Umwelt regional
 
Ilm-Kreis - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 108.742 Einwohnern (12/2018) hat der Ilm-Kreis einen Anteil von 5,1 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Ilm-Kreis mit 129 EW/km² nahezu im Landesdurchschnitt von 132 EW/km².

Gebiete mit höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) sind Arnstadt und Geschwenda. Hohe Bevölkerungskonzentrationen folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Erfurt-Meiningen sowie der Bundesstraße B 4 und der Autobahn A 71 von Ichtershausen über Arnstadt und Plaue nach Gräfenroda/ Ilmenau, und andererseits der Bundesstraße B 88 am Nordrand des Thüringer Waldes von Gräfenroda über Ilmenau und Langewiesen nach Gehren. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) kennzeichnet den gesamten nordöstlichen Teil des Ilm-Kreises.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2018
(PDF-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Ilm-Kreises

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/18 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2018 hatte der Ilm-Kreis mit 23.595 Einwohnern bzw. 17,8 % (Thüringen 19,8 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 35 %) gab es in Neusiß, Gillersdorf, Gehlberg, Wildenspring und Böhlen.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 10 %) gab es in Elleben, Kirchheim, Rockhausen und Wipfratal.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/18 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Ilm-Kreis wurde in den Jahren 1989 bis 2018 mit Ausnahme von Rockhausen flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt, wobei die Geburtendefizite im Südteil des Landkreises besonders hoch sind.

2018 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,2 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,8). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.


Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre zeigt mit -2,1 eine durchschnittliche Abwanderung an (Durchschnitt aller Landkreise: -2,9). 2018 war im Landkreis ein Wert von +4,8 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2018 waren besonders Böhlen, Frauenwald, Liebenstein, Neusiß und Frankenhain durch starke Abwanderung je 1.000 Einwohner gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Elleben, Kirchheim und Wipfratal. Von den 37 Gemeinden des Landkreises hatten 28 einen Wanderungsverlust und 9 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2018 im Ilm-Kreis wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Ilm-KreisThüringen
12/8912/1812/8912/18
0 bis unter 6 Jahre7,55,27,75,2
6 bis unter 15 Jahre11,47,411,77,5
15 bis unter 65 Jahre67,261,767,361,6
65 Jahre und älter13,925,813,325,7

Damit lag im Ilm-Kreis der Anteil von Altersrentnern annähernd im Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern geringfügig unterdurchschnittlich war. Der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter lag fast im Landesdurchschnitt.

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2018 lag der Altenquotient im Ilm-Kreis mit 41,8 % im Landesdurchschnitt (41,8 %). Auch der Jugendquotient lag mit 20,4 % nahezu im Thüringer Mittel (20,6 %).

Bevölkerungspyramiden (auch Alterspyramiden) sind eine graphische Darstellung der Altersstruktur, getrennt nach Frauen und Männern.
Erläuterungen zu Bevölkerungspyramiden

Bevölkerungspyramide für 1990


Bevölkerungspyramide für 2000


Bevölkerungspyramide für 2010


Bevölkerungspyramide für 2018


Im Jahr 1990 zeigt die Bevölkerungspyramide des im Ilmkreis noch annähernd die stabile Bienenstockform. Der Bevölkerungsschwerpunkt lag 1990 bei Frauen und Männern in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre. Bis 2018 hat er sich bei Frauen und Männern in die Altersgruppe 55 bis 60 Jahre verschoben. Bedingt durch starken Geburtenrückgang und Abwanderung, hat sich die Pyramide bis 2018 immer mehr zur Urnenform entwickelt. Ohne einen starken Geburtenanstieg und/oder Zuwanderung ist kein Übergang in eine stabile Form zu erwarten.

Darstellung für Thüringen