| Landwirtschaft |
|
zum gleichen Thema in einem anderen Kreis wechseln: |
|
Landwirtschaftliche Standortbedingungen
Die Standortbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion sind in Thüringen sehr unterschiedlich. Zur Charakterisierung der Standorte dienen u. a. die Ackerzahl, Grünlandzahl, Landwirtschaftliche Vergleichszahl und der Anteil des Grünlandes an der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF). Die Ackerzahl ist eine Reinertragsverhältniszahl, die unter Berücksichtigung der natürlichen Ertragsbedingungen (Boden, Geländegestaltung, Klima) einen maximalen Wert von 100 erreichen kann. Analog ist mit Hilfe eines Grünlandschätzungsrahmens für jeden Standort die Grünlandzahl ermittelt worden. Einschließlich weiterer Zu- und Abschläge ergibt sich aus dem gewogenen Mittel von Ackerzahl und Grünlandzahl schließlich die Landwirtschaftliche Vergleichszahl (LVZ). Die folgende Übersicht zeigt, welche unterschiedlichen Bedingungen im Durchschnitt der Stadt- bzw. Landkreise vorherrschen. Standortbedingungen
Mit abnehmender Standortgüte steigt in Thüringen in der Regel der Grünlandanteil. Während auf bevorzugten Ackerbaustandorten meist nur in den Talauen Grünland zu finden ist, nimmt der Anteil der Wiesen und Weiden mit der Höhenlage und der Hängigkeit zu. Innerhalb der einzelnen Kreise gibt es große standörtliche Unterschiede zwischen den Gemarkungen und Flurstücken. Im Stadtkreis Jena herrschen überwiegend ungünstige Bedingungen für die landwirtschaftliche Produktion.
Agrarstruktur In der Land- und Forstwirtschaft der Stadt Jena sind 93 Personen (Stand 30.6.2008) sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das war im Vergleich zu 1993 ein Rückgang von 54,6 % (Thüringen 49,7 %). Die Landwirtschaftsbetriebe der Stadt Jena bewirtschafteten 2008 nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt 4.582 ha LF. Damit entfallen 0,5 % der LF Thüringens auf die Stadt Jena. Ökolandbau
Bodennutzung Der Grünlandanteil von 30,9 % an der LF liegt über dem Durchschnitt Thüringens von 20,5 %. Zur Ackerflächennutzung liegen aktuell keine Angaben vor. Anbauumfang von ausgewählten Kulturen (in Hektar)
Tierbestände Die Entwicklung der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztierarten ist regional sehr unterschiedlich verlaufen. Im Durchschnitt Thüringens entwickelte sich der Viehbestand von 1992 bis 2007 wie folgt:
Gleichzeitig stiegen die Leistungen je Tier deutlich an.
In der Stadt Jena ging der Viehbestand im selben Zeitraum stark zurück (Rinder -97,2 %, Schweine -94,5 %, Pferde -38,9 %). Lediglich der Bestand an Schafen stieg um 101,3 %. Der Viehbesatz liegt mit 60,8 Großvieheinheiten (GV) je 100 ha LF über dem Landesdurchschnitt (Thüringen = 47,5 GV/100 ha LF). Die Stadt Jena hat den höchsten Anteil von Schafen am Gesamtviehbestand. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||