Umwelt regional
 
Landeshauptstadt Erfurt - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 211.113 Einwohnern (12/2016) ist die Landeshauptstadt Erfurt die größte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 9,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist in Erfurt mit 782 EW/km² nach Jena die zweithöchste unter den kreisfreien Städten Thüringens.

Durch die Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform von 1994 hat sich die Fläche der Stadt Erfurt stärker vergrößert als die Einwohnerzahl. Dadurch sank die Bevölkerungsdichte von 2.017 EW/km² (Gebietsstand 1989) auf 782 EW/km² (Gebietsstand 2016). Eingemeindet wurden drei Kategorien von Gemeinden:
  • Stärker verdichtete Gebiete (> 150 EW/km²): Kühnhausen, Stotternheim, Vieselbach, Windischholzhausen,
  • Geringer verdichtete Gebiete (75-150 EW/km²): Büßleben, Linderbach-Azmannsdorf, Mittelhausen, Molsdorf, Tiefthal,
  • Ländliche Gebiete (< 75 EW/km²): Alach, Ernstedt, Frienstedt, Kerpsleben, Niedernissa, Schwerborn, Töttelstädt, Waltersleben.
Durch die stark positve Einwohnerentwicklung in den meisten kleineren Ortsteilen hatte 2016 nur noch Egstedt eine Bevölkerungsdichte von weniger als 50 EW/km².

Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 2017
(JPG-Datei)


 
Bevölkerung in den Ortsteilen

OrtsteilBevölkerung 12/90Bevölkerung 12/17
.........

 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2016 hatte Erfurt mit 21.696 Einwohnern bzw. 9,3 % (Thüringen 19,2 %) einen stark unterschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1990 bis 2017
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Erfurt wurde in den Jahren 1989 bis 2016 durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt, der aber deutlich unter dem Landesdurchschnitt lag.

2016 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 0,9 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,6). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -1,5 deutlich über dem Landesmittel (Durchschnitt Thüringen: -3,3). 2016 war in Erfurt ein Wert von +5,9 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2016 in Erfurt wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
ErfurtThüringen
12/8912/1612/8912/16
0 bis unter 6 Jahre8,05,77,75,1
6 bis unter 15 Jahre11,77,311,77,3
15 bis unter 65 Jahre68,465,167,362,8
65 Jahre und älter11,921,813,324,8

Damit lag in Erfurt der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter über dem Landesdurchschnitt. Der Anteil von Altersrentnern lag deutlich unter dem Landesdurchschnitt, der von Kindern geringfügig darüber.


Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2016 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Erfurt mit 33,6 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt (39,5 %). Der Jugendquotient lag mit 20,0 % annähernd im Thüringer Mittel (19,7 %).