Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 206.384 Einwohnern (12/2011) ist die Landeshauptstadt Erfurt die größte Stadt Thüringens und hat einen Anteil von 9,3 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist in Erfurt mit 767 EW/km² nach Jena und Weimar die dritthöchste unter den kreisfreien Städten Thüringens.

Durch die Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform von 1994 hat sich die Fläche der Stadt Erfurt stärker vergrößert als die Einwohnerzahl. Dadurch sank die Bevölkerungsdichte von 2.017 EW/km² (Gebietsstand 1989) auf 752 EW/km² (Gebietsstand 2011). Eingemeindet wurden drei Kategorien von Gemeinden:

  • Stärker verdichtete Gebiete (> 150 EW/km²): Kühnhausen, Stotternheim, Vieselbach, Windischholzhausen,
  • Geringer verdichtete Gebiete (75-150 EW/km²): Büßleben, Linderbach-Azmannsdorf, Mittelhausen, Molsdorf, Tiefthal,
  • Ländliche Gebiete (< 75 EW/km²): Alach, Ernstedt, Frienstedt, Kerpsleben, Niedernissa, Schwerborn, Töttelstädt, Waltersleben.
Durch die stark positve Einwohnerentwicklung in den meisten kleineren Ortsteilen hatten 2011 nur noch Egstedt und Töttelstädt eine Bevölkerungsdichte von weniger als 75 EW/km².


Karte:
Einwohnerzahl
und Bevölkerungsdichte 2011
(JPG-Datei)




 
Bevölkerung in den Ortsteilen

Tabelle: Bevölkerung in den Ortsteilen

 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2011 hatte Erfurt mit 26.425 Einwohnern bzw. 11,4 % (Thüringen 16,9 %) einen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen, der deutlich unter dem Landesmittel liegt.


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1990 bis 2011
(JPG-Datei)



Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2011

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Erfurt wurde in den Jahren 1989 bis 2011 durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt, der aber deutlich unter dem Landesdurchschnitt lag.

2011 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 1,4 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,3). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2011
(JPG-Datei)

methodische Hinweise

 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -3,5 etwas über dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -4,5). 2011 war in Erfurt ein Wert von +8,1 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2011 in Erfurt wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Erfurt Thüringen
12/89 12/11 12/89 12/11
0 bis unter 6 Jahre 8,0 5,3 7,7 4,6
6 bis unter 15 Jahre 11,7 6,6 11,7 6,7
15 bis unter 65 Jahre 68,4 67,1 67,3 65,5
65 Jahre und älter 11,9 20,9 13,3 23,1

Damit lag in Erfurt der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter über dem Landesdurchschnitt. Der Anteil von Altersrentnern lag deutlich unter dem Landesdurchschnitt, der von Kindern geringfügig darüber.

Erläuterungen zu Jugend- und Altenquotient

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2011 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Erfurt mit 31,2 % unter dem Landesdurchschnitt (35,3 %). Der Jugendquotient lag mit 17,8 % annähernd im Thüringer Mittel (17,3 %).


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