Naturschutz

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Naturschutzgebiete (Stand: 9/2009)

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat Anteil an 16 Naturschutzgebieten (NSG), von denen 13 NSG vollständig im Kreisgebiet liegen. Das NSG 118 befindet sich teilweise auch im Landkreis Sonneberg, das NSG 176 liegt zum Teil im Saale-Orla-Kreis und das NSG 337 befindet sich teilweise im Ilm-Kreis.


NummerName Größe (ha)
116 Wurmbergwiese 6,4
118 Wurzelbergfarmde 1) 238,6
139 Hölltal 19,4
142 Assberg - Hasenleite 581,4
156 Eichberg und Talgrube 20,1
157 Dissau und Steinberg 143,4
158 Greifenstein 59,9
159 Schwarzatal 615,0
160 Bohlen 22,2
175 Meuraer Heide 291,4
176 Uhlstädter Heide 1) 1.153,5
182 Ilmwand 36,3
274 Schenkenberg 52,9
281 Schieferbrüche am Bocksberg 51,4
285 Staatsbruch 92,4
337 Pennewitzer Teiche - Unteres Wohlrosetal 1) 419,2
1) liegt in zwei oder mehr Landkreisen

Im Naturraum 1.3.4 (Schwarza-Sormitz-Gebiet) befinden sich die NSG 116, 159, 175, 182 und 281.

In einer Quellmulde eines linken Nebentals der Lichte, des Winkelbachs, liegt das NSG 116 "Wurmbergwiese". Es umfasst, entsprechend den Standortverhältnissen, nährstoffarme Bergwiesen (v. a. Bärwurz-Rotschwingel-Wiese) des Thüringer Schiefergebirges in verschiedenen Feuchteabstufungen mit bedeutendem Arteninventar. Für die Flora sind Pflanzen mit subozeanisch-montanem Verbreitungsschwerpunkt wie Harz-Labkraut, Bärwurz und Rippenfarn kennzeichnend.

Das NSG 159 "Schwarzatal" nimmt einen charakteristischen Ausschnitt aus der zerschnittenen Rumpffläche des Thüringer Schiefergebirges ein. Das reich gegliederte Kerbtal bildet auf einer Länge von rund 4,8 km bis zum Gebirgsrand bei Bad Blankenburg den Kern des NSG. An den Steilhängen des Schwarzatals sind die sehr markanten Felsformen wie Griesbachfelsen, Teufelstreppe, Eberstein sowie die ehemaligen Schieferbrüche vertreten. Das NSG dient der Erhaltung eines naturnahen Durchbruchstales als geomorphologisches und hydrologisches Studienobjekt mit repräsentativem Standorts- und Vegetationsgefüge als Refugium seltener Pflanzen- und Tierarten. Für das reichhaltige Vegetationsinventar ist die Verzahnung von wärmeliebenden mit montanen Gesellschaften bezeichnend. Es erstreckt sich dabei von lichten, warmen Felsfluren bis zu kühlfeuchten, schattigen Schluchtwäldern. Oberhalb des Ebersteins befindet sich auf der Hünenkuppe ein vorgeschichtliches Bodendenkmal, bei dem es sich um die Reste einer befestigten, keltischen Bergsiedlung aus der La Téne-Zeit handelt. Das im Landschaftsschutzgebiet und Naturpark "Thüringer Wald" liegende NSG beinhaltet neben dem restaurierten Jagdhaus Eberstein auch die beiden Totalreservate "Eberstein" und "Westlich der Schieferbrüche". Außerdem existiert der Naturlehrpfad "Heinrich Cotta", der als Rundwanderweg weit über das Gebiet hinausführt.

Das NSG 175 "Meuraer Heide" nimmt den südöstlichen und östlichen Abhang des Quittelsberges zu Nebenbächen der Schwarzen Sorbitz im Thüringer Schiefergebirge ein und umfasst störungsarme, koniferendominierte und zwergstrauchreiche Mischwälder für waldbewohnende Vogelarten und insbesondere als Bruthabitat des Auerhuhns. Hier existiert auch einer der letzten Gruppenbalzplätze dieser Art in Thüringen. Das Gebiet enthält fast ausschließlich forstlich begründete Bestände.

