Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 90.357 Einwohnern (12/2009) hat der Kreis einen Anteil von 4,0 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Landkreis Nordhausen mit 127 EW/km² nahezu im Landesdurchschnitt von 139 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises gibt es höhere Bevölkerungsdichten (> 250 EW/km²) lediglich in der Kreisstadt Nordhausen sowie in der Gemeinde Niedersachswerfen. Achsen hoher Bevölkerungskonzentration folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Halle-Kassel sowie der Bundesstraße B 80 / Autobahn A 38 von Görsbach über Nordhausen und Bleicherode nach Sollstedt. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) ist im westlichen Teil des Landkreises (Mackenrode, Friedrichsthal, Etzelsrode, Kehmstedt), aber auch in Ilfeld, Hermannsacker und Urbach im Nordosten verbreitet.



Karte:
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
1989 und 2009
(JPG-Datei)





 
Städte und Gemeinden des Landkreises Nordhausen


Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/09 männlich weiblich
... ... ... ... ... ...
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2009 gab es einen im thüringischer Durchschnitt liegenden Bevölkerungsrückgang. Er betrug 18.100 Einwohner bzw. 16,7 % (Thüringen 15,8 %). Dieser Rückgang konzentrierte sich deutlich auf die Städte Nordhausen (10.052 Einwohner) und Bleicherode (2.417 Einwohner). Zu einem relativ hohen Bevölkerungsschwund zwischen 20 und 30 % kam es jedoch auch in den Gemeinden Niedergebra, Nohra, Kleinbodungen, Kraja, Kehmstedt, Wipperdorf und Sollstedt.

In drei Gemeinden nahm die Bevölkerungszahl zu: Urbach, Herrmannsacker und Neustadt/Harz.


Stadt/GemeindeBevölkerungEntwicklung
12/8912/09absolut[ %]
...............
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)




Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2009

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Nordhausen wurde in den Jahren 1989 bis 2009 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde nur in Etzelsrode (5 Einwohner) registriert.

2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,5 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Bis 1994 war eine starke Negativentwicklung zu verzeichnen. Seitdem entwickelt sich der Wert wieder aufwärts und stagniert seit 1998.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)





 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -4,6 etwa im Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). 2009 war im Landkreis ein Wert von -3,1 zu verzeichnen.

Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2009 waren Niedergebra (-17,9 %), Sollstedt (-17,8 %), Kleinbodungen (-17,0 %), Bleicherode (-16,6 %), Nohra (-16,6 %) und Buchholz (-16,3 %) durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen zwischen 10 und 30 % verzeichneten im gleichen Zeitraum hingegen Ilfeld (28,9 %), Urbach (18,8 %), Herrmannsacker (12,3 %) und Neustadt/Harz (10,4 %).


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 im Landkreis Nordhausen wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Landkreis Nordhausen Thüringen
12/89 12/09 12/89 12/09
0 bis unter 6 Jahre 7,6 4,5 7,7 4,5
6 bis unter 15 Jahre 11,3 6,4 11,7 6,4
15 bis unter 65 Jahre 67,5 65,1 67,3 66,0
65 Jahre und älter 13,7 24,1 13,3 23,0

Damit lag im Landkreis Nordhausen der Anteil der Kindern im Landesdurchschnitt. Der Anteil von Altersrentnern war über-, der Personen im erwerbsfähigen Alter unterdurchschnittlich.

Landkreis Nordhausen Thüringen
Was versteht man unter Jugendquotient und Altenquotient ?

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2009 lag der Altenquotient im Landkreis Nordhausen mit 37,0 % über dem Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 16,7 % nahezu im Thüringer Mittel (16,5 %).