Verkehr

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Straßenverkehr

Der Landkreis Nordhausen ist zur Zeit noch nicht an ein zusammenhängendes Autobahnnetz angebunden. Mit dem Bau der Bundesautobahn A 38 (Verkehrsprojekte Deutsche Einheit Nr. 13) Göttingen-Nordhausen-Halle/Leipzig erhält der Landkreis in den nächsten Jahren eine gute Anbindung an eine großräumige Straßenverbindung, die das Ruhrgebiet als größten Verdichtungsraum der alten Bundesländer mit Nordthüringen und dem Verdichtungsraum Halle-Leipzig auf kürzestem Wege verknüpft. Das erste bereits fertiggestellte Teilstück der A 38 ist die südliche Umgehung der Stadt Nordhausen. Anschlussstellen an das überregionale und regionale Straßennetz werden künftig Bleicherode, Großwechsungen (B 243), Werther, Nordhausen und Windehausen sein.

Das Netz der überregionalen Straßenverbindungen wird repräsentiert durch die B 4 AS Nordhausen (A 38)-Sondershausen-Greußen-AS Erfurt-Nord (A 71), die im Bereich der Windleite (Sundhäuser Berge) weiter ausgebaut werden soll, und die B 243 als vollständiger Neubau von der A 38 (Großwechsungen) über Hohenstein-Mackenrode nach Herzberg a. Harz mit Anschluss an die vorhandene vierstreifige B 243, die bei Seesen auf die A 7 in Richtung Hannover-Hamburg trifft.

Regional bedeutsame Straßenverbindungen des Ergänzungsnetzes sind die B 4 Bad Harzburg-Braunlage-Ilfeld-Nordhausen (Ortsumgehungen Ilfeld und Niedersachswerfen vorgesehen, ggf. Westumgehung von Nordhausen), die B 80 zwischen Bernterode und Bleicherode, die B 81 Halberstadt-Blankenburg-Hasselfelde-Ilfeld, die L 1014 Breitenworbis-Großbodungen-Hohen-stein OT Mackenrode und die L 1016 Niedergebra-Keula-Mühlhausen.

Wichtige kleinräumige Straßenverbindungen sind die B 80 im Abschnitt Bleicherode-Wipperdorf-Werther, die L 1011 Bleicherode-Großbodungen-Holungen-Duderstadt, die L 1034 / 1014 Niedersachswerfen-Ellrich-Walkenried, die L 1033 Großlohra-Kleinberndten-Toba, die L 1034 Wipperdorf-Wolkramshausen-Sondershausen, die L 2078 Windehausen (AS)-Heringen/Helme und die L 2079 Sundhausen-Heringen/Helme.


 
Straßendichte

Die Straßendichte im Landkreis Nordhausen liegt über dem Landesdurchschnitt. Nachfolgendes Diagramm sowie die Tabelle im Statistischen Anhang geben Auskunft über den Anteil der verschiedenen Straßenkategorien des überörtlichen Verkehrs im Thüringen-Vergleich (Stand: 12/2009).


Verkehrsinfrastruktur stellt stets eine Beeinflussung der Umwelt dar. Von Straßen gehen Lärm- und Schadstoffemissionen aus. Großflächig unzerschnittene Landschaften werden fragmentiert, der Lebensraum von Tieren eingeengt. Der Erholungswert für den Menschen lässt nach. Die Veröffentlichung der TLUG "Steckbriefe der unzerschnittenen verkehrsarmen Räume Thüringens" befasst sich mit der Zerschneidungsproblematik. Die 30 größten noch unzerschnittenen Räume werden ausführlich vorgestellt.


 
Kfz-Bestand per 31.12.2009

Hinweis zur Statistik
Landkreis Nordhausen
 
Thüringen
Archiv: LK Nordhausen 2001
Archiv: Thüringen 2001

Zum 31.12.2009 gab es im Landkreis Nordhausen 55.186 Kraftfahrzeuge. Davon waren 46.577 (84 %) Pkw. Der Bestand an Pkw lag mit 515 je 1.000 Einwohner etwa im Landesdurchschnitt von 512.