Die "Ilmwand" (NSG 182) ist ein Ausschnitt aus der südlichen Flanke des außergewöhnlich tief und steil eingeschnittenen Kerbsohlentales des Ilm-Baches 1 bis 2 km vor der Mündung in die Sorbitz. Das vollständig bewaldete NSG dient der Erhaltung montaner, tannenreicher Ausbildungen des Waldmeister-Buchenwaldes und an Tanne gebundener Pflanzen- und Pilzarten. Weiterhin werden Rotbuche und Fichte forstlich als anerkannte Saatgutbestände behandelt und geschützt. Seit 1956 werden 3 Teilflächen als wissenschaftliche Versuchsflächen der Technischen Universität Dresden, für waldwachstums- und ertragskundliche Untersuchungen in tannenreichen Mischbeständen, genutzt.

Eine Besonderheit der Gesteinsbildungen im Naturraum stellen die Dachschiefer des Unteren Karbon (Dinant) dar, die an mehreren Stellen bei Lehesten, Probstzella und auch hier zwischen Oberloquitz und Gräfenthal Gegenstand umfangreichen Abbaus zur Herstellung von Dachschiefern und Schultafeln waren. Das NSG 281 "Schieferbrüche am Bocksberg" repräsentiert einen der großen, seit langer Zeit aufgelassenen Schiefertagebaue. Es umfasst wertvolle Bergbau-Sekundärbiotope als Lebensraum insbesondere für Greifvögel, Fledermäuse, Wirbellose, Moose und Flechten. Die Gehölzbestände des NSG werden von Fichtenforsten, spontanen Kiefernansiedlungen, Mischgehölzen mit hohem Laubholzanteil und Birken-Pionierwäldern gebildet. Wesentlich wertvoller sind jedoch die noch offenen Halden und Tagebaue, sowie die nur sehr kleinflächig vorhandenen Berg- und Feuchtwiesen.

Die NSG 118 und 139 befinden sich im Naturraum 1.3.3 (Hohes Thüringer Schiefergebirge - Frankenwald).

Das NSG 118 "Wurzelbergfarmde" umfasst die lang gestreckte schmale Plateaufläche des Wurzelbergs, dessen Südosthang, die flache Kuppe des Jungferbornskopfs, den Ost- und Südosthang des Großen Farmdenkopfs sowie den Oberlauf des Gold führenden Altfraubaches. In der Talanfangsmulde zwischen Wurzelberg und Jungferbornskopf liegt ein ehemaliger Holzflößteich, der Altfrauteich. Das NSG dient der Erhaltung des charakteristischen Standorts- und Vegetationsmosaiks, des genetischen Materials der "Wurzelbergfichte" und eines Auerhuhn-Lebensraums. Für Weiß-Tanne, Rotbuche (die hier ihr höchstgelegenes Vorkommen im gesamten Thüringer Gebirge hat) und Gewöhnliche Fichte stellt das NSG ein wichtiges Genreservat dar. Kulturhistorische Bedeutung hat das Gebiet als ausgedehntes Forst- und Jagdgebiet des ehemaligen Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt erlangt.

Auf der Gebirgsrumpffläche an der Nordost-Abdachung und damit im Leegebiet des Schiefergebirges liegend, nimmt das NSG 139 "Hölltal" einen Ausschnitt des Talhanges der Lichte zwischen dem Oberhang am Mutzenberg und der Bachsohle bei den zu Lichte gehörenden Ortsteilen Geiersthal und Lamprecht ein. Das Gebiet dient der Erhaltung des Beerstrauch-Tannen-Höhenkiefernwaldes und forstlich wichtiger Provenienzen der Weiß-Tanne und Höhenkiefer als Genreservat. Im NSG befindet sich ein unter dem Namen "Reichmannsdorfer Kiefer" ein forstlich anerkannter Saatgutbestand, an dessen Bestandsaufbau außerdem Gewöhnliche Fichte, Hänge-Birke und Eberesche sowie ganz vereinzelt Rotbuche beteiligt sind.

