Naturschutzgebiete (Stand: 03/2018)

Der Landkreis Gotha hat Anteil an 17 Naturschutzgebieten (NSG), von denen 11 NSG vollständig im Kreisgebiet liegen. Das NSG 33 befindet sich teilweise auch im Wartburgkreis, die NSG 38, 41 und 75 liegen zum Teil im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, das NSG 329 teilweise im Unstrut-Hainich-Kreis und das NSG 391 zum großen Teil im Ilm-Kreis.

NummerNameGröße (ha)
33 Vordere Schwarzbachwiese 1) 9
34 Wiesen südöstlich Fischbach 13
35 Burgberg mit Baldrichstein und Kräuterwiese 33
36 Oberhardt 7
37 Kleiner Wagenberg 28
38 Großer Inselsberg 1) 143
39 Siebleber Teich 28
41 Saukopfmoor 1) 35
42 Hirschgrund 63
61 Apfelstädter Ried 19
75 Spittergrund 1) 160
329 Unstruttal zwischen Nägelstedt und Großvargula 1) 193
332 Röhnberg 223
333 Schlossleite 120
379 Seeberg 366
389 Apfelstädtaue zwischen Wechmar und Wandersleben 118
391 Jonastal 1) 714
1) liegt in zwei oder mehr Landkreisen


Die NSG 33, 34, 37, 38, 41 und 75 liegen im Naturraum 1.3.2 (Mittlerer Thüringer Wald).

Das NSG 33 "Vordere Schwarzbachwiese" liegt auf einem schmalen Seitenkamm, der sich in nordöstlicher Richtung erstreckt und als Wasserscheide das Erbstromtal von der Wintersteiner Mulde (Emsetal) trennt. Im Gebiet wird der nährstoffarme Flügel des Gebirgswiesenkomplexes mit den für den mittleren Teil des Thüringer Waldes charakteristischen Ausbildungen erfasst. Vegetationskundlich handelt es sich dabei um Kreuzblümchen-Borstgras-Rasen sowie um Bärwurz-Rotschwingel-Wiese. Bemerkenswert ist das Vorkommen von Arnika, Feuer-Lilie, Breitblättrigem Knabenkraut und Trollblume. Neben mehreren Fichten-Gruppen ist im NSG auch ein kleines Zitterpappel-Gehölz vorhanden.

Innerhalb eines intensiv genutzten Rinderweide-Komplexes liegt das NSG 34 "Wiesen südöstlich Fischbach", das sich hinsichtlich seiner Struktur und aktuellen Artenausstattung kaum von der Umgebung abhebt. Es umfasst einen Ausschnitt aus der Nordabdachung des Thüringer Waldes, den Nordhang des Hübelskopfes. Die aktuelle Vegetation setzt sich aus Gesellschaften des Wirtschaftsgrünlandes eutropher Standorte zusammen. Typisch für diese Grünlandtypen ist die Kombination kolliner und montaner Frischwiesenarten in verschiedenen Wasserhaushaltstufen. Charakteristisch für die Wiesenflächen des NSG sind weiterhin kleinere, in die Beweidung einbezogene Gehölze aus Rotbuche, Stiel-Eiche und weiteren Baumarten.

Das NSG 37 "Kleiner Wagenberg" befindet sich am Zufluss zweier Quellbäche der Hörsel, im Einmündungsbereich des Felsentals in das Tal der Laucha südsüdöstlich Tabarz. Dieses kühlfeuchte Erosiontal umfasst auch einzelne Härtlinge, u. a. den durchbrochenen "Torstein", und das geologische Naturdenkmal "Backofenloch". An Waldgesellschaften sind montane, tannenreiche Buchenwälder (Zahnwurz- und Hainsimsen-Buchenwald) vertreten, wobei das Vorkommen der Weiß-Tanne unmittelbar an ihrer nördlichen Arealgrenze pflanzengeographisch von Interesse ist. Besonders hervorzuheben ist eine dem ganzjährig kühl-feuchten Klima entsprechende, weitgehend ursprüngliche Tierwelt, teilweise mit Eiszeitrelikten. Für einzelne dieser Arten trägt Thüringen globale Verantwortung. Daneben ist auch eine bemerkenswerte Moosvegetation vorhanden. Im NSG befindet sich ein Totalreservat.

