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Straßenverkehr
Der Landkreis Greiz verfügt über eine sehr gute Anbindung an das Autobahnnetz. Der nördliche Teil wird von der A 4 (Hessen-Thüringen-Sachsen) mit den Anschlussstellen Rüdersdorf und Ronneburg durchquert, wobei auch die Anschlussstellen Gera und Gera-Leumnitz (im Territorium der Stadt Gera) für die Verkehrsanbindung des Landkreises Bedeutung haben und eine weitere Anschlussstelle Gera-Bieblach geplant ist. Die A 9 (Berlin-Nürnberg-München) streift den westlichen Teil des Kreisgebietes und ist über die Anschlussstellen Hermsdorf-Süd (Saale-Holzland-Kreis) sowie Triptis und Dittersdorf (Saale-Orla-Kreis) gut zu erreichen. Bei Neuensorga soll eine neue AS Münchenbernsdorf entstehen. Auf sächsischem Gebiet verläuft durch den Vogtlandkreis die A 72 (Chemnitz-Hof), deren Anschlussstelle Reichenbach nur 15 km von Greiz entfernt ist. Das Netz der überregionalen Straßenverbindungen wird repräsentiert durch die B 2 Leipzig-Zeitz-Gera (über Osttangente und Neubautrasse südlich Gera)-Großebersdorf-Mittelpöllnitz-(B 281)-Pößneck-Saalfeld, die B 7 Jena-Eisenberg-Gera-Ronneburg-Schmölln-Altenburg (Ortsumgehung Bad Köstritz vorgesehen), die B 92 Gera-Weida-Greiz-Plauen (Ortsumgehung Greiz vorgesehen), die B 94 Schleiz-Zeulenroda-Greiz-Reichenbach (Ausbaustrecke) und die B 175 Großebersdorf-Weida-Seelingstädt-Werdau (Ausbaustrecke, Teilortsumgehung Weida abgeschlossen, vollständige Ortsumgehung Frießnitz und Burkersdorf vorgesehen). Eine regional bedeutsame Straßenverbindung des Hauptnetzes ist die L 1086 Greiz-Mohlsdorf-Werdau. Im regionalen Ergänzungsnetz sind die B 2 Mittelpöllnitz-Auma-Oettersdorf, L 1073 Großebersdorf-AS Münchenbernsdorf, L 1083 Hohenölsen-Hohenleuben-Triebes-Zeulenroda (Ausbaustrecke), L 1087 Auma-Zeulenroda-Pausa und L 1362 AS Gera-Leumnitz-Großenstein-Lumpzig-Altenburg bedeutsam. Wichtige kleinräumige Straßenverbindungen sind die L 1075 Bad Köstritz-Bad Klosterlausnitz, die L 1076 Gera-Saara-AS Hermsdorf-Süd-Stadtroda, die L 1081 Giebelroth-Pölzig-Sachsen-roda und Großenstein-Ronneburg-Seelingstädt, die L 1082 / L 2330 Gera-Liebschwitz-Wünschendorf/Elster-Weida, die L 1084 Mehla-Langenwetzendorf-Naitschau, die L 1085 Langenwetzendorf-Daßlitz-Neumühle-Teichwolframsdorf-Langenbernsdorf, die L 1362 AS Gera-Leumnitz-Großenstein-Lumpzig-Altenburg, die L 2321 Gera-Liebschwitz-Linda-Rückersdorf, die L 2331 Weida-Staitz-Auma, die L 2337 Seelingstädt-Trünzig-Teichwolframsdorf und die K 27 Bocka-Ortslage Münchenbernsdorf-AS Münchenbernsdorf. Straßendichte Die Straßendichte im Landkreis Greiz liegt über dem Landesdurchschnitt. Nachfolgendes Diagramm sowie die Tabelle im Statistischen Anhang geben Auskunft über den Anteil der verschiedenen Straßenkategorien des überörtlichen Verkehrs im Thüringen-Vergleich (Stand: März 2008).
