Umwelt regional
 
Landkreis Nordhausen - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 85.098 Einwohnern (12/2016) hat der Kreis einen Anteil von 3,9 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Landkreis Nordhausen mit 119 EW/km² unter dem Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises gibt es höhere Bevölkerungsdichten (> 250 EW/km²) lediglich in der Kreisstadt Nordhausen. Achsen hoher Bevölkerungskonzentration folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Halle-Kassel sowie der Bundesstraße B 80 / Autobahn A 38 von Görsbach über Nordhausen und Bleicherode nach Sollstedt. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) ist im westlichen Teil des Landkreises (Mackenrode, Friedrichsthal, Etzelsrode, Kehmstedt), aber auch in Hermannsacker und Urbach im Nordosten verbreitet.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Landkreises Nordhausen

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Landkreis Nordhausen mit 23.359 Einwohnern bzw. 21,5 % (Thüringen 19,2 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Niedergebra, Kleinbodungen, Bleicherode, Lipprechterode, Sollstedt, Kraja, Nohra und Wipperdorf.

Einen Bevölkerungszuwachs gab es nur in den Gemeinden Urbach und Neustadt/Harz.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
... ... ... ... ...
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Nordhausen wurde in den Jahren 1989 bis 2016 flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,5 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -3,6 etwa im Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von +2,8 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2016 waren Kleinbodungen, Buchholz und Nohra durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Zuwanderungen verzeichneten im gleichen Zeitraum hingegen Urbach, Harztor und Neustadt/Harz. Von den 27 Gemeinden des Landkreises hatten 23 einen Wanderungsverlust und 4 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Landkreis Nordhausen wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Landkreis
Nordhausen
Thüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,65,07,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,37,311,77,3
15 bis unter 65 Jahre67,562,367,362,8
65 Jahre und älter13,725,413,324,8

Damit lag im Landkreis Nordhausen der Anteil der Kindern im Landesdurchschnitt. Der Anteil von Altersrentnern war über-, der Personen im erwerbsfähigen Alter unterdurchschnittlich.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Landkreis Nordhausen mit 40,7 % über dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 19,7 % im Thüringer Mittel (19,7 %).