Umwelt regional
 
Landkreis Greiz - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 99.717 (12/2016) hat der Landkreis Greiz einen Anteil von 4,6 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte liegt im Landkreis Greiz mit 118 EW/km² etwas unter dem Landesdurchschnitt von 133 EW/km².

Im Landkreis Greiz treten als Gebiete höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) nur die Städte Greiz und Ronneburg hervor. Eine ausgeprägte Achse höherer Bevölkerungskonzentration verläuft von Zeulenroda-Triebes, Hohenleuben, Weida und Wünschendorf/Elster zur Peripherie von Gera.

Im Umland von Gera ist die Bevölkerungsdichte nur in den Bereichen bedeutender Siedlungs- und Verkehrsachsen (Bad Köstritz, Ronneburg, Wünschendorf/Elster) erhöht. Zusammenhängende dünn besiedelte Räume mit generell unter 75 EW/km² umfassen das Gebiet der Gemeinde Harth-Pöllnitz und die südlich angrenzende Region um die Weidatalsperre.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2016
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Landkreises Greiz

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/16 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte der Landkreis Greiz mit 36.510 Einwohnern bzw. 26,8 % (Thüringen 19,2 %) einen überdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 25 %) gab es in Greiz, Kühdorf, Ronneburg, Seelingstädt, Berga/Elster, Zeulenroda-Triebes, Auma-Weidatal und Hohenleuben.

Nennenswerte Bevölkerungszunahmen (über 10 %) gab es in Brahmenau, Bocka, Zedlitz, Hundhaupten und Teichwitz.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/16 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Greiz wurde in den Jahren 1989 bis 2016 fast flächendeckend durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde nur in Hundhaupten und Teichwitz registriert.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 8,0 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -5,1 unter dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -3,3). 2016 war im Landkreis ein Wert von -5,8 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2016 waren Seelingstädt, Greiz, und Hohenleuben durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Deutliche Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten Bocka, Brahmenau und Zedlitz. Von den 46 Gemeinden des Landkreises hatten 33 einen Wanderungsverlust und 13 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 im Landkreis Greiz wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Landkreis
Greiz
Thüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,24,57,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,26,911,77,3
15 bis unter 65 Jahre66,260,767,362,8
65 Jahre und älter15,527,913,324,8

Damit lag im Landkreis Greiz der Anteil von Altersrentnern erheblich über dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter unterdurchschnittlich war.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient im Landkreis Greiz mit 46,0 % deutlich über dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 18,8 % unter dem Thüringer Mittel (19,7 %).