Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 98.762 Einwohnern (12/2011) ist Gera die drittgrößte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 4,4 % an der Landesbevölkerung. 2007 hatte die Stadt erstmals weniger Einwohner als Jena. Die Bevölkerungsdichte ist in Gera mit 650 EW/km² ähnlich hoch wie in den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Jena.

Die Bevölkerungsdichte von Gera betrug 1989 1.703 EW/km². Sie ging wie in allen kreisfreien Städten durch die Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform von 1994 deutlich zurück. Eingemeindet wurden zwei Kategorien von Gemeinden

  • Verdichtete Gebiete (75-150 EW/km²): Aga, Cretzschwitz, Hain, Röpsen, Thränitz, Trebnitz;
  • Ländliche Gebiete (< 75 EW/km²): Falka, Hermsdorf, Roben, Söllmnitz, Weißig.


Karte:
Einwohnerzahl
und Bevölkerungsdichte 2011
(JPG-Datei)




 
Bevölkerung in den Ortsteilen

OrtsteilBevölkerung 12/97Bevölkerung 12/11
Bieblach-Ost 10.251 5.067
Bieblach/Tinz 10.079 7.299
Debschwitz 9.137 10.022
Gera-Nord/Langenberg 8.532 7.989
Gera-Ost 13.208 14.409
Gera-Westvororte 3.093 3.523
Lusan-Brüte 15.966 8.617
Lusan-Laune 11.334 8.206
Lusan-Zentrum 8.528 5.413
Stadtmitte 16.122 15.736
Untermhaus 2.315 2.525
Zwötzen/Liebschwitz 7.944 7.488


 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2011 hatte Gera mit 38.686 Einwohnern bzw. 28,1 % (Thüringen 16,9 %) den zweithöchsten Bevölkerungsrückgang aller Kreise und kreisfreien Städte zu verzeichnen. Diese Abnahme betraf hauptsächlich die Plattenbausiedlungen Bieblach und Lusan.


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1997 bis 2011
(JPG-Datei)



Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2011

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Gera wurde in den Jahren 1989 bis 2011 durch einen stark negativen natürlichen Saldo geprägt.

2011 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 6,0 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,3). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2011
(JPG-Datei)

methodische Hinweise

 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -10,3 deutlich im unteren Bereich (Durchschnitt aller Landkreise: -4,5). Nur Suhl war von einer stärkeren Abwanderung betroffen. 2011 war in Gera ein Wert von +0,9 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2011 in Gera wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Gera Thüringen
12/89 12/11 12/89 12/11
0 bis unter 6 Jahre 7,9 4,2 7,7 4,6
6 bis unter 15 Jahre 12,0 5,8 11,7 6,7
15 bis unter 65 Jahre 67,7 64,0 67,3 65,5
65 Jahre und älter 12,4 25,9 13,3 23,1

Damit lag in Gera der Anteil von Altersrentnern deutlich über, der von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter unter dem Landesdurchschnitt.

Erläuterungen zu Jugend- und Altenquotient

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2011 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Gera mit 40,5 % erheblich über dem Landesdurchschnitt (35,3 %). Der Jugendquotient lag mit 15,7 % unter dem Thüringer Mittel (17,3 %).


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