 
Entwicklung der Pkw-Dichte pro 1.000 Einwohner 2007 bis 2009

Bei der Entwicklung der Pkw-Dichte je 1.000 Einwohner liegt der Landkreis Nordhausen von 1994 bis 2006 mit 26,3 % Zuwachs leicht über dem Thüringer Durchschnitt (24,9 %). Von 2007 bis 2009 lag der Zuwachs mit 1,7 % geringfügig unter dem Thüringer Mittel von 2,1 %.

Archiv: Entwicklung 1994 bis 2006

Die meisten Gemeinden weisen Pkw-Dichten von unter 500 auf. Die geingsten Pkw-Besätze sind im Südteil des Landkreises zu finden, während Hamma, Kehmstedt und Herrmannsacker überdurchschnittliche stark Werte aufweisen. Mit 515 Pkw je 1.000 Einwohner liegt der Landkreis knapp über dem Thüringer Durchschnitt von 512.


Karte:
Kfz-Bestand und Pkw-Dichte 2009
(JPG-Datei)

Übersichtskarte Pkw-Dichte Thüringen 2009 (JPG-Datei)
Archiv:
Kfz-Bestand und Pkw-Dichte LK Nordhausen 2001
 (PDF-Datei)
Archiv:
Übersichtskarte Pkw- Dichte Thüringen 2001
 (PDF-Datei)


 
Schienenverkehr

Durch den Landkreis Nordhausen verläuft die großräumige Fernverkehrsverbindung Leipzig-Halle-Nordhausen-Arenshausen-Göttingen/Eichenberg-Kassel, die 1990 durch Lückenschluss an der ehemaligen innerdeutschen Grenze wieder als Bahnverbindung zwischen dem Raum Leipzig-Halle und Nordhessen sowie dem südlichen Niedersachsen hergestellt wurde. Die Strecke ist durchgehend zweigleisig und elektrifiziert. Zur Zeit fahren auf dieser Strecke keine Fernverkehrszüge.

Eine Ergänzungsstrecke für den regionalen Fernverkehr ist die eingleisige Hauptbahn Erfurt-Greußen-Sondershausen-Nordhausen-Ellrich-Herzberg-Northeim (Wiederaufnahme des Reiseverkehrs nach Niedersachsen erfolgte schon im November 1989).

Eine regional bedeutsame Nebenstrecke ist die meterspurige Harzquerbahn mit großer Bedeutung für den Tourismus, die seit 1993 von der privaten Gesellschaft HSB (Harzer Schmalspurbahnen GmbH) betrieben wird. Von der Hauptverbindung Nordhausen-Wernigerode (zwischen Nordhausen und Ilfeld Vernetzung mit der meterspurigen Straßenbahn Nordhausen vorgesehen) zweigt am Bahnhof Eisfelder Talmühle die Strecke nach Stiege-Hasselfelde/Harzgerode-Gernrode ab.

Die kleinräumig bedeutsame Nebenstrecke Bleicherode Ost-Bischofferode ist zur Zeit nicht in Nutzung. Auf den Abschnitt Großbodungen-Bischofferode besteht seit Sommer 1998 kein Personenverkehr mehr.


 
Luftverkehr

Vom Landkreis Nordhausen aus ist der internationale Flughafen Erfurt-Weimar innerhalb von 60-90 Minuten zu erreichen. Durch den Bau der Autobahn A 38 hat sich die Erreichbarkeit des internationalen Flughafen Leipzig/Halle auf 70-90 Minuten erheblich verbessert. Für den Geschäfts- und Individualflugverkehr steht seit 1997 der Verkehrslandeplatz Schlotheim-Obermehler im Unstrut-Hainich-Kreis (Entfernung 20-40 km) zur Verfügung.