Naturschutzgebiete (Stand: 03/2018)

Der Landkreis Hildburghausen hat Anteil an 20 Naturschutzgebieten (NSG), wovon 18 vollständig im Kreisgebiet liegen. Das NSG 244 liegt teilweise im Landkreis Sonneberg, das NSG 259 befindet sich zum Teil im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

NummerNameGröße (ha)
133 Dipperts 13
134 Vogelherdskopf 67
135 Am Pfingsthut 33
136 Lachenwäldchen 46
141 Stäte 10
244 Görsdorfer Heide 1) 150
259 In den Seeben 1) 67
260 Grenzstreifen am Galgenberg 36
261 Milzgrund 127
262 Warthügel 28
265 Schlechtsarter Schweiz 539
266 Langer Berg 40
268 Alstergrund mit Grenzstreifen 68
269 Althellinger Grund und Kreckaue 67
271 Bischofsau 78
308 Elsterbachtal 54
309 Rodachtal 117
349 Gleichberge 1.862
350 Leite bei Harras 566
358 Höhnhügel 35
1) liegt in zwei oder mehr Landkreisen


Die NSG 141 und 308 liegen im Naturraum 2.8 (Südthüringer Bundsandstein-Waldland).

Das NSG 141 "Stäte" umfasst die mit Wald (z. B. Hainsimsen-Buchenwald und Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald) bestandene Hangleite - ein charakteristisches Formenelement des Naturraumes - der Stäte zwischen Ratscher und Schleusingen, ein besonders steiler Südabhang des Weißen Berges bis zur Schleuseaue. Felsbildungen und ein Abschnitt der Schleuse mit Uferzone sowie eine artenreiche Vogelfauna sind kennzeichnend für das Gebiet.

Das NSG 308 "Elsterbachtal" nimmt die Talsohle und Unterhänge des Elsterbachs sowie einige angrenzende Quellmulden ein. Die Feucht- und Trockenbiotope des NSG sowohl auf Buntsandstein als auch auf Muschelkalk (Reliefumkehr!) stellen den Lebensraum für eine artenreiche und seltene Pflanzen- und Tierwelt dar. Bei den Wäldern handelt es sich meist um Nadelbaumforsten, ein Erlen-Bruchwald ist nur fragmentarisch ausgebildet. Bemerkenswert sind die Kalkmagerrasen, die dem Enzian-Schillergras- sowie dem Sichelhasenohr-Fiederzwenken-Halbtrockenrasen zugeordnet werden. Entlang des Bachlaufs und in den Verlandungsbereichen der Galgenteiche sind neben Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren auch Zwischenmoorbildungen (sowohl im sauren Bereich über Buntsandstein als auch über Muschelkalk) entwickelt.

In den Naturräumen 2.8 (Südthüringer Bundsandstein-Waldland) und 3.8 (Schalkauer Thüringer-Wald-Vorland) befindet sich das NSG 244 "Görsdorfer Heide". Es nimmt einen 9 km langen und 50 bis 200 m breiten Streifen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein, dem sogenannten Grünen Band. Dieser Streifen durchquert ein Hügelland mit Höhenrücken und Hochflächenresten, das durch kleine Täler, insbesondere das Tal der Lauter südöstlich Görsdorf, zerschnitten wird. Das NSG ist geprägt durch seltene Tiere, Pflanzen und Pflanzengemeinschaften saurer, nährstoffarmer Böden, so durch die Preiselbeer-Heidekraut-Heide, sowie durch Teiche mit Verlandungsvegetation (z. B. den Röstenteich).

Das NSG 350 "Leite bei Harras" liegt im Naturraum 3.7 (Meininger Kalkplatten) und ist durch ein vielfältiges Standorts- und Vegetationsmosaik auf Muschelkalk mit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten charakterisiert. Neben der Hauptfläche zwischen Veilsdorf und Herbartswind gehören zum NSG auch die Magerrasen am Seelein bei Hetschbach. Das NSG besitzt Bedeutung im Biotopverbund entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wobei Halbtrockenrasen, Wirtschaftswiesen, Äcker und Gebüsche sowie Waldflächen und der ehemalige Grenzstreifen sehr kleinräumig miteinander verzahnt sind. Beim Wald handelt es sich v. a. um lichten, grasreichen Kiefernforst, Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwald, der auf ehemalige Nieder- oder Mittelwaldnutzung zurückzuführen ist, und Waldgersten-Buchenwald. Letzterer geht an den Nordhängen der Leiten in eine eibenreiche Ausbildung des Waldmeister-Buchenwalds über, sodass nahe Schackendorf einer der größten Eibenbestände Thüringens zu finden ist.

