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Bei einer Gesamtbodenfläche von 81.697 ha verteilten sich die Nutzungsarten im Landkreis wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Saale-Holzland-Kreis |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 6,9 | 8,3 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 54,0 | 53,0 | 54,4 |
| Wald | 35,7 | 35,9 | 31,9 |
| Wasser | 0,7 | 0,7 | 1,2 |
| Sonstige | 2,7 | 2,0 | 3,2 |
Die Landwirtschaftliche Nutzung überwiegt im Lössgebiet nördlich Eisenberg um Schkölen und Heideland mit verbreitet mehr als 80 % der Gemeindefläche (Rauschwitz 92,8 %).
Der Anteil der Waldfläche ist im mittleren und südlichen Holzland (Meusebach 91,3 %, Tautenburg 83,7 %, Trockenborn-Wolfersdorf 82,9 %, Hummelshain 81,7 %, Waldeck 80,2 %) besonders hoch.
Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist in den Städten am größten (Hermsdorf 47,5 %, Kahla 33,2 %, Eisenberg 19,8 %, Stadtroda 16,4 %), in den ländlichen Gemeinden liegt er oft unter 5 %, im südlichen Holzland (Kleinbockedra, Meusebach) zum Teil sogar unter 2 %. Die Stadt Hermsdorf hat den höchsten Anteil von Siedlungs- und Verkehrsfläche in ganz Thüringen.
Die Wasserflächen umfassen die Saale und ihre Nebenflüsse (Orla, Roda, Weiße Elster).
Die sonstigen Flächen sind im Saale-Holzland-Kreis militärische Flächen (Standortübungsplatz Tautenhain) und Konversionsflächen (ehemaliger Truppenübungsplatz Rothenstein).
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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