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Die kreisfreie Stadt Erfurt gehört zur Planungsregion Mittelthüringen. Im Norden grenzt an sie der Landkreis Sömmerda, im Westen der Landkreis Gotha, im Süden der Ilm-Kreis und im Osten der Landkreis Weimarer Land.
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Die Geländehöhen im Stadtgebiet von Erfurt betragen zwischen 166 m an der Gera bei Kühnhausen und 438 m an der Straße nach Klettbach oberhalb der Anschlussstelle Erfurt-Ost der A 4. Markante Höhenpunkte sind:
| Haarberg |
413 m |
| Zeisigberg |
403 m |
| Buchenberg |
391 m |
| Stunzelberg (südlich des Steigerwaldes) |
348 m |
| Katzenburg bei
Melchendorf |
342 m |
| Alacher Höhe |
329 m |
| Rosenberg bei
Bindersleben |
321 m |
| Herrnberg westlich der Peterbornsiedlung |
290 m |
| Höhberg bei Marbach |
290 m |
| Windenberg bei Bischleben |
249 m |
| Schmidtstedter Berg |
238 m |
| Roter Berg am Zoopark
Erfurt |
234 m |
| Schwellenburg bei
Kühnhausen |
227 m |
| Galgenhügel bei Schwerborn |
222 m |
| Kleiner Roter Berg bei Gispersleben |
197 m |
| Muschelkalk-Platten und -Bergländer |
Ilm-Saale-Ohrdrufer Platte |
| Melchendorf, Egstedt, Windischholzhausen, Niedernissa |
| Ackerhügelländer |
Innerthüringer Ackerhügelland |
| Überwiegender Teil des Stadtterritoriums |
| Auen und Niederungen |
Helme-Unstrut-Niederung |
| Kühnhausen, Mittelhausen |
Das natürliche Relief ist im Stadtgebiet von der Talsenke der Gera geprägt, die nur im südwest-lichen Teil, zwischen Möbisburg und Hochheim, im Oberen Muschelkalk mit 30-50 m gegenüber den Talkanten stärker eingetieft ist. Das Stadtzentrum liegt bereits in einer etwa 5 km breiten Talaue (170-200 m NN) und wird am linken Talrand von einem Hochplateau bei Bindersleben und Alach (300-330 m NN) mit dem Seitental des Eselsgrabens flankiert, während ein rechter Talrand bei Kerspleben und Schwerborn (220-230 m NN) kaum ausgeprägt ist. Im Norden tritt bei Tiefthal der linke Talrand noch weiter zurück, und die Talaue der Gera geht in die besonders reliefarme Unstrut-Helme-Niederung über.
Der südliche Teil des Stadtgebietes ist stärker durch die Schichtstufenlandschaft des Thüringer Beckens gekennzeichnet. Vom Zentrum aus steigt das Gelände bis zum Südrand des Steigerwaldes auf über 350 m an, und im Südosten (Haarberg, Anschlussstelle Erfurt-Ost der A 4) werden auf der relativ markanten, bewaldeten Schichtstufe des Oberen Muschelkalkes 400 m
überschritten.
Bei einer Gesamtbodenfläche von 26.914 ha verteilten sich die Nutzungsarten in Erfurtwie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Kreisfreie Stadt Erfurt |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 19,7 | 25,8 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 65,8 | 61,2 | 54,4 |
| Wald | 8,4 | 7,2 | 31,9 |
| Wasser | 1,4 | 1,4 | 1,2 |
| Sonstige | 4,7 | 4,3 | 3,2 |
Der für eine kreisfreie Stadt hohe Anteil landwirtschaftlicher Nutzung konzentriert sich stark auf die Territorien der 1994 eingemeindeten Orte, vor allem westlich und östlich der Kernstadt, die zu der Agrarlandschaft des zentralen Thüringer Beckens gehören.
Die Waldfläche wird vorrangig durch den Steigerwald südlich des Stadtkerns und die Bewaldung auf den südöstlichen Höhen um den Haarberg, Zeisigberg und Buchenberg gebildet. Ein kleineres Waldgebiet befindet sich am östlichen Ausläufer der Fahnerschen Höhe bei Tiefthal.
Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf die Kernstadt, wobei die größten zusammenhängenden Verkehrsflächen durch die Bahnanlagen des Hauptbahnhofes, des östlich anschließenden Güterbahnhofes und Bahnbetriebswerkes sowie das Güterverkehrszentrum Vieselbach gebildet werden.
Der Anteil der Wasserflächen ist höher als im Landesdurchschnitt. Neben den Fließgewässern sind im östlichen Teil des Stadtgebietes auch zahlreiche größere Standgewässer aus ehemaligen Kiesgruben entstanden (Freibad Nordstrand, Kiesseen an der Sulzer Siedlung und bei Stotternheim).
Die sonstigen Flächen sind in Erfurt überwiegend vom Bergbau (Abbau von Kiessanden) beanspruchte Flächen um Stotternheim und an der Schwerborner Straße.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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