Alle weiteren NSG befinden sich im Naturraum 5.4 (Grabfeld).

Die NSG 133 "Dipperts", 134 "Vogelherdskopf", 135 "Am Pfingsthut" und 136 "Lachenwäldchen" umfassen die für den Naturraum charakteristischen Standortsformen und Laubwälder, insbesondere die i. d. R. auf historische Waldnutzungsformen zurückzuführenden Eichen-Hainbuchenwälder (sowohl auf trockenen, als auch auf wechselfeuchten Standorten), beim NSG 136 mit randlich anschließenden Halbtrockenrasen. Das NSG 133 ist zum größten Teil Totalreservat, sodass sich die Waldvegetation ohne direkte menschliche Einflussnahme entwickeln kann. Die Flora ist durch submediterran- mitteleuropäische und südlich-kontinentale Arten gekennzeichnet. V. a. die NSG 133 und 136 umfassen zudem ein sehr wertvolles Arteninventar und beherbergen mehrere bestandsbedrohte Arten. Am Westrand des NSG 135 befindet sich auch die alte, 1957 als ND gesicherte "Eiche im Meisterzagel".

Die NSG 259 ("In den Seeben"), 260 ("Grenzstreifen am Galgenberg"), 261 ("Milzgrund") und 262 ("Warthügel") sind gekennzeichnet durch ein Mosaik wertvoller Feucht- und Trockenbiotope mit reichhaltiger Flora im Biotopverbund des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens, dem Grünen Band, als Lebensraum seltener und gefährdeter Pflanzen und Tiere (Vogel-, Amphibien- und Insektenarten). Das reiche Mosaik an Offenlandbiotopen umfasst u. a. Enzian-Schillergras-Rasen (Nr. 259, 260, 262), trockenwarme Staudenfluren (Nr. 261, 262), artenreiche, trockene bis feuchte Ruderalfluren (Nr. 259, 260, 261, 262) und Sumpf-Hochstaudenfluren (Nr. 259, 261). Das NSG 260 bildet die nordwestliche Fortsetzung des NSG "Milzgrund" (Nr. 261). Zwischen den NSG 261 und 262 befindet sich der geschützte Landschaftsbestandteil (GLB) "Grenzstreifen Zwischen den Hölzern", östlich angrenzend an das NSG 262 der GLB "Grenzstreifen Wildenburg" und auf bayerischer Seite das NSG "Poppenholz". Teile der "Mahn- und Gedenkstätte Grenzanlage Behrungen" des "Deutsch-deutschen Freilandmuseums" mit Beispielen für die Grenzsicherungsanlagen liegen zentral im NSG 259.

Das NSG 266 "Langer Berg" beinhaltet einen für das Grabfeld charakteristischen Keuper-Härtlingsrücken und einen Abschnitt des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens (Biotopverbund "Grünes Band"). Ein artenreiches Mosaik aus verschiedenen Grünlandbiotopen (z. B. Kalk-Halbtrockenrasen, Frischweiden), alten Streuobstwiesen und naturnahen Wäldern (u. a. Eichen-Hainbuchenwald, Birken-Pionierwald) ist kennzeichnend für das NSG. Der faunistische Artenreichtum ist vor allem für Tagfalter, Wildbienen und andere Hautflügler, Heuschrecken sowie - durch herausragende Einzelnachweise - für Käfer dokumentiert.