Der weithin sichtbare und durch Tagesbesucher und Urlauber stark frequentierte Große Inselsberg mit dem gleichnamigen NSG 38 überragt markant das allgemeine Niveau des Gebirges um 120 bis 200 m. Auf dem höchsten Gipfel im nordwestlichen Teil des Thüringer Waldes ist ein schmales, gewölbtes Plateau ausgebildet, von dem nach allen Seiten Täler und Rücken abfallen. Das Vegetationsinventar des zu 92 % bewaldeten Gebietes wird von verschiedenen Ausbildungen des für den Thüringer Wald typischen montanen und hochmontanem Hainsimsen-Buchenwaldes beherrscht. Es handelt sich um die am höchsten gelegenen intakten Buchenwälder Ostdeutschlands. Die pflanzengeographische Situation ist durch das Vorherrschen ozeanisch-subozeanisch verbreiteter Arten gekennzeichnet. Südöstlich des Gipfels sind felsige Grate ausgebildet (Reitsteine). Hier treten auch mehrere Ar große offene Blockhalden auf. Das bryologisch sehr interessante NSG beherbergt außerdem südlich des Rennsteigs ein Totalreservat.

Das größte und mächtigste Hochmoor Thüringens, das "Saukopfmoor" (NSG 41), liegt in der vereinigten Quellmulde des Breiten Seegrabens und der Pechhüttendelle zwischen den Kuppen von Greifenberg, Altem Berg und Saukopf. Neben der typischen Moorvegetation sind arktisch-alpine und boreo-montane Arten für die Flora und Fauna kennzeichnend. Bemerkenswert sind Armblütige Segge, Rasige Haarsimse, Rosmarinheide und Rundblättriger Sonnentau. Als gemeinsames Projekt von Naturschutz- und Landesforstverwaltung des Freistaates Thüringen wurden im NSG in den letzten Jahren umfangreiche Revitalisierungsmaßnahmen durchgeführt.

Das NSG 75 "Spittergrund" umfasst wesentliche Teile des vielgestaltigen Talsystems der Spitter, eines naturnahen Baches am Nordabfall des Mittleren Thüringer Waldes, mit dem Spitterfall, einen dreistufigen, fast 20 m in die Tiefe stürzenden Wasserfall, dem höchsten natürlichen Wasserfall Thüringens. Eingeschlossen sind auch die Quellmulde auf der Ebertswiese und die angrenzenden Auenbereiche und Talhänge. Das naturnahe Bergbachsystem ist ein herausragendes hydrobiologisches Forschungsobjekt. Neben geologischen Besonderheiten ist das Gebiet auch durch artenreiche Feucht- und Bergwiesen sowie Hainsimsen-Buchenwald, z. T. auch von Fichtenforsten geprägt.

Im Naturraum 2.3 (Waltershäuser Vorberge) erstreckt sich das NSG 35 "Burgberg mit Baldrichstein und Kräuterwiese". Der Burgberg erhebt sich als markanter, schmaler Höhenzug, der das Stadtgebiet von Walterhausen überragt. In dieser als "Waltershäuser Flexur" bezeichneten Störung sind die Muschelkalkschichten steilgestellt und als Schichtkamm herausgewittert. Der langgestreckte Muschelkalk-Bergzug ist durch ein Mosaik relativ naturnaher Laubwaldgesellschaften mit viel Totholz sowie angrenzendes artenreiches Grünland (Trespen-Halbtrockenrasen, in feuchteren Talmulden über Glatthafer-Wiese und bodensauren Magerrasen in eine Trollblumen-Schlangenknöterich-Feuchtwiese übergehend) charakterisiert. Ein kleiner, aus mehreren Quellästen gespeister Bach fließt durch den südwestlichen Teil des NSG und ist zu kleinen Teichen, den Kemmnotsteichen, aufgestaut worden.