In den Naturräumen 1.3.3. (Hohes Thüringer Schiefergebirge - Frankenwald) und 1.3.4 (Schwarza-Sormitz-Gebiet) liegen die NSG 142 und 285.

Das NSG 142 "Assberg-Hasenleite" umfasst eine Gruppe von über 700 m hohen Bergkuppen, welche das Niveau des Schiefergebirges markant überragen. Fast vollständig im NSG liegt ein für den Naturraum charakteristisches Tal mit seinem Einzugsgebiet, der Brandisgrund. Das NSG dient der Erhaltung störungsarmer, koniferendominierter und zwergstrauchreicher Mischwälder als Lebensraum besonders für Rauhfußhühner sowie der Bergwiesen und Bachtäler mit besonderen Arten. Das Gebiet enthält ausschließlich forstlich begründete Altersklassenbestände von Fichte und Kiefer. Die Brandiskirchenwiese ist in der unteren Hälfte reich an wertvollen Flachmooren, Nasswiesen und Hochstaudenfluren. Im NSG befindet sich ein geschütztes Bodendenkmal am Grundriss der ehemaligen Wallfahrtskapelle "St. Brandis".

Das NSG 285 "Staatsbruch" repräsentiert einen der größten aufgelassenen Schiefertagebaue Deutschlands und umfasst einen ausgedehnten Komplex von ineinander übergehenden und miteinander verzahnten Einzelbrüchen und Abbaukesseln sowie von ausgedehnten Schieferhalden. Es beherbergt einzigartige Geo- und Biotope ehemaligen Bergbaus mit seltenen Tieren und Pflanzen, insbesondere Flechten, Moosen und Pilzen. So gehört das NSG mit seiner hohen Zahl von 120 Arten und dem extrem hohen Anteil bestandsbedrohter Flechten zu den wichtigsten Gebieten für den Erhalt der Biodiversität der Flechten Thüringens. Die beiden Teilbereiche des NSG umgeben den südlich von Lehesten gelegenen "Thüringer Schieferpark".

Die NSG 156 bis 158 befinden sich im Naturraum 3.6 (Ilm-Saale-Ohrdrufer Platte).

Das NSG 156 "Eichberg und Talgrube" liegt auf einem Sporn, der von der Hochfläche der Muschelkalkplatten nach Südsüdwest keilförmig vorspringt und nach Westen und Südosten steil abfällt. Es repräsentiert charakteristische Oberflächen- und Gewässerformen des Naturraumes. Das Gebiet stellt ein geomorphologisches Demonstrationsobjekt mit reichhaltigem Vegetationsmosaik und bemerkenswerter Flora und Fauna dar. Hervorgehoben werden muss das Vorkommen des Ruprechtsfarns, der kleinflächig eine charakteristische Kalkschuttflur aufbaut. Außerdem wurden die Vorkommen der Gewöhnlichen Hasel und der Mehlbeere als pflanzengenetische Ressourcen gewertet. Fast das gesamte NSG wurde als Refugialfläche aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen.

Das NSG 157 "Dissau und Steinberg" dient dem Schutz geomorphologischer Bildungen und eines wertvollen Refugiums für Eibe sowie weitere Pflanzen- und Tierarten (besonders bedeutsam ist das Vorkommen des Uhu). Den überwiegenden Teil des NSG nehmen kulturbedingte Waldkiefern-, Fichten- und stellenweise Schwarzkiefernbestände ein. In dem Tälchen zwischen Dissauer und Steinberg befindet sich eine Quelle, die ein kleines Kalktufflager gebildet hat. In diesem Tal sowie im Norden, Nordosten und Osten des Steinberges gehören Wirtschaftswiesen und -weiden zum NSG. Das Gebiet beherbergt ein Totalreservat.

Das NSG 158 Greifenstein" nimmt den Südhang des Kesselberges und den kegelförmigen Hausberg (mit der Burg Greifenstein) ein und umfasst geologisch-geomorphologische Besonderheiten, naturnahe Wälder (größtenteils Buchenwälder) und bemerkenswerte Vertreter der Flora und Fauna. Für 12 verschiedene Gehölze stellt das NSG ein Genreservat dar, darunter Vielkerbige Mehlbeere, Feld-Ahorn, Stachelbeere und Kornelkirsche. Die Steilhangpartien am Haus- und Kesselberg sind als Schutzwälder aus jeglicher wirtschaftlichen Nutzung genommen.