Das NSG 268 "Alstergrund mit Grenzstreifen" beinhaltet einen Ausschnitt aus dem welligen Hügelland des Grabfeldes mit flach eingesenkten Tälchen sowie einen Abschnitt des "Grünen Bandes" mit dem südlichsten Punkt Thüringens. Es umfasst kleine Fließgewässer als Lebensraum des nur im Grabfeld vorkommenden Steinkrebses - der eines der bedeutendsten Thüringer Vorkommen in der Alster und vor allem im Schäfersgraben hat - und anderer bedrohter Arten. Im Offenland sind vornehmlich Sumpf-Hochstaudenfluren und frisches Grünland sowie im "Grünen Band" Staudenfluren trockenwarmer Standorte entwickelt. Außerdem kommen Feuchtgrünland, Großseggen-Riede und Landröhrichte vor. Die Wälder sind von Kiefern- und Kiefern-Birken-Pionierwald sowie Fichten- und Kiefernforsten bestimmt.

Das NSG 269 "Althellinger Grund und Kreckaue" bei Lindenau besteht aus einem fast 3 km langen und 100 bis 300 m breiten Streifen entlang der Helling bzw. Althelling im "Grünen Band" sowie aus einem Abschnitt der Kreckaue. Es beinhaltet Offenlandbiotope, die teilweise von Gehölzen durchsetzt sind. Außerdem sind in beiden Auen frisches Grünland, im "Grünen Band" Ruderalfluren und Großseggen-Riede sowie bei Friedrichshall eine Kopfweidenallee vorhanden. Die artenreichen Auenbiotope und angrenzenden Lebensräume beherbergen v. a. seltene Fließgewässerarten, Wiesenbrüter und Tagfalter. Im NSG liegt der östliche Teil des ND "Weidenallee in Friedrichshall". Das NSG besitzt zudem eine Bedeutung im Biotopverbund mit dem NSG "Althellinger Grund" auf bayerischer Seite.

Einen Komplex aus Fließgewässern und seggenreichen Feuchtwiesen in der Aue sowie Magerrasen und Staudenfluren an den Hängen als Lebensräume seltener Vögel und Insekten stellt das NSG 271 "Bischofsau" dar. Es besitzt Bedeutung im Biotopverbund entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und zu dem auf bayerischer Seite angrenzenden NSG "Eichelberg und Bischofsau".

In einem stark bewaldeten und reliefierten Teil des Grabfeldes liegt das NSG 309 "Rodachtal", das wichtige Ausstattungsmerkmale wie Bachauen, zertaltes Hügelland sowie einen 3,8 km langen Streifen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit durch die Grenzanlagen geprägten Standorten repräsentiert. Im Nordosten gehört ein Abschnitt des Schulzentals (auch: Sulzbachtal) mit dem "Schulzensee", einem Fischteich, zum NSG. Große Teile des im "Grünen Band" gelegenen vielgestaltigen Biotopmosaiks beherbergen eine reiche Flora und Fauna, insbesondere mit bemerkenswerten Vogel-, Fisch-, Libellen- und Weichtierarten. Am Nordhang des Mönchsbergs ist eine Kalktuffquelle anzutreffen. Herausragende Bedeutung hat die Rodach als Lebensraum einer sich reproduzierenden Population der Bachmuschel. Auf bayerischer Seite grenzt das NSG "Heiligenwiesen und Heiligenleite" an.

Im NSG 349 "Gleichberge" sollen die charakteristischen Lebensraumkomplexe zweier Basaltkegelberge (Großer und Kleiner Gleichberg) insbesondere mit ihren naturnahen Wäldern und kryptogamenreichen Blockhalden sowie zahlreichen Seltenheiten unter der artenreichen Flora und Fauna erhalten werden. Flächenmäßig dominieren Waldgersten- und Waldmeister-Buchenwälder in verschiedenen Varianten. Stellenweise ist an stärker basaltblocküberrollten Hängen Spitzahorn-Sommerlinden-Hangschuttwald ausgebildet. Lokal findet man auch in blocküberrollten Mulden geophytenreichen Eschen-Ahorn-Schlucht- und Schatthangwald mit Märzenbecher und Hohlem Lerchensporn, der kleinflächig an quelligen Bereichen in Winkelseggen-Erlen-Eschenwald übergeht. Südlich bis westlich exponierte Hangpartien und größere Unterhangbereiche werden von mehr oder weniger buchenreichen Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwäldern besiedelt. In einer bewirtschaftungs- und pflegefreien Zone am Osthang des Großen Gleichbergs soll die unbeeinflusste Waldentwicklung ermöglicht werden. Auf dem Gipfel des Kleinen Gleichbergs befindet sich die "Steinsburg", eine 70 ha umfassende aus mehreren Ringwällen bestehende keltische Wallanlage. Aufgrund der Bedeutung dieses archäologischen Bodendenkmals ordnen sich hier die naturwissenschaftlichen und naturschutzfachlichen Zielstellungen der Erhaltung des vor- und frühgeschichtlichen Dokumentations- und Forschungsobjektes unter.