Verkehrsinfrastruktur stellt stets eine Beeinflussung der Umwelt dar. Von Straßen gehen Lärm- und Schadstoffemissionen aus. Großflächig unzerschnittene Landschaften werden fragmentiert, der Lebensraum von Tieren eingeengt. Der Erholungswert für den Menschen lässt nach. Die Veröffentlichung der TLUG "Steckbriefe der unzerschnittenen verkehrsarmen Räume Thüringens" befasst sich mit der Zerschneidungsproblematik. Die 30 größten noch unzerschnittenen Räume werden ausführlich vorgestellt. Kfz-Bestand per 31.12.2006
Zum 31.12.2006 gab es im Landkreis Greiz 85.230 Kraftfahrzeuge. Davon waren 70.413 (83 %) PKW. Der Bestand an PKW lag mit 616 je 1.000 Einwohner deutlich über dem Landesdurchschnitt von 565. Entwicklung der PKW-Dichte pro 1.000 Einwohner 1994 bis 2006 Bei der Entwicklung der PKW-Dichte je 1.000 Einwohner hatte Landkreis Greiz von 1994 bis 2006 mit 30,7 % einen Zuwachs, der deutlich über dem Durchschnitt von Thüringen mit 24,9 % lag.
Geringe PKW-Dichten sind vorwiegend in den Städten Ronneburg, Weida, Zeulenroda-Triebes und Greiz zu erkennen. Die meisten Gemeinden sind durch eine höhere PKW-Dichte gekennzeichnet, was einem Trend im gesamten Süden und Südosten Thüringens entspricht. Mit 616 PKW je 1.000 Einwohner liegt der Landkreis stark über dem Thüringer Durchschnitt (565 PKW/TEW).
Schienenverkehr Durch den Landkreis Greiz verläuft die großräumige Fernverkehrsverbindung Aachen-Köln-Kassel-Erfurt-Chemnitz ("Mitte-Deutschland-Schienenverbindung" im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit). Die Teilstrecke Weimar-Jena-Gera-Gößnitz-Glauchau ist überwiegend eingleisig und nur zwischen Gößnitz und Glauchau elektrifiziert. Ihr Ausbau erfolgt abschnittsweise entsprechend der Bedarfssituation (zeitlich vorrangig ist Weimar-Jena-Gera). Der einzige Haltepunkt für den Regionalexpress im Landkreis befindet sich in Ronneburg, Interregioverkehr gibt es seit 2001 nicht mehr. Überregionale Fernverkehrsverbindungen sind die Strecken Leipzig-Zeitz-Gera-Weida-Saalfeld, Gera-Greiz-Plauen/unt. Bf.-Weischlitz, Weida-Zeulenroda-Mehltheuer(-Hof) und Wünschendorf-Seelingstädt-Werdau (Personenverkehr 1999 eingestellt). Eine regionale Nebenbahnverbindung war die touristisch interessante Strecke Triptis-Auma-Ziegenrück-Bad Lobenstein. Mit dem Sommerfahrtenplan 1998 wurde jedoch der Personenverkehr zwischen Triptis und Unterlemnitz eingestellt. Zu erhaltende Bahnstrecken ohne Personenverkehr sind Greiz-Neumark (Personenverkehr 1997 eingestellt) sowie die Industriebahnen Ronneburg-Seelingstädt (bergbauliche Sanierung), Raitzhain-Großenstein-Starkenberg (Rohstofftransporte), Niederpöllnitz-Tanklager Lederhose und Zeulenroda/unt. Bf. - ob. Bf. Luftverkehr Aus dem Landkreis Greiz sind infolge der guten Autobahnanbindung die internationalen Flughäfen Erfurt, Leipzig/Halle und Dresden innerhalb von 60-120 Minuten zu erreichen Für den Geschäfts- und Individualflugverkehr steht der Verkehrslandeplatz Gera-Leumnitz in unmittelbarer Nähe der gleichnamigen Anschlussstelle der A 4 zur Verfügung. Mit der Vollendung der Südosttangente in der Stadt Gera bis 2001 verbessert sich seine Erreichbarkeit aus dem südlichen Teil des Landkreises. | ||||||||||||||||||||||