

Damit lag im Landkreis Sömmerda der Anteil von Altersrentnern deutlich unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter überdurchschnittlich war.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2015 lag der Altenquotient im Landkreis Sömmerda mit 34,6 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt (38,1 %). Der Jugendquotient lag mit 19,7 % leicht über dem Thüringer Mittel (19,2 %).