Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 203.830 Einwohnern (12/2009) ist die Landeshauptstadt Erfurt die größte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 9,1 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist in Erfurt mit 757 EW/km² nach Jena und Weimar die dritthöchste unter den kreisfreien Städten Thüringens.

Durch die Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform von 1994 hat sich die Fläche der Stadt Erfurt stärker vergrößert als die Einwohnerzahl. Dadurch sank die Bevölkerungsdichte von 2.017 EW/km² (Gebietsstand 1989) auf 757 EW/km² (Gebietsstand 2009). Eingemeindet wurden drei Kategorien von Gemeinden:

  • Stärker verdichtete Gebiete (> 150 EW/km²): Kühnhausen, Stotternheim, Vieselbach, Windischholzhausen,
  • Geringer verdichtete Gebiete (75-150 EW/km²): Büßleben, Linderbach-Azmannsdorf, Mittelhausen, Molsdorf, Tiefthal,
  • Ländliche Gebiete (< 75 EW/km²): Alach, Ernstedt, Frienstedt, Kerpsleben, Niedernissa, Schwerborn, Töttelstädt, Waltersleben.
Durch die stark positve Einwohnerentwicklung in den meisten kleineren Ortsteilen hatten 2009 nur noch Egstedt und Töttelstädt eine Bevölkerungsdichte von weniger als 75 EW/km².


Karte:
Einwohnerzahl
und Bevölkerungsdichte 2009
(JPG-Datei)




 
Bevölkerung in den Ortsteilen

OrtsteilBevölkerung 12/90Bevölkerung 12/09 OrtsteilBevölkerung 12/90Bevölkerung 12/09
Alach8292.412Krämpfervorstadt13.82514.867
Andreasvorstadt17.00015.397Kühnhausen6321.165
Berliner Platz8.4735.848Linderbach-Azmannsdorf7061.140
Bindersleben5681334Löbervorstadt13.37011.505
Bischleben-Stedten1.6241.690Marbach9663.738
Brühlervorstadt11.95712.217Melchendorf12.22510.233
Büßleben1.0772.447Mittelhausen1.0981.095
Daberstedt14.81413.505Möbisburg-Rhoda1.0831.084
Dittelstedt494731Molsdorf553564
Egstedt564502Moskauer Platz14.4897.678
Erfurt-Altstadt16.68817.206Niedernissa3861.879
Ermstedt411673Rieth9.3915.782
Frienstedt4081.337Roter Berg13.0935.532
Gispersleben3.6984.136Schmira704933
Herrenberg15.2827.993Schwerborn516604
Hochheim2.5902.687Stotternheim2.9293.406
Hochstedtbis 1992 zu Vieselbach295Tiefthal5291.093
Hohenwinden-Sulza2.3643.001Töttelstädt625622
Ilversgehofen11.12410.739Vieselbach2.3942.337
Johannesplatz7.4995.261Waltersleben329430
Johannesvorstadt6.4855.940Wiesenhügel9.9735.243
Kerspleben1.0032.030Windischholzhausen4831641


 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2009 hatte Erfurt einen Bevölkerungsrückgang von 29.878 Einwohnern bzw. 12,4 % zu verzeichnen und lag damit unter dem Landesdurchschnitt (Thüringen 15,8 %).


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1990 bis 2009
(JPG-Datei)



Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2009

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Erfurt wurde in den Jahren 1989 bis 2009 durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt, der aber mit -4,4 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt (-8,1 %) lag.

2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 1,7 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Seit 1989 ist eine bis heute anhaltende starke Negativentwicklung zu verzeichnen.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2009
(JPG-Datei)





 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -4,4 etwa im Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). 2009 war in Erfurt ein Wert von +4,1 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 in Erfurt wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Erfurt Thüringen
12/89 12/09 12/89 12/09
0 bis unter 6 Jahre 8 5,1 7,7 4,5
6 bis unter 15 Jahre 11,7 6,3 11,7 6,4
15 bis unter 65 Jahre 68,4 67,5 67,3 66,0
65 Jahre und älter 11,9 21,0 13,3 23,0

Damit lag in Erfurt der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter über dem Landesdurchschnitt. Der Anteil von Altersrentnern lag deutlich unter dem Landesdurchschnitt, der von Kindern geringfügig darüber.

Kreisfreie Stadt Erfurt Thüringen
Was versteht man unter Jugendquotient und Altenquotient ?

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2009 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Erfurt mit 31,2 % unter dem Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 16,9 % annähernd im Thüringer Mittel (16,5 %).