Umwelt regional
 
Landeshauptstadt Erfurt - Verkehr

 
Straßenverkehr

Die Landeshauptstadt Erfurt verfügt über eine sehr gute Anbindung an das Autobahnnetz. Am Kreuz Erfurt im Südwesten des Stadtgebietes (OT Molsdorf) kreuzen sich die A 4 (Hessen-Thüringen-Sachsen) sowie die A 71 Schweinfurt-Suhl-Erfurt-Sangerhausen. Zahlreiche Anschlussstellen verknüpfen die Autobahnen mit dem überregionalen und regionalen Verkehrsnetz.

Das Netz der überregionalen Straßenverbindungen wird repräsentiert durch die B 4 Erfurt-Nord-Andisleben-Gebesee-Greußen-Sondershausen-Nordhausen (bis Gebesee vierstreifig) und die vierstreifige Osttangente vom Dreieck Erfurt-Nord (A 71) über Kerspleben, Linderbach, Büßleben und Mönchenholzhausen im Südosten der Stadt zur A 4 (Bechstedtstraß / Eichelborn).

Regional bedeutsame Straßenverbindungen des Hauptnetzes sind die B 4 Erfurt-Zentrum-AS Erfurt-West und die B 7 AS Erfurt-Bindersleben-Gotha.

Wichtige kleinräumige Straßenverbindungen sind die L 1044/2152 AS Neudietendorf-Ortslage Neudietendorf-Gamstädt-Erfurt-Ermstedt-Gierstädt, die L 1052 AS Erfurt-Ost-Klettbach-Kranichfeld und die L 1055 von Erfurt-Kerspleben (Osttangente) nach Berlstedt.

 
Straßendichte

Die Straßendichte in der Landeshauptstadt Erfurt ist, bezogen auf die Straßen des überörtlichen Verkehrs, die höchste im Freistaat. Nachfolgendes Diagramm sowie die Tabelle im Statistischen Anhang geben Auskunft über den Anteil der verschiedenen Straßenkategorien des überörtlichen Verkehrs im Thüringen-Vergleich (Stand: 12/2014).


Verkehrsinfrastruktur stellt stets eine Beeinflussung der Umwelt dar. Von Straßen gehen Lärm- und Schadstoffemissionen aus. Großflächig unzerschnittene Landschaften werden fragmentiert, der Lebensraum von Tieren eingeengt. Der Erholungswert für den Menschen lässt nach. Die Veröffentlichung des TLUBN "Steckbriefe der unzerschnittenen verkehrsarmen Räume" befasst sich mit der Zerschneidungsproblematik. Die größten noch unzerschnittenen Räume über 100 km² werden vorgestellt.

 
Kfz-Bestand per 31.12.2014

Erfurt


Zum 31.12.2014 gab es in der kreisfreien Stadt Erfurt 108.160 Kraftfahrzeuge. Davon waren 92.290 (85 %) Pkw.

 
Entwicklung der Pkw-Dichte pro 1.000 Einwohner 2007 bis 2014

Bei der Entwicklung der Pkw-Dichte je 1.000 Einwohner hatte die kreisfreie Stadt Erfurt von 1994 bis 2006 mit 5,5 % einen der geringsten Anstiege der Pkw-Dichte gegenüber dem Durchschnitt von Thüringen mit 24,9 % zu verzeichnen. Auch von 2007 bis 2014 lag der Zuwachs mit 6,4 % unter dem Thüringer Mittel von 7,6 %.

Mit 448 Pkw pro 1.000 Einwohner (Türingen: 540) ist die Pkw-Dichte der Stadt Erfurt sehr gering und entspricht dem Trend in den großen kreisfreien Städten. Rund um Erfurt haben viele Gemeinden einen höheren Pkw-Besatz (über 600 Pkw pro 1.000 Einwohner), was u. a. aus dem Suburbanisierungstrend und gestiegener Mobilität resultiert.


