Bei einer Gesamtbodenfläche von 121.014 ha verteilten sich die Nutzungsarten im Landkreis wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Landkreis
Schmalkalden-Meiningen |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 7,8 | 8,9 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 37,4 | 38,2 | 54,4 |
| Wald | 47,8 | 47,7 | 31,9 |
| Wasser | 0,7 | 0,6 | 1,2 |
| Sonstige | 6,4 | 4,5 | 3,2 |
Landwirtschaftliche Nutzung auf mehr als 50 % der Gemeindefläche ist zusammenhängend im Grabfeld, in der Rhön (außer Hochlagen um Frankenheim) und im Buntsandsteinland östlich Meiningen (Rohr, Dillstädt, Vachdorf, Leutersdorf) verbreitet. Im Gegensatz dazu haben die im Thüringer Wald liegenden Städte und Gemeinden Oberhof, Oberschönau und Zella-Mehlis einen landwirtschaftlichen Flächenanteil von unter 15 %.
Der Anteil der Waldfläche liegt nur selten, und zwar in der Rhön (Aschenhausen, Birx, Friedelshausen, Kaltensundheim, Unterweid), unter 25 %. Kennzeichnend sind sehr hohe und hohe Waldanteile:
Oberhof 87,5 %, Oberschönau 84,5 %, Rotterode 74,0 %, Bermbach 72,4 %, Christes 70,8 % und Brotterode 70,3 %.
Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen befindet sich in der Regel in Korrelation zur Bevölkerungsdichte der Städte und Gemeinden und ist in Zella-Mehlis (22,2 %), Obermaßfeld-Grimmenthal (20,0 %) und Meiningen (17,6 %) am höchsten. Ein Anteil von 5 % wird in Hümpfershausen, Unterschönau, Oberweid, Oberschönau und unterschritten.
Wasserflächen konzentrieren sich, da größere natürliche Standgewässer im Landkreis Schmalkalden-Meiningen nicht vorhanden sind, auf die Altwässer der Werra bei Fambach und Breitungen und landwirtschaftliche Wasserspeicher bei Jüchsen, Gemeinde Grabfeld.
Die sonstigen Flächen sind im Landkreis Schmalkalden-Meiningen vom Bergbau beanspruchte Flächen (übertägiger Abbau von Kiessanden in der Werraaue, von Kalkstein auf den Muschelkalkplatten und von Hartgesteinen im Thüringer Wald und der Rhön), militärische Anlagen (Standortübungsplatz Bad Salzungen, südlicher Teil) und noch nicht in andere Nutzungen überführte Flächen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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