Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 99.987 Einwohnern (12/2009) ist Gera die drittgrößte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 4,4 % an der Landesbevölkerung. 2007 hatte die Stadt erstmals weniger Einwohner als Jena. Die Bevölkerungsdichte ist in Gera mit 658 EW/km² ähnlich hoch wie in den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Jena.

Die Bevölkerungsdichte von Gera betrug 1989 1.703 EW/km². Sie ging wie in allen kreisfreien Städten durch die Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform von 1994 deutlich zurück. Eingemeindet wurden zwei Kategorien von Gemeinden

  • Verdichtete Gebiete (75-150 EW/km²): Aga, Cretzschwitz, Hain, Röpsen, Thränitz, Trebnitz;
  • Ländliche Gebiete (< 75 EW/km²): Falka, Hermsdorf, Roben, Söllmnitz, Weißig.


Karte:
Einwohnerzahl
und Bevölkerungsdichte 2009
(JPG-Datei)




 
Bevölkerung in den Ortsteilen



 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2009 hatte die kreisfreie Stadt Gera einen Bevölkerungsrückgang von -37.461 Einwohnern. Mit 27,3 % war eine deutlich stärkere Abnahme der Bevölkerung als im Thüringer Durchschnitt (-15,8 %) zu verzeichnen. Diese Abnahme betraf hauptsächlich die Plattenbausiedlungen Bieblach und Lusan. Der prozentuale Rückgang war der zweithöchste aller Kreise und kreisfreien Städte nach Suhl.

OrtsteilBevölkerung 12/97Bevölkerung 12/09
Bieblach-Ost10.2515.376
Bieblach/Tinz10.0797.509
Debschwitz9.13710.112
Gera-Nord/Langenberg8.5328.154
Gera-Ost13.20814.434
Gera-Westvororte3.0933.492
Lusan-Brüte15.9668.951
Lusan-Laune11.3348.340
Lusan-Zentrum8.5285.564
Stadtmitte16.12215.517
Untermhaus2.3152.571
Zwötzen/Liebschwitz7.9447.598

Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1994 bis 2009
(JPG-Datei)



Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2009

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Gera wurde in den Jahren 1989 bis 2009 durch einen stark negativen natürlichen Saldo (- 11.756 Einwohner oder 8,6 %) geprägt.

2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 5,2 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Bis 1993 war eine starke Negativentwicklung zu verzeichnen. Bis zum Jahr 2000 entwickelte sich der Wert wieder langsam aufwärts. Seitdem ist eine erneute leicht negative Entwicklung zu verzeichnen.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)





 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -11,3 deutlich im unteren Bereich (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). Nur Suhl war von einer stärkeren Abwanderung betroffen. 2009 war in Gera ein Wert von -1,4 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 in Gera wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Gera Thüringen
12/89 12/09 12/89 12/09
0 bis unter 6 Jahre 7,9 4,1 7,7 4,5
6 bis unter 15 Jahre 12 5,5 11,7 6,4
15 bis unter 65 Jahre 67,7 64,8 67,3 66,0
65 Jahre und älter 12,4 25,6 13,3 23,0

Damit lag in Gera der Anteil von Altersrentnern deutlich über, der von Kindern und Personen im erwerbsfähigen Alter unter dem Landesdurchschnitt.

Kreisfreie Stadt Gera Thüringen
Was versteht man unter Jugendquotient und Altenquotient ?

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2009 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Gera mit 39,6 % erheblich über dem Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 14,8 % unter dem Thüringer Mittel (16,5 %).