Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 138.857 Einwohnern (12/2009) ist der Landkreis Gotha der bevölkerungsreichste Landkreis Thüringens und hat einen Anteil von 6,2 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte des Landkreises Gotha liegt mit 148 EW/km² über dem Landesdurchschnitt von 139 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) das nahezu zusammenhängende Gebiet der Städte Gotha, Waltershausen und Friedrichroda sowie die Gemeinde Neudietendorf an der Peripherie von Erfurt hervor. Achsen hoher Bevölkerungskonzentration folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Erfurt-Eisenach sowie der Autobahn A 4 von Neudietendorf über Gotha nach Waltershausen, und andererseits der Bundesstraße B 247 von Bufleben über Gotha nach Ohrdruf.

Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) kennzeichnet das an der Peripherie von Erfurt verbliebene ländliche Gebiet ab Gamstädt über Molschleben bis nach Ballstädt und Brühheim nördlich von Gotha sowie den südöstlichen Teil des Landkreises zwischen Mühlberg und Luisenthal.



Karte:
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
1989 und 2009
(JPG-Datei)





 
Städte und Gemeinden des Landkreises Gotha


Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/09 männlich weiblich
... ... ... ... ... ...
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2009 hatte der Landkreis Gotha einen für Thüringen unterdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang. Er betrug 19.648 Einwohner oder 12,4 % (Thüringen 15,8 %). Dieser Rückgang konzentrierte sich deutlich auf die Städte Gotha (12.062 Einwohner), Waltershausen (3.219 Einwohner) und Friedrichroda (1.188 Einwohner).

Verhältnismäßig große Zunahmen der Bevölkerungszahl gab es in Bienstädt, Goldbach, Aspach, Haina, Westhausen, Remstädt, Zimmernsupra, Günthersleben-Wechmar und Eschenbergen.


Stadt/GemeindeBevölkerungEntwicklung
12/8912/09absolut[ %]
...............
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)




Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2009

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung wurde in den Jahren 1989 bis 2009 durch den deutlich negativen natürlichen Saldo geprägt. Nur die Gemeinden Dachwig (31 Einwohner), Haina (22 Einwohner), Metebach (9 Einwohner), Bienstädt (8 Einwohner), Westhausen (5 Einwohner) und Zimmernsupra (4 Einwohner) hatten positive Salden zu verzeichnen.

2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 4,8 pro 1000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Bis 1993 war eine starke Negativentwicklung zu verzeichnen. Seitdem entwickelt sich der Wert wieder aufwärts und stagniert seit 1999.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)





 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre zeigt mit -2,3 eine vergleichsweise geringe Abwanderung an (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). 2009 war im Landkreis ein Wert von -3,7 zu verzeichnen.

Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2009 waren Friedrichswerth (-26,6 %), Teutleben (-15,0 %) und Weingarten (-14,3 %) durch eine besonders starke Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten Bienstädt (88,0 %), Tüttleben (82,1 %), Aspach (38,5 %), Döllstädt (31,6 %), Goldbach (30,2 %) und Remstädt (26,0 %).


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 im Landkreis Gotha wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Landkreis Gotha Thüringen
12/89 12/09 12/89 12/09
0 bis unter 6 Jahre 7,5 4,6 7,7 4,5
6 bis unter 15 Jahre 11,1 7,0 11,7 6,4
15 bis unter 65 Jahre 67,8 65,5 67,3 66,0
65 Jahre und älter 13,5 22,9 13,3 23,0

Damit lag im Landkreis Gotha der Anteil von Altersrentnern, der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter ziemlich nahe am Landesdurchschnitt.

Landkreis Gotha Thüringen
Was versteht man unter Jugendquotient und Altenquotient ?

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2009 lag der Altenquotient im Landkreis Gotha mit 35,0 % im Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 17,6 % leicht über dem Thüringer Mittel (16,5 %).