Das NSG 358 "Höhnhügel" liegt im waldarmen Westteil des Grabfelds und stellt einen Ausschnitt aus einem südlich exponierten Hang innerhalb dieses Ackerhügellands dar. Es zeichnet sich durch ein kleinräumiges, eng verzahntes Mosaik von Biotopen auf überwiegend trockenwarmen Standorten mit bedeutenden Schmetterlings- und Heuschrecken-Vorkommen und einer artenreichen Vogelwelt aus. Bereichert wird dieses Lebensraummosaik durch einzelne Solitärbäume und aufgelassene Tongruben. Vor allem für den Schmetterlingsschutz besitzt das Gebiet im Zusammenhang mit den benachbarten NSG im ehemaligen Grenzstreifen (Nr. 259-262) eine herausragende Bedeutung.
 
Biosphärenreservate

Der Landkreis Hildburghausen hat Anteil am Biosphärenreservat (BR) Thüringer Wald, dessen erstmalige Anerkennung durch die UNESCO (damals unter dem Namen BR Vessertal) schon im November 1979 erfolgte. Von 2006 bis 2016 hieß es BR Vessertal - Thüringer Wald. 2016 wurde es erweitert und erhielt seine jetzige Bezeichnung. Das BR Thüringer Wald hat eine Gesamtfläche von 33.672 ha und gliedert sich in
  • Zone I (Kernzone, wie Totalreservat geschützt): 8 Flächen mit gesamt 1.043,6 ha
  • Zone II (Pflegezone, wie NSG geschützt): 17 Flächen mit gesamt 7.931,5 ha
  • Zone III (Entwicklungszone, wie LSG geschützt): 24.697,0 ha.
Das Biotoppotential des BR Thüringer Wald umfasst
  • überwiegend extensiv genutzte Wiesengesellschaften von den reichen Trollblumen-Knöterichwiesen der Bachauen über Goldhaferwiesen bis hin zu armen Borstgrasrasen einschließlich zahlreicher Quellstellen, z. T. mit Zwischenmoorbildungen,
  • naturnahe Fließgewässer,
  • Felsbildungen,
  • in den Kammlagen Hochmoore,
  • Reste naturnaher Bergmischwälder mit Tanne nahe ihrer nördlichen Arealgrenze,
  • Fichtenbergwälder,
  • verschiedene Entwicklungsstadien ehemaliger Ackerterrassen.
Entwicklungsschwerpunkte sind:
  • Erhaltung und Entwicklung des abwechslungsreichen Landschaftsmosaiks mit z. T. sehr gut vernetzten, artenreichen Bergwiesengesellschaften, naturnahen Fließgewässern und Laubmischwäldern;
  • Erhöhung der Naturnähe der Wälder und Fließgewässer;
  • Renaturierung der Moore.
 
Naturparke

Der Naturpark Thüringer Wald umfasst mit einer Fläche von 2.069 km² den Thüringer Wald, das westliche Thüringer Schiefergebirge und Teile des Gebirgsvorlandes. Der nordöstliche Teil des Landkreises Hildburghausen liegt im Naturpark Thüringer Wald.
 
Landschaftsschutzgebiete (Stand: 03/2018)

Im Landkreis Hildburghausen sind zur Zeit zwei LSG ausgewiesen. Das LSG "Thüringer Wald" hat den Charakter eines großräumigen Fremdenverkehrsgebietes.

Ein potentielles Fremdenverkehrsgebiet ist der Hildburghäuser Wald (LSG 63).