In den Naturräumen 1.3.4 (Schwarza-Sormitz-Gebiet) und 1.3.5 (Oberes Saaletal) befindet sich das NSG 160 "Bohlen". Es umfasst die etwa 100 m hohe und 600 m lange Steilwand des Vorderen und Hinteren Bohlen sowie einen kleinen Teil des unmittelbaren Hinterlandes auf der Schiefergebirgs-Hochfläche und repräsentiert charakteristische Oberflächenformen des Naturraums. Das NSG dient der Erhaltung des bedeutendsten natürlichen geologischen Aufschlusses zur Altersdatierung der varistischen Gebirgsbildung und zur Demonstration einer Diskordanz mit seiner reichhaltigen Vegetation, Flora und Fauna. Aufgrund seiner Ausstattung ist der Bohlen ein einzigartiges Glied in einem System schützenswerter Geotope von europäischem Rang. Die Biotopausstattung des Gebietes umfasst neben den Felsstandorten der Bohlenwand (mit Felsfluren, Felsgebüschen), auch Wälder der Hangbereiche und artenärmeres Grünland auf der Hochfläche. Die Flora ist durch die relative Häufung kontinentaler und submediterran-dealpiner Florenelemente gekennzeichnet. Im NSG befinden sich Relikte des Altbergbau wie mehrere aufgelassene Steinbrüche, Stollen und Pingen.

Das NSG 176 "Uhlstädter Heide" befindet sich im Naturraum 2.6 (Saale-Sandsteinplatte). Die Hochfläche, auf der das Gebiet liegt, ist vom Norden und Süden her durch ein engmaschiges Talnetz stark gegliedert. Im NSG befinden sich sechs kleine Teiche. Das Gebiet umfasst unterschiedlich strukturierte, kieferndominierte und störungsarme Waldbestände als Brut- und Nahrungshabitat bestandsbedrohter Vogelarten (u. a. das Auerhuhn). Das NSG stellt ein wichtiges Forschungsgebiet für populationsökologische Fragen dar.

Die NSG 274 und 337 liegen im Naturraum 2.5 (Paulinzellaer Buntsandstein-Waldland).

Das NSG 274 "Schenkenberg" liegt an einem extrem steilen, südlich exponierten Prallhang der unteren Schwarza, der nach oben von einer etwa 125 m über dem Aueniveau gelegenen Flussterrasse mit Resten einer Schotterdecke (außerhalb des NSG) und nach unten von der Schwarzaaue begrenzt wird. Das Gebiet umfasst licht- und wärmeliebende Waldgesellschaften (v. a. Eichen-Trockenwälder, Eichenmischwälder) mit hohem Totholzanteil und seltenen Pflanzen- und Tierarten. Innerhalb des NSG wurde früher an mehreren Stellen Gestein abgebaut, noch sichtbar an künstlich entstandenen Felswänden. Im Gebiet befindet sich neben einem gut ausgeprägten Hohlweg auch ein Gedenkstein von Carl Linke, dem Leiter der Regionalsektion "Schwarza" des Thüringer Waldvereins. Das NSG wird von einer unterirdischen Wasserleitungstrasse, auf der der Wald gerodet wurde, sowie zahlreichen Elektroleitungen gequert bzw. durchzogen.

Ein Mosaik wertvoller Feuchtbiotope wie Moorwälder (u. a. Rauschbeeren-Waldkiefer-Moorwald) und extensiv genutzte Teiche mit einer Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten sind kennzeichnend für das NSG 337 "Pennewitzer Teiche - Unteres Wohlrosetal". Es repräsentiert einen Ausschnitt aus der sanft gewellten Hügellandschaft nördlich des Thüringer Waldes mit flach eingesenkten Bachtälern. Zu der großen Anzahl an Teichen im Gebiet zählen die Sorgeteiche oder Pennewitzer Teiche, die Zweizapfenteiche, der Galgenteich, die Teufelsteichkette und der Esbach- oder auch Seerosenteich, als größter Teich des NSG. Eine Besonderheit sind die zahlreichen Sprenglöcher, insbesondere im Waldgebiet Esbach, die teilweise mit Wasser gefüllt sind sowie die alten Sandgruben im Ostteil des NSG, die heute Anmoore beherbergen. Mit seinen etwa 100 Brutvogelarten, darunter Baumfalke, Bekassine und Ziegenmelker, ist das NSG eines der ornithologisch wichtigsten Gebiete in Thüringen.


