Umwelt regional
 
Stadt Gera - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 94.750 Einwohnern (12/2016) ist Gera die drittgrößte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 4,4 % an der Landesbevölkerung. 2007 hatte die Stadt erstmals weniger Einwohner als Jena. Die Bevölkerungsdichte ist in Gera mit 623 EW/km² deutlich niedriger als in den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Jena.

Die Bevölkerungsdichte von Gera betrug 1989 1.703 EW/km². Sie ging wie in allen kreisfreien Städten durch die Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform von 1994 deutlich zurück. Eingemeindet wurden zwei Kategorien von Gemeinden:
  • Verdichtete Gebiete (75-150 EW/km²): Aga, Cretzschwitz, Hain, Röpsen, Thränitz, Trebnitz;
  • Ländliche Gebiete (< 75 EW/km²): Falka, Hermsdorf, Roben, Söllmnitz, Weißig.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 2017
(JPG-Datei)


 
Bevölkerung in den Ortsteilen

OrtsteilBevölkerung 12/97Bevölkerung 12/17
Bieblach-Ost10.2515.051
Bieblach/Tinz10.0796.869
Debschwitz9.13710.327
Gera-Nord/Langenberg8.5327.635
Gera-Ost13.20814.573
Gera-Westvororte3.0933.292
Lusan-Brüte15.9667.961
Lusan-Laune11.3348.395
Lusan-Zentrum8.5285.571
Stadtmitte16.12216.889
Untermhaus2.3152.543
Zwötzen/Liebschwitz7.9447.077

 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte Gera mit 42.698 Einwohnern bzw. 31,1 % (Thüringen 19,2 %) einen stark überdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Diese Abnahme betraf hauptsächlich die Plattenbausiedlungen Bieblach und Lusan.


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1997 bis 2017
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Gera wurde in den Jahren 1989 bis 2016 durch einen stark negativen natürlichen Saldo geprägt.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,8 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -7,7 deutlich im unteren Bereich (Durchschnitt aller Landkreise: -3,4). Nur Suhl war von einer stärkeren Abwanderung betroffen. 2015 war in Gera ein Wert von +24,4 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 in Gera wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
GeraThüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre7,94,97,75,1
6 bis unter 15 Jahre12,06,611,77,3
15 bis unter 65 Jahre67,760,567,362,8
65 Jahre und älter12,428,013,324,8

Damit lag in Gera der Anteil von Altersrentnern deutlich über, der von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter unter dem Landesdurchschnitt.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Gera mit 46,4 % erheblich über dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 19,0 % leicht unter dem Thüringer Mittel (19,7 %).