NummerNameGröße (ha)
61Kleiner Gleichberg, Hartenburg und Altenburg532
62Thüringer Wald144.337
63Hildburghäuser Wald5.398



Karte:

Schutzgebiete
(JPG-Datei)

 
Geschützte Landschaftsbestandteile,
Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale *

Im Landkreis Hildburghausen gab es zum 15.12.2004 insgesamt 51 geschützte Landschaftsbestandteile, Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale.

* Von den Naturdenkmalen wurden erfasst: flächige Naturdenkmale sowie Naturdenkmale geologischer und hydrologischer Art.
 
Natura-2000-Gebiete

Das europäische ökologische Schutzgebietsnetz Natura 2000 umfasst Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete einschließlich FFH-Objekte) und Europäische Vogelschutzgebiete.

Die FFH-Gebiete bilden ein europaweites Netz besonderer Schutzgebiete, das der Erhaltung schutzwürdiger Lebensräume sowie ausgewählter Tier- und Pflanzenarten dient. Die Europäischen Vogelschutzgebiete werden für bestimmte Brutvogelarten und für Rast- und Überwinterungsplätze von Zugvögeln ausgewiesen.

Rechtliche Grundlage

Thüringen hat seine Meldung von FFH-Gebieten an die EU-Kommission abgeschlossen. Neben den 212 FFH-Gebieten wurden auch 47 punktförmige FFH-Objekte für den Fledermausschutz gemeldet. Hierbei handelt es sich insbesondere um Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen. Diese sind im Sinne der FFH-Richtlinie FFH-Gebiete und wurden z. T. zu Objektgruppen zusammengefasst. Außerdem gibt es in Thüringen 44 Vogelschutzgebiete.

Der Landkreis Hildburghausen hat Anteil an folgenden FFH-Gebieten:
 
FFH-Gebiete (Stand: 05/2004)

Nummer Name Größe (ha)
... ... ...

 
Europäische Vogelschutzgebiete (Stand: 04/2007)

Nummer Name Größe Landkreis/
kreisfreie Stadt
Kurzcharakteristik
21Gleichberge1.831 haHildburghausenrepräsentiert insbesondere reichstrukturierte, naturnahe Laubmischwälder mit hohem Alt- und Totholzanteil sowie Basalt-Blockhalden, herausragende Bedeutung für hochgradig gefährdete Arten wie Hirschkäfer und an ältere Waldstadien gebundene Vogelarten
22Grenzstreifen am Galgenberg – Milzgrund – Warthügel199 haHildburghausenrepräsentative, artenreiche Kalk-Halbtrockenrasen und Flachland-Mähwiesen sowie Feuchtbereiche u. v. a. im NSG Milzgrund vorhandene Röhrichte auch als wertvolle Habitate für zahlreiche bedrohte Arten, darunter Vögel, Amphibien, Schmetterlinge
23Rodachaue mit Bischofsau und Althellinger Grund563 haHildburghausenDas reich gegliederte Gebiet schließt an das angrenzende bayerische Vogelschutzgebiet an. Ausgedehnte, abwechslungsreiche Feuchtgrünlandbereiche bilden ein bedeutendes Refugium, vor allem für Blaukehlchen und Wachtelkönig.
26Mittlerer Thüringer Wald18.372 haSuhl, Hildburghausen, Ilm-Kreis, Schmalkalden-MeiningenBuchen- und Bergmischwälder, naturnahe Fließgewässer, ausgedehnte Bergmähwiesen, Hochmoore, Moor-Fichtenwald und Fichtenforste als bedeutende Refugien insbesondere für Schwarzstorch, Schwarz- und Grauspecht, Rauhfuß- und Sperlingskauz sowie Wanderfalke
27Westliches Thüringer Schiefergebirge11.914 haHildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt, SonnebergWaldlandschaft mit strukturreichen Bergmischwäldern, Quellbiotopen, Floßteichen, naturnahen Fließgewässern, Bergwiesen und Mooren als bedeutende Refugien insbesondere für Auerhuhn, Schwarzstorch, Schwarzspecht sowie Rauhfuß- und Sperlingskauz


Karte:

Gebiete des Natura-2000-Netzes
(PDF-Datei)