Bei einer Gesamtbodenfläche von 10.384 ha verteilten sich die Nutzungsarten in Eisenach wie im Folgenden dargestellt.
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Flächen der tatsächlichen Nutzung 1992 und 2010 Siedlungs- und Verkehrsfläche (SVF) ohne Abbauland |
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| Nutzungsart [ %] |
Kreisfreie Stadt Eisenach |
Thüringen |
| 1992 |
2010 |
2010 |
| Siedlung und Verkehr | 13,8 | 17,6 | 9,3 |
| Landwirtschaft | 43,9 | 43,4 | 54,4 |
| Wald | 36,1 | 35,7 | 31,9 |
| Wasser | 1,3 | 1,2 | 1,2 |
| Sonstige | 4,9 | 2,0 | 3,2 |
Der für eine kreisfreie Stadt relativ hohe Anteil landwirtschaftlicher Nutzung konzentriert sich stark auf die Territorien der im nördlichen Teil von Eisenach eingemeindeten Orte (Berteroda, Hötzelsroda, Madelungen, Neukirchen, Stregda), die bereits zu der Agrarlandschaft des zentralen Thüringer Beckens gehören.
Die Waldfläche liegt zum größten Teil südlich der Kernstadt, wo sich das Stadtterritorium bis zum Rennsteig ausdehnt und der Thüringer Wald nur kleinflächige Lichtungen aufweist. Weitere, kleinere Waldgebiete befinden sich auf den Muschelkalkrücken nördlich der Stadt (Karlswald, Moseberg und Wartenberg) sowie am Werradurchbruch und im unteren Hörseltal bei Hörschel.
Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich auf die Kernstadt, wobei die größten zusammenhängenden Verkehrsflächen durch die Bahnanlagen des Hauptbahnhofes, des östlich angrenzenden Güterbahnhofes und des Werksbahnhofes der Opelwerke gebildet werden.
Der Anteil der Wasserflächen entspricht etwa dem Landesdurchschnitt. Neben den Fließgewässern sind als Standgewässer verschiedene kleinere Wasserspeicher in der Hörselaue sowie Hainteich, Prinzenteich und weitere Teichsysteme im Mariental unterhalb der Wartburg zu nennen.
Die sonstigen Flächen sind in Eisenach nur in geringem Umfang Bergbauflächen, zum größten Teil aber unbewaldete Steilhänge der Schichtstufen des Muschelkalkes, in der Regel mit Vorrang naturschutzfachlicher Belange, sowie noch nicht in andere Nutzungen überführte Flächen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Wartha und Hörschel.
In der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Minderung der Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr ein wichtiges Handlungsfeld. Vom gesamtdeutschen Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, sind wir zum heutigen Zeitpunkt weit entfernt. Von ökologischer Brisanz ist vor allem die Tatsache, dass etwa 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind. Damit verbunden sind alle negativen Wirkungen auf die Geofaktoren Boden, Wasser, Klima sowie Flora und Fauna.
In Thüringen kommt verschärfend hinzu, dass der Flächenverbrauch bei sinkender Bevölkerung vonstatten geht. Thüringen verlor seit 1990 fast 12 % seiner Bevölkerung, was etwa 310.000 Einwohnern entspricht.
In einer geostatistischen Analyse von 2008 wurde erstmals aus hochauflösenden Satellitenbildern eine breite landesweite georäumliche Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme als Grundlage für weitere fachliche Analysen geschaffen.
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Karte: versiegelte Flächen |
| (JPG-Datei) |
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Karte: Flächenversiegelung nach Gemeinden |
| (JPG-Datei) |
Eine für ein langfristig angelegtes Versiegelungsmonitoring geeignete Darstellungsweise ist die Verwendung eines normierten Rasters. Der Vorteil liegt in einer Vergleichbarkeit, die unabhängig von Gemeindegrößen und etwaigen Gebietsveränderungen ist. Eine Übersichtskarte für Thüringen zeigt den Versiegelungsgrad bezogen auf ein flächendeckendes 2 x 2 km-Raster mit dem Datenstand 2006.
Weitere Beiträge zur Flächenversiegelung sind im Internetangebot der TLUG hier zu finden.
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