Bei einer Gesamtbodenfläche von 15.192 ha verteilten sich die Nutzungsarten in Gera wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Kreisfreie Stadt Gera |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 17,9 | 22,5 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 61,1 | 57,8 | 54,4 |
| Wald | 17,5 | 17,5 | 31,9 |
| Wasser | 0,8 | 0,8 | 1,2 |
| Sonstige | 2,7 | 1,3 | 3,2 |
Der für eine kreisfreie Stadt hohe Anteil landwirtschaftlicher Nutzung konzentriert sich stark auf die Territorien der 1994 eingemeindeten Orte, vor allem im nördlichen und nordöstlichen Teil, die zum Ackerhügelland des Altenburger Lössgebietes gehören.
Die Waldfläche wird vorrangig durch den Geraer Stadtwald im westlichen Teil des Stadtgebietes gebildet. Der östliche Elstertalhang ist nahezu ausschließlich im Bereich von Seitentälern bewaldet (Wipsetal mit Zoitzberg, Gessental mit Lasur, Stockgraben bei Langenberg). Im Nordwesten gehört ein kleiner Teil des Zeitzer Forstes (ehem. Truppenübungsplatz) zu Gera.
Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf die Kernstadt, wobei die größte zusammenhängende Verkehrsfläche durch die Bahnanlagen des Hauptbahnhofes und des nördlich anschließenden Güterbahnhofes gebildet wird.
Der Anteil der Wasserflächen ist geringer als im Landesdurchschnitt, da es neben den Fließgewässern nur wenige, kleinflächige Standgewässer (ehemalige Kies- und Tongruben um Aga, heute zum Teil mit Erholungsnutzung, landwirtschaftlicher Wasserspeicher Kleinfalke) gibt.
Die sonstigen Flächen sind in Gera überwiegend vom Bergbau beanspruchte Flächen (kleinere Wismut-Betriebsflächen bei Naulitz und Poris-Lengefeld, Abbau von Dolomit in Leumnitz, von Ton und Kiessanden in Aga). Infolge Sanierung und Wiedernutzbarmachung ist dieser Anteil stark rückläufig.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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