Umwelt regional
 
Landkreis Saalfel-Rudolstadt - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 108.315 Einwohnern (12/2016) hat der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt einen Anteil von 5,0 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 105 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) das zusammenhängende Gebiet der Städte Rudolstadt und Saalfeld sowie die Gemeinden Kamsdorf und Sitzendorf hervor. Achsen hoher Bevölkerungskonzentration folgen im Landkreis nicht generell den Hauptverkehrsachsen.

Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) ist im nordwestlichen Teil (um Remda-Teichel und Uhlstädt-Kirchhasel) und im südöstlichen Teil des Landkreises (um Leutenberg, Lehesten und Probstzella) verbreitet.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 41.055 Einwohnern bzw. 27,5 % (Thüringen 19,2 %) einen überdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 35 %) gab es in Katzhütte, Deesbach, Mellenbach-Glasbach, Meuselbach-Schwarzmühle, Gräfenthal und Lichte. Gemeinden mit Bevölkerungszuwachs sind im gesamten Landkreis nicht vorzufinden.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
... ... ... ... ...
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wurde in den Jahren 1989 bis 2016 mit Ausnahme von Hohenwarte flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Besonders hoch sind die Geburtendefizite im Südwesten des Landkreises.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 6,6 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -5,5 im unteren Bereich (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von -2,2 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2016 waren Hohenwarte, Mellenbach-Glasbach und Lehesten, Stadt durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten lediglich Altenbeuthen und Uhlstädt-Kirchhasel. Von den 38 Gemeinden des Landkreises hatten 36 einen Wanderungsverlust und nur 2 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Landkreis
Saalfeld-Rudolstadt
Thüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,44,77,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,06,711,77,3
15 bis unter 65 Jahre67,660,867,362,8
65 Jahre und älter14,127,813,324,8

Damit lag der Anteil von Altersrentnern im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt über dem, der von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter leicht unter dem Landesdurchschnitt.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 45,8 % stark über dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 18,7 % unter dem Thüringer Mittel (19,7 %).