Das im Landschaftsschutzgebiet "Fahner Höhe" befindliche NSG 42 "Hirschgrund" liegt im Naturraum 3.4 (Fahnersche Höhe). Die Fahner Höhe tritt markant als eine herzynisch gerichtete Aufsattelung innerhalb des Thüringer Beckens hervor, wobei das NSG ein Ausschnitt aus der Nordostabdachung darstellt. Das charakteristische Standorts- und Vegetationsmosaik umfasst genetisch hochwertige Buchenbestände, die einen großen forstwirtschaftlichen Wert als Buchensaatgutbestände repräsentieren.

Im Naturraum 5.1 (Innerthüringer Ackerhügelland) befinden sich die NSG 36, 39, 61, 329, 332, 333 und 379.

Das kleine NSG 36 "Oberhardt" liegt am nördlichsten Ortsrand von Schnepfenthal-Rödichen auf dem nordwestexponierten Hang des "Badewassers" (Reinhardsbrunner Tal). Die "Oberhardt" ist einer der wenigen Restwälder im Gebiet, in denen sich eine naturnahe Waldzusammensetzung erhalten haben. Daraus resultiert die Bedeutung des Gebietes als Referenzobjekt für die forstliche Standortserkundung. Das NSG ist großflächig mit an Trauben-Eiche reichem Hainsimsen-Buchenwald bestockt, der die natürliche Vegetation dieses Gebietes dokumentiert. Erwähnenswert ist ein 22m hohes Exemplar der Täuschenden Mehlbeere, eines Lokalendemiten der Waltershäuser Gegend.

Der "Siebleber Teich" (NSG 39) stellt den Boden eines ehemaligen ausgedehnteren Sees dar, der größtenteils verlandet war. Der für das NSG namensgebende Teich wurde 1717 an Stelle eines etwa 2,3 ha großen Restgewässers künstlich angelegt. Der Teich dient mit seiner Wasserpflanzen- und Verlandungsvegetation sowie den ausgedehnten Schilf-Röhrichten als wertvolles Brutgebiet zahlreicher Sumpf- und Wasservögel. Unter den 175 nachgewiesenen Gefäßpflanzen sind besonders die wertgebenden Arten Natternzunge und Südlicher Wasserschlauch zu nennen. Mit seinen verschiedenen Feuchtbiotopen, die reich an seltenen Pilzen sind, stellt das NSG eine herausragende Lokalität für Vorkommen feuchteliebender Pilze in Thüringen dar.

Das NSG 61 "Apfelstädter Ried" stellt den Rest eines Durchströmungsmoores (Kalkzwischenmoor) dar und ist weitgehend baumfrei. Das Ried wird von wechselfeuchtem Grünland geprägt, wobei artenarme Wirtschaftswiesen im Westteil dominieren. Eine artenreiche Fauna, insbesondere bei Vögeln, Weichtieren und Insekten, sowie seltene Pflanzen (z. B. Natternzunge, Steifblättriges Knabenkraut) kennzeichnen das Gebiet.

Ein Hauptbestandteil des NSG 329 "Unstruttal zwischen Nägelstedt und Großvargula" ist die Unstrut, die hier ein weitgehend natürliches Flussbett besitzt und einer natürlichen Dynamik unterliegt. Der geschützte Abschnitt des Unstruttals ist steil und tief eingeschnitten. Das Durchbruchstal ist durch ein vielfältiges Mosaik wertvoller Trocken- und Feuchtbiotope als Refugium bedrohter Pflanzen und Tiere charakterisiert. Die außerordentlich reiche Biotopausstattung reicht von ehemaligen Weinbergen über Halbtrockenrasen, Gebüsche, Obst- und Kopfweidenbestände bis zu aufgelassenen Kalksteinbrüchen und alten Lehmgruben. Besonders wertvolle Pflanzengesellschaften des NSG sind Brustwurz-Kohldistel-Feuchtwiese, Sumpfstorchschnabel-Mädesüß-Flur und Wiesenknopf-Silau-Feuchtwiese sowie die großflächigen Adonisröschen-Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. Darüber hinaus ist das NSG einer von zwei thüringischen Fundorten des extrem seltenen Pilzes Gelber Schuppenwulstling.

