Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 87.400 Einwohnern(12/2009) hat der Kreis einen Anteil von 3,9 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Saale-Holzland-Kreis mit 107 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 139 EW/km².

Gebiete mit höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) sind die Städte Eisenberg, Hermsdorf, Kahla, Stadtroda und Dornburg-Camburg sowie die Gemeinde Hartmannsdorf. Insbesondere der südliche Teil des Kreises ist überwiegend durch eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) gekennzeichnet.



Karte:
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
1989 und 2009
(JPG-Datei)





 
Städte und Gemeinden des Saale-Holzland-Kreises


Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/09 männlich weiblich
... ... ... ... ... ...
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2009 gab es einen für Thüringen stark unterdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang. Er betrug 9.062 Einwohner bzw. 9,4 % (Thüringen 15,8 %). Dieser Rückgang konzentrierte sich deutlich auf die Städte Hermsdorf (2.017 Einwohner), Eisenberg (1.956 Einwohner) und Kahla (1.888 Einwohner). Einen relativ hohen Bevölkerungsschwund zwischen 25 und 45 % haben aber auch die Gemeinden Hartmannsdorf, Tautenhain, Scheiditz, Rauda, Hummelshain, Crossen an der Elster, Ottendorf, Karlsdorf und Löberschütz zu verzeichnen.

In mehreren Gemeinden nahm die Bevölkerung, u. a. durch die Erschließung neuer Wohnbaustandorte stark zu (Lage im näheren Einzugsbereich von Jena bzw. verkehrsgünstig nahe dem Hermsdorfer Kreuz).


Stadt/GemeindeBevölkerungEntwicklung
12/8912/09absolut[ %]
...............
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)




Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2009

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Saale-Holzland-Kreis wurde in den Jahren 1989 bis 2009 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein deutlich positiver Saldo wurde in den Gemeinden Schlöben (23 Einwohner), Hartmannsdorf (13 Einwohner), Laasdorf (12 Einwohner), Großlöbichau (12 Einwohner) und Großpürschütz (12 Einwohner) registriert. Geringe positive Salden waren in vereinzelten weiteren Gemeinden zu verzeichnen.

2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 3,2 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Bis 1993 war eine starke Negativentwicklung zu verzeichnen. Seitdem entwickelt sich der Wert wieder aufwärts und stagniert seit 1999.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)





 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989.Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre zeigt mit -2,5 eine vergleichsweise geringe Abwanderung an (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). 2009 war im Landkreis ein Wert von -6,1 zu verzeichnen.

Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2009 waren besonders Hartmannsdorf (-49,2 %), Tautenhain (-38,1 %), Karlsdorf (-28,1 %), Scheiditz (-25,4 %), Crossen an der Elster (-23,0 %), Bobeck (-21,2 %), Jenalöbnitz (-20,8 %), Mertendorf (-20,3 %) und Rauda (-20,1 %) durch starke Abwanderung gekennzeichnet. Sehr starke Zuwanderungen verzeichneten im gleichen Zeitraum Großlöbichau (198,5 %), Zöllnitz (91,3 %), Großpürschütz (72,4 %), Ruttersdorf-Lotschen (47,1 %), Bad Klosterlausnitz (45,4 %), Rothenstein (44,2 %), Schlöben (41,5 %) und Lehesten (40,1 %).


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 im Saale-Holzland-Kreis wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Saale-Holzland-Kreis Thüringen
12/89 12/09 12/89 12/09
0 bis unter 6 Jahre 7,7 4,3 7,7 4,5
6 bis unter 15 Jahre 11,9 6,7 11,7 6,4
15 bis unter 65 Jahre 66,8 66,5 67,3 66,0
65 Jahre und älter 13,6 22,4 13,3 23,0

Damit lag im Saale-Holzland-Kreis der Anteil von Altersrentnern leicht unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter geringfügig überdurchschnittlich war.

Saale-Holzland-Kreis Thüringen
Was versteht man unter Jugendquotient und Altenquotient ?

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2009 lag der Altenquotient im Saale-Holzland-Kreis mit 33,6 % etwas unter dem Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 16,6 % nahezu genau im Thüringer Mittel (16,5 %).