Bei einer Gesamtbodenfläche von 11.447 ha verteilten sich die Nutzungsarten in Jena wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Kreisfreie Stadt Jena |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 21,5 | 23,4 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 39,7 | 39,8 | 54,4 |
| Wald | 31,1 | 31,3 | 31,9 |
| Wasser | 1,0 | 1,0 | 1,2 |
| Sonstige | 6,7 | 4,5 | 3,2 |
Die landwirtschaftliche Nutzung konzentriert sich stark auf die Territorien der 1994 eingemeindeten Orte, vor allem im nördlichen Teil auf der Hochfläche der Muschelkalkplatte (Krippendorf, Isserstedt, Cospeda), sowie in der Talsenke des Gembdenbaches (Jenaprießnitz).
Die Waldfläche wird vorrangig durch den Jenaer Stadtwald auf den Muschelkalkhochflächen beiderseits des Saaletales und das zusammenhängende Waldgebiet südlich des Leutratales gebildet.
Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf das Saaletal, wobei die größte zusammenhängenden Verkehrsflächen durch die Bahnanlagen der Bahnhöfe Göschwitz (Saale) und Jena-West gebildet werden.
Der Anteil der Wasserflächen ist geringer als im Landesdurchschnitt, da neben den Fließgewässern nur kleinflächige Standgewässer vorliegen, die sich auf das Überschwemmungsgebiet der Saaleaue beschränken (Schleichersee und Sachsensümpfe am Ernst-Abbe-Sportfeld).
Die sonstigen Flächen sind in Jena nur in geringem Umfang Bergbauflächen, zum größten Teil aber unbewaldete Steilhänge des Saale- und Leutratales von erheblicher Flächenausdehnung, in der Regel mit Vorrang naturschutzfachlicher Belange.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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