Das NSG 332 "Röhnberg" umfasst vier bewaldete Keuperberge: den Röhnberg, den Kallenberg mit dem Hasenwinkel, den Kaffberg und den Kegel des Gleichenbergs (Wandersleber Gleiche mit der Ruine der Burg Gleichen als regionales Wahrzeichen). Ein Mosaik aus zahlreichen Wald-, Gebüsch- und Offenlandgesellschaften prägt das großenteils bewaldete NSG. Dabei dienen die Laubmischwälder, Streuobstwiesen, Trockenrasen und landesweit bekannten Ruderalfluren sowie die Keuper-"Badlands" als Lebensraum gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Das NSG hat darüber hinaus große Bedeutung für die paläontologische Forschung (obertriassische Tetrapoden, Belemniten des Oberen Lias) und geologische Lehre (Steinmergelkeuper, Rät).

Das NSG 333 "Schlossleite" ist in Nordwest-Südost-Ausdehnung ein herzynisch streichender Bergrücken. Auf seinem nordwestlichen Ende steht hoch über dem Ort Mühlberg die Ruine der Mühlburg. Die Schlossleite ist großenteils bewaldet, darunter sind auch Reste ehemaliger Nieder- und Mittelwaldwirtschaft. Am steilen, terrassenartigen Nordhang und auf dessen vorgelagerten kleinen Hügeln stockt durchgängig totholzreicher Eschen-Ahorn-Schlucht- und -Schatthangwald. Im Frühjahr blühen darin großflächig die Märzenbecher. Auf dem Grat und am oberen Südhang (besonders der westlichen Seite) ist unterschiedlich strukturierter Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwald ausgebildet. Das Offenland wird v. a. von einem Komplex aus kontinental getönten Xerothermrasen und -gebüschen sowie Streuobstwiesen geprägt, so am Südhang mit zahlreichen bestandsgefährdeten Arten. Zum NSG gehört auch ein Teil der im Nordosten anschließenden feuchten Auslaugungssenke des Gleichentals (Mühlberger Senke), wo sich zwei ausgedehnte ehemalige Kalkniedermoor-Torfstiche mit offenen Wasserflächen und typischer Feuchtgebietsflora und -fauna befinden. Das individuenreiche Vorkommen der Helm-Azurjungfer ist überregional bedeutsam.

Eine geologische Besonderheit sowie einen sehr abwechslungsreichen Lebensraumkomplex mit hohem Artenreichtum und vielen bestandsbedrohten Arten stellt das NSG 379 "Seeberg" dar. Großer und Kleiner Seeberg bilden einen geschlossenen Höhenzug, der das umliegende flachwellige Hügelland um bis zu 130 m überragt. Das NSG weist auf Grund seiner vielfältigen Geologie, Morphologie und Größe ein breites Biotopspektrum auf. Zu den wertvollsten Bereichen gehören die Trocken- und Halbtrockenrasen, die deshalb auch bereits 1941 im Teilgebiet "Heilige Lehne" als NSG "Steppenheide am Großen Seeberg" unter Schutz gestellt wurden. Sehr beachtlich ist sowohl der historische als auch der aktuelle floristische Reichtum im Gebiet mit zahlreichen wertgebenden Arten, wie beispielsweise Herbst-Wendelorchis, Weiße Braunelle oder Venuskamm. Die Tierwelt ist ebenfalls reich an bemerkenswerten Arten, so unter den Vögeln, Lurchen und Kriechtieren, Weichtieren, Insekten und Spinnen.
 
Naturparke

Der Naturpark Thüringer Wald umfasst mit einer Fläche von 2.069 km² den Thüringer Wald, das westliche Thüringer Schiefergebirge und Teile des Gebirgsvorlandes. Der südliche Teil des Landkreises Gotha liegt im Naturpark Thüringer Wald.
 
Landschaftsschutzgebiete (Stand: 03/2018)

Im Landkreis Gotha sind zur Zeit vier LSG ausgewiesen. Das LSG "Thüringer Wald" hat den Charakter eines großräumigen Fremdenverkehrsgebietes.

Die Fahnersche Höhe ist ein potentielles Fremdenverkehrsgebiet, das bisher vorrangig der Naherholung diente, zukünftig aber schrittweise für die längerfristige Erholung mit Einbindung von Kultur- und Gesundheitstourismus entwickelt werden soll.

