Umwelt regional
 
Ilm-Kreis - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 109.167 Einwohnern (12/2016) hat der Ilm-Kreis einen Anteil von 5,1 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Ilm-Kreis mit 129 EW/km² nahezu im Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Gebiete mit höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) sind die Städte Arnstadt, Ilmenau, Stadtilm und die Gemeinde Geschwenda. Hohe Bevölkerungskonzentrationen folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Erfurt-Meiningen sowie der Bundesstraße B 4 und der Autobahn A 71 von Ichtershausen über Arnstadt und Plaue nach Gräfenroda/ Ilmenau, und andererseits der Bundesstraße B 88 am Nordrand des Thüringer Waldes von Gräfenroda über Ilmenau und Langewiesen nach Gehren. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) kennzeichnet den gesamten nordöstlichen Teil des Ilm-Kreises.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Ilm-Kreises

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Ilm-Kreis mit 23.170 Einwohnern bzw. 17,5 % (Thüringen 19,2 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 35 %) gab es in Neusiß, Wildenspring, Gehlberg, Gillersdorf und Böhlen.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 10 %) gab es in Elleben, Kirchheim, Rockhausen und Wipfratal.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
... ... ... ... ...
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Ilm-Kreis wurde in den Jahren 1989 bis 2016 mit Ausnahme von Rockhausen flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt, wobei die Geburtendefizite im Südteil des Landkreises besonders hoch sind.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,4 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre zeigt mit -2,5 eine unterdurchschnittliche Abwanderung an (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von +1,6 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2016 waren besonders Böhlen, Liebenstein und Frauenwald durch starke Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Elleben, Kirchheim und Rockhausen. Von den 42 Gemeinden des Landkreises hatten 30 einen Wanderungsverlust und 12 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Ilm-Kreis wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Ilm-KreisThüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,55,07,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,47,111,77,3
15 bis unter 65 Jahre67,263,067,362,8
65 Jahre und älter13,925,013,324,8

Damit lag im Ilm-Kreis der Anteil von Altersrentnern annähernd im Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern geringfügig unterdurchschnittlich war. Der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter lag fast im Landesdurchschnitt.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Ilm-Kreis mit 39,7 % fast im Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 19,1 % leicht unterm Thüringer Mittel (19,7 %).