 
Naturparke

Der Naturpark Thüringer Wald umfasst mit einer Fläche von 2.069 km² den Thüringer Wald, das westliche Thüringer Schiefergebirge und Teile des Gebirgsvorlandes. Der westliche Teil des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt liegt im Naturpark Thüringer Wald.

In den geplanten Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale wird auf einer Fläche von 800 km² eine vielfältige und attraktive Landschaft im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und im Saale-Orla-Kreis integriert.


 
Landschaftsschutzgebiete

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind zur Zeit sechs LSG ausgewiesen. Das LSG "Thüringer Wald" hat den Charakter eines großräumigen Fremdenverkehrsgebietes.

Ein weiteres großräumiges Fremdenverkehrsgebiet ist die Region "Thüringer Schiefergebirge - Obere Saale", mit dem LSG 51 "Obere Saale".

Ein potentielles Fremdenverkehrsgebiet (naturbezogene Erholung und Besichtigungstourismus) liegt im Raum Großkochberg mit dem LSG "Hermannstal" vor.

Die Nebentäler, Höhen und Wälder um das Städtedreieck am Saalebogen sind Naherholungsgebiete für Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg (LSG 40, 49, 50).


Landschaftsschutzgebiete (Stand: 9/2009)


NummerName Größe (ha)
40 Rinne - Rottenbachtal 1) 6.717
41 Hermannstal 249
49 Kulm 217
50 Gleitsch 135
51 Obere Saale 1) 21.141
62 Thüringer Wald 1) 143.071
76 Thüringer Schiefergebirge 1) 26.480
1) liegt in zwei oder mehr Landkreisen



Karte:
Schutzgebiete
(JPG-Datei)



 
Geschützte Landschaftsbestandteile, Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale *

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gab es zum 15.12.2004 insgesamt 79 geschützte Landschaftsbestandteile, Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale.

* Von den Naturdenkmalen wurden erfasst: flächige Naturdenkmale sowie Naturdenkmale geologischer und hydrologischer Art.


 
Natura-2000-Gebiete

Das europäische ökologische Schutzgebietsnetz Natura 2000 umfasst Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete einschließlich FFH-Objekte) und Europäische Vogelschutzgebiete.

Die FFH-Gebiete bilden ein europaweites Netz besonderer Schutzgebiete, das der Erhaltung schutzwürdiger Lebensräume sowie ausgewählter Tier- und Pflanzenarten dient. Die Europäischen Vogelschutzgebiete werden für bestimmte Brutvogelarten und für Rast- und Überwinterungsplätze von Zugvögeln ausgewiesen.

Rechtliche Grundlage

Thüringen hat seine Meldung von FFH-Gebieten an die EU-Kommission abgeschlossen. Neben den 212 FFH-Gebieten wurden auch 47 punktförmige FFH-Objekte für den Fledermausschutz gemeldet. Hierbei handelt es sich insbesondere um Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen. Diese sind im Sinne der FFH-Richtlinie FFH-Gebiete und wurden z. T. zu Objektgruppen zusammengefasst. Außerdem gibt es in Thüringen 44 Vogelschutzgebiete.

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat Anteil an folgenden FFH-Gebieten:


FFH-Gebiete (Stand: 05/2004)


Nummer Name Größe (ha)
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Tabelle der FFH-Objekte für den Fledermausschutz für Thüringen öffnen (PDF-Datei)


Europäische Vogelschutzgebiete (Stand: 04/2007)


Nummer Name Größe (ha) Landkreis bzw. kreisfreie Stadt
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Karte:
Gebiete des Natura-2000-Netzes
(PDF-Datei)

Übersichtskarte Thüringen A3 (PDF-Datei)
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