Naturschutzgebiete (Stand: 03/2018)

Im Gebiet der kreisfreien Stadt Suhl befinden sich keine Naturschutzgebiete (NSG).
 
Biosphärenreservate

Die Stadt Suhl hat Anteil am Biosphärenreservat (BR) "Thüringer Wald", dessen erstmalige Anerkennung durch die UNESCO (damals unter dem Namen BR "Vessertal") schon im November 1979 erfolgte. Von 2006 bis 2016 hieß es BR "Vessertal - Thüringer Wald". 2016 wurde es erweitert und erhielt seine jetzige Bezeichnung. Das BR "Thüringer Wald" hat eine Gesamtfläche von 33.672 ha und gliedert sich in
  • Zone I (Kernzone, wie Totalreservat geschützt): 8 Flächen mit gesamt 1.043,6 ha
  • Zone II (Pflegezone, wie NSG geschützt): 17 Flächen mit gesamt 7.931,5 ha
  • Zone III (Entwicklungszone, wie LSG geschützt): 24.697,0 ha.
Das Biotoppotential des BR "Thüringer Wald" umfasst
  • überwiegend extensiv genutzte Wiesengesellschaften von den reichen Trollblumen-Knöterichwiesen der Bachauen über Goldhaferwiesen bis hin zu armen Borstgrasrasen einschließlich zahlreicher Quellstellen, z. T. mit Zwischenmoorbildungen,
  • naturnahe Fließgewässer,
  • Felsbildungen,
  • in den Kammlagen Hochmoore,
  • Reste naturnaher Bergmischwälder mit Tanne nahe ihrer nördlichen Arealgrenze,
  • Fichtenbergwälder,
  • verschiedene Entwicklungsstadien ehemaliger Ackerterrassen.
Entwicklungsschwerpunkte sind:
  • Erhaltung und Entwicklung des abwechslungsreichen Landschaftsmosaiks mit z. T. sehr gut vernetzten, artenreichen Bergwiesengesellschaften, naturnahen Fließgewässern und Laubmischwäldern;
  • Erhöhung der Naturnähe der Wälder und Fließgewässer;
  • Renaturierung der Moore.
 
Naturparke

Der Naturpark Thüringer Wald umfasst mit einer Fläche von 2.069 km² den Thüringer Wald, das westliche Thüringer Schiefergebirge und Teile des Gebirgsvorlandes. Die kreisfreie Stadt Suhl liegt vollständig im Naturpark Thüringer Wald.
 
Landschaftsschutzgebiete (Stand: 03/2018)

Das Territorium der Stadt Suhl liegt zum Teil im LSG 62 "Thüringer Wald". Das LSG "Thüringer Wald" hat den Charakter eines großräumigen Fremdenverkehrsgebietes. Der zur Stadt Suhl gehörende Abschnitt liegt in der Teilregion Stützerbach-Schmiedefeld-Frauenwald-Neustadt-Vessertal im mittleren Thüringer Wald.

NummerNameGröße (ha)
62Thüringer Wald144.337



Karte:

Schutzgebiete
(JPG-Datei)

 
Geschützte Landschaftsbestandteile,
Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale *

In der kreisfreien Stadt Suhl gab es zum 15.12.2004 insgesamt 11 geschützte Landschaftsbestandteile, Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale.

* Von den Naturdenkmalen wurden erfasst: flächige Naturdenkmale sowie Naturdenkmale geologischer und hydrologischer Art.
 
Natura-2000-Gebiete

Das europäische ökologische Schutzgebietsnetz Natura 2000 umfasst Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete einschließlich FFH-Objekte) und Europäische Vogelschutzgebiete.

Die FFH-Gebiete bilden ein europaweites Netz besonderer Schutzgebiete, das der Erhaltung schutzwürdiger Lebensräume sowie ausgewählter Tier- und Pflanzenarten dient. Die Europäischen Vogelschutzgebiete werden für bestimmte Brutvogelarten und für Rast- und Überwinterungsplätze von Zugvögeln ausgewiesen.

Rechtliche Grundlage

Thüringen hat seine Meldung von FFH-Gebieten an die EU-Kommission abgeschlossen. Neben den 212 FFH-Gebieten wurden auch 47 punktförmige FFH-Objekte für den Fledermausschutz gemeldet. Hierbei handelt es sich insbesondere um Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen. Diese sind im Sinne der FFH-Richtlinie FFH-Gebiete und wurden z. T. zu Objektgruppen zusammengefasst. Außerdem gibt es in Thüringen 44 Vogelschutzgebiete.

Die kreisfreie Stadt Suhl hat Anteil an folgenden FFH-Gebieten:
 
FFH-Gebiete (Stand: 05/2004)

Nummer Name Größe (ha)
... ... ...

 
Europäische Vogelschutzgebiete (Stand: 04/2007)

Nummer Name Größe Landkreis/
kreisfreie Stadt
Kurzcharakteristik
26Mittlerer Thüringer Wald18.372 haSuhl, Hildburghausen, Ilm-Kreis, Schmalkalden-MeiningenBuchen- und Bergmischwälder, naturnahe Fließgewässer, ausgedehnte Bergmähwiesen, Hochmoore, Moor-Fichtenwald und Fichtenforste als bedeutende Refugien insbesondere für Schwarzstorch, Schwarz- und Grauspecht, Rauhfuß- und Sperlingskauz sowie Wanderfalke


Karte:

Gebiete des Natura-2000-Netzes
(PDF-Datei)