Bei einer Gesamtbodenfläche von 93.737 ha verteilten sich die Nutzungsarten im Landkreis wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Landkreis Hildburghausen |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 7,3 | 8,0 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 42,0 | 43,3 | 54,4 |
| Wald | 44,8 | 44,9 | 31,9 |
| Wasser | 0,8 | 0,9 | 1,2 |
| Sonstige | 5,1 | 3,0 | 3,2 |
Landwirtschaftliche Nutzung auf mehr als 50 % der Gemeindefläche ist im gesamten Grabfeld (außer Römhild, Bad Colberg-Heldburg, Ummerstadt, Schweickershausen) zusammenhängend verbreitet. Im Gegensatz dazu haben die im Thüringer Wald liegenden Gemeinden St. Kilian, Schleusegrund und Masserberg einen landwirtschaftlichen Flächenanteil von unter 20 %.
Der Anteil der Waldfläche liegt nur selten, und zwar vorwiegend im nordwestlichen Grabfeld, unter 25 %. Kennzeichnend sind sehr hohe und hohe Waldanteile: Schleusegrund 73,5 %, Masserberg 73,3 %, Kloster Veßra 73,1 % und St. Kilian 72,5 %.
Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen befindet sich in der Regel in Korrelation zur Bevölkerungsdichte der Städte und Gemeinden und ist in Themar (13,8 %), Schleusingen (13,3 %) und Hildburghausen (10,9 %) und am höchsten. Ein Anteil von 5 % wird in Sachsenbrunn, Schweickershausen, Kloster Veßra und Oberstadt unterschritten.
Wasserflächen konzentrieren sich, da größere Standgewässer im Landkreis Hildburghausen nicht vorhanden sind, auf die Talsperre Schönbrunn im Thüringer Wald und kleinere landwirtschaftliche Wasserspeicher bei Marisfeld, Römhild und Gleichamberg.
Die sonstigen Flächen sind im Landkreis Hildburghausen vom Bergbau beanspruchte Flächen (übertägiger Abbau von Hartgesteinen im Thüringer Wald sowie von Kalkstein südlich von Themar und Hildburghausen) und noch nicht in andere Nutzungen überführte Flächen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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