Umwelt regional
 
Landkreis Gotha - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 135.430 Einwohnern (12/2016) ist der Landkreis Gotha der bevölkerungsreichste Landkreis Thüringens und hat einen Anteil von 6,3 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte des Landkreises Gotha liegt mit 145 EW/km² über dem Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 200 EW/km²) nur die Städte Gotha, Friedrichroda und Waltershausen hervor. Achsen hoher Bevölkerungskonzentration folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Erfurt-Eisenach sowie der Autobahn A 4 von Neudietendorf über Gotha nach Waltershausen, und andererseits der Bundesstraße B 247 von Bufleben über Gotha nach Ohrdruf.

Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) kennzeichnet das an der Peripherie von Erfurt verbliebene ländliche Gebiet ab Gamstädt über Molschleben bis nach Ballstädt und Brühheim nördlich von Gotha sowie den südöstlichen Teil des Landkreises zwischen Wölfis und Gräfenhain.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Landkreises Gotha

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Landkreis Gotha mit 23.075 Einwohnern bzw. 14,6 % (Thüringen 19,2 %) einen unterschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 20 %) gab es in Friedrichswerth, Wölfis, Luisenthal, Waltershausen, Gotha und Hochheim.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 10 %) gab es in Bienstädt, Westhausen, Goldbach, Remstädt, Haina, Günthersleben-Wechmar und Tüttleben.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung wurde in den Jahren 1989 bis 2016 durch den deutlich negativen natürlichen Saldo geprägt. Nur die Gemeinden Westhausen, Haina, Dachwig, Bienstädt und Eschenbergen hatten positive Salden zu verzeichnen.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 4,2 pro 1000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre zeigt mit -1,4 eine vergleichsweise geringe Abwanderung an (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von -5,7 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2016 waren Friedrichswerth, Nottleben und Luisenthal durch eine besonders starke Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten Tüttleben, Bienstädt und Döllstädt. Von den 47 Gemeinden des Landkreises hatten 24 einen Wanderungsverlust und 23 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Landkreis Gotha wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Landkreis
Gotha
Thüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,55,17,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,17,511,77,3
15 bis unter 65 Jahre67,863,067,362,8
65 Jahre und älter13,524,413,324,8

Damit lag im Landkreis Gotha der Anteil von Altersrentnern, der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter ziemlich nahe am Landesdurchschnitt.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Landkreis Gotha mit 38,7 % leicht unter dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 20,0 % leicht über dem Thüringer Mittel (19,7 %).