Karte:

Kfz-Bestand und Pkw-Dichte 2014


Karte Erfurt 2001 (PDF-Datei)

Karte Thüringen 2001 (PDF-Datei)

 
Schienenverkehr

Die Landeshauptstadt Erfurt liegt als ICE/IC-Haltepunkt an der Hauptstrecke der Deutschen Bahn AG Berlin - Halle/Leipzig - Erfurt - Frankfurt am Main.

Im Rahmen der "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" wird Erfurt über die ICE-Neubaustrecke Leipzig - Halle - Erfurt - Nürnberg an das europäische Schnellverkehrsnetz angebunden. Der im Dezember 2015 für den Verkehr freigegebene Abschnitt Erfurt - Halle - Leipzig zweigt bei Vieselbach von der vorhandenen Hauptstrecke ab und erreicht den Raum Halle/Leipzig auf kürzestem Wege durch Untertunnelung der Finne bei Buttstädt. Weiterhin liegt Erfurt an der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet, Nordhessen, Thüringen und dem westsächsischen Industriegebiet, welche weiter aufgewertet werden soll. Die Strecke Erfurt - Coburg - Ebensfeld (- Bamberg - Nürnberg - München) soll zwischen Erfurt-Bischleben und Neudietendorf von der bestehenden Hauptstrecke Erfurt - Eisenach abzweigen und den Thüringer Wald mit einem Basistunnel unterqueren. Die derzeitigen Planungen gehen von einer Fertigstellung bis 2017 aus.

Von Erfurt aus sind außer den oben genannten Fernzielen Städte wie Stralsund, Magdeburg, Dortmund, Düsseldorf, Wiesbaden, Mainz, Mannheim, Saarbrücken und Prag direkt zu erreichen.

Ergänzungsstrecken regionaler Bedeutung sind die Strecken Erfurt - Sömmerda - Artern - Sangerhausen (in den letzten Jahren vollständig modernisiert, elektrifiziert und teilweise zweigleisig ausgebaut) und (Erfurt -) Neudietendorf - Arnstadt - Suhl - Grimmenthal - Obermaßfeld/Meiningen - Schweinfurt.

Zum regional bedeutsamen Hauptnetz zählen die Strecken Erfurt - Greußen - Sondershausen - Wolkramshausen (- Nordhausen) und Erfurt - Döllstädt - Gräfentonna - Bad Langensalza.

Die kleinräumig bedeutsame Strecke Erfurt - Alach wurde bereits vor viele Jahren stillgelegt (Personenverkehr 1967, Güterverkehr 1992).

Das Gleisnetz der Industriebahn Erfurt wurde 1995 von der Erfurter Industriebahn GmbH (seit 2007 Erfurter Bahn GmbH) übernommen, die seit einigen Jahren den Schienenpersonennahverkehr zwischen Erfurt, Gotha, Mühlhausen, dem Eichsfeld und neuerdings bis Kassel betreibt.

Karten zum Schienenverkehr in Thüringen


 
Luftverkehr

Der internationale Verkehrsflughafen Erfurt-Weimar liegt im westlichen Teil des Stadtgebietes und verfügt seit 1998 über eine direkte Autobahnanbindung (A 71).

Der Flughafen Erfurt-Weimar steht im Mittelpunkt der thüringischen Luftverkehrsplanung. Er dient dem Personen- und Frachtverkehr im Linienflug zu den Wirtschaftszentren Deutschlands und Europas, gewährleistet Zubringerdienste zu Flughäfen mit interkontinentalem Luftverkehr, befriedigt die Nachfrage der Bürger seines Einzugsgebietes nach Charterflügen zu europäischen Urlaubszentren, deckt den Bedarf der Wirtschaft für den Geschäftsreise- und Werksflugverkehr (General Aviation) und ist Knoten im innerdeutschen Luftpostverkehr und intereuropäischen Luftfrachtverkehr.