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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
Mit 112.804 Einwohnern (12/2009) hat der Ilm-Kreis einen Anteil von 5,0 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Ilm-Kreis mit 134 EW/km² nahezu im Landesdurchschnitt von 139 EW/km². Gebiete mit höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) sind die Städte Arnstadt, Ilmenau, Stadtilm und die Gemeinde Geschwenda. Hohe Bevölkerungskonzentrationen folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Erfurt-Meiningen sowie der Bundesstraße B 4 und der Autobahn A 71 von Ichtershausen über Arnstadt und Plaue nach Gräfenroda/ Ilmenau, und andererseits der Bundesstraße B 88 am Nordrand des Thüringer Waldes von Gräfenroda über Ilmenau und Langewiesen nach Gehren. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) kennzeichnet den gesamten nordöstlichen Teil des Ilm-Kreises.
Städte und Gemeinden des Ilm-Kreises
Bevölkerungsentwicklung Von 1989 bis 2009 gab es einen für Thüringen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang. Er betrug 19.533 Einwohner bzw. 14,8 % (Thüringen 15,8 %). Dieser Rückgang konzentrierte sich deutlich auf die Städte Arnstadt (6.403 Einwohner), Ilmenau (5.681 Einwohner) und Großbreitenbach (1.089 Einwohner). Von relativ hohen Bevölkerungsrückgängen zwischen 20 und 40 % waren auch Neusiß, Gillersdorf, Böhlen, Frauenwald, Frankenhain, Liebenstein, Schmiedefeld am Rennsteig, Stützerbach, Neustadt am Rennsteig, Möhrenbach, Geschwenda und Gräfenroda betroffen. Einen deutlich positiven Trend zeigten die Gemeinden Elleben, Kirchheim, die Wachsenburggemeinde, Rockhausen und Wipfratal.
Natürliche Bevölkerungsentwicklung Die Bevölkerungsentwicklung im Ilm-Kreis wurde in den Jahren 1989 bis 2009 flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. 2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 4,9 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Bis 1991 war eine starke, bis 1994 eine sich deutlich abschwächende Negativentwicklung zu verzeichnen. Bis 2001 entwickelten sich die Werte wieder positiv und sinken seitdem wieder langsam.
Wanderungen Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre zeigt mit -2,3 eine unterdurchschnittliche Abwanderung an (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). 2009 war im Landkreis ein Wert von -0,5 zu verzeichnen.
Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2009 waren besonders Frauenwald (-20,3 %), Liebenstein (-19,4 %), Frankenhain (-18,1 %), Großbreitenbach (-18,1 %) und Böhlen (-17,9 %) durch starke Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten hingegen Elleben (91,5 %), Kirchheim (56,6 %), Wachsenburggemeinde (26,9 %), Rockhausen (23,0 %), Wipfratal (15,5 %) und Dornheim (14,0 %). Altersstruktur Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 im Ilm-Kreis wie folgt:
Damit lag im Ilm-Kreis der Anteil von Altersrentnern leicht über dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern geringfügig unterdurchschnittlich war. Der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter lag genau im Landesdurchschnitt.
Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück. Im Jahre 2009 lag der Altenquotient im Ilm-Kreis mit 35,3 % im Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 16,1 % ebenfalls im Thüringer Mittel (16,5 %). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||