Das Burgenland "Drei Gleichen" ist ein weiteres, besonders verkehrsgünstig liegendes potentielles Fremdenverkehrsgebiet. Hier soll sich die naturnahe und zu entwickelnde kurz- und längerfristige touristische Nutzung sowohl an dem Erhalt als auch an der kulturhistorischen Vielfalt dieses ältesten Siedlungsraumes Thüringens orientieren.

NummerNameGröße (ha)
19Unstruttal zwischen Nägelstedt und Großvargula140
20Fahner Höhe4.751
26Drei Gleichen1.734
62Thüringer Wald144.337



Karte:

Schutzgebiete
(JPG-Datei)

 
Geschützte Landschaftsbestandteile,
Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale *

Im Landkreises Gotha gab es zum 15.12.2004 insgesamt 53 geschützte Landschaftsbestandteile, Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale.

* Von den Naturdenkmalen wurden erfasst: flächige Naturdenkmale sowie Naturdenkmale geologischer und hydrologischer Art.
 
Natura-2000-Gebiete

Das europäische ökologische Schutzgebietsnetz Natura 2000 umfasst Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete einschließlich FFH-Objekte) und Europäische Vogelschutzgebiete.

Die FFH-Gebiete bilden ein europaweites Netz besonderer Schutzgebiete, das der Erhaltung schutzwürdiger Lebensräume sowie ausgewählter Tier- und Pflanzenarten dient. Die Europäischen Vogelschutzgebiete werden für bestimmte Brutvogelarten und für Rast- und Überwinterungsplätze von Zugvögeln ausgewiesen.

Rechtliche Grundlage

Thüringen hat seine Meldung von FFH-Gebieten an die EU-Kommission abgeschlossen. Neben den 212 FFH-Gebieten wurden auch 47 punktförmige FFH-Objekte für den Fledermausschutz gemeldet. Hierbei handelt es sich insbesondere um Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen. Diese sind im Sinne der FFH-Richtlinie FFH-Gebiete und wurden z. T. zu Objektgruppen zusammengefasst. Außerdem gibt es in Thüringen 44 Vogelschutzgebiete.

Der Landkreis Gotha hat Anteil an folgenden FFH-Gebieten:
 
FFH-Gebiete (Stand: 05/2004)

Nummer Name Größe (ha)
... ... ...

 
Europäische Vogelschutzgebiete (Stand: 04/2007)

Nummer Name Größe Landkreis/
kreisfreie Stadt
Kurzcharakteristik
16Ackerhügelland westlich Erfurt mit Fahnerscher Höhe12.052 haErfurt, Gotha, Sömmerda, WartburgkreisAltholzreiche Laubwaldgebiete auf Kuppen und Höhenrücken bilden im Zusammenhang mit locker bebuschten Halbtrockenrasen, dem Grünland der Nesseaue und Feuchtbiotopen am Speicher Dachwig ein bedeutendes Refugium für Brut- und Rastvögel.
24Thüringer Wald zwischen Ruhla und Großer Inselsberg2.210 haGotha, Schmalkalden-Meiningen, Wartburgkreischarakteristischer Ausschnitt des Thüringer Waldes hinsichtlich montaner Buchenwälder, Nadel-Laubmischwaldbereiche und naturnaher Fließgewässer als bedeutendes Refugium für Schwarzstorch, Schwarz- und Grauspecht, Rauhfuß- und Sperlingskauz
25Mittlerer Thüringer Wald westlich Oberhof1.037 haGotha, Schmalkalden-Meiningenrepräsentative Vorkommen von Hochmooren, Fichten-Moorwäldern, montanen bodensauren Fichtenwäldern, Berg-Mähwiesen und Borstgrasrasen, Silikatgesteinsbiotopen und kleineren Bergbächen, Habitate für bemerkenswerte Arten, z. B. Wanderfalke
29Ohrdrufer Muschelkalkplatte und Apfelstädtaue10.397 haGotha, Ilm-KreisGebiet bildet mit den größten Halbtrockenrasen in Thüringen, den totholzreichen Laubmischwäldern und Kalkfels-Biotopen, dem großflächig extensiv beweideten Grünland und der naturnahen Flussaue ein einzigartiges Refugium für bedrohte Brutvögel.


Karte:

Gebiete des Natura-2000-Netzes
(PDF-Datei)