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Landwirtschaftliche Standortbedingungen
Die Standortbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion sind in Thüringen sehr unterschiedlich. Zur Charakterisierung der Standorte dienen u. a. die Ackerzahl, Grünlandzahl, Landwirtschaftliche Vergleichszahl und der Anteil des Grünlandes an der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF). Die Ackerzahl ist eine Reinertragsverhältniszahl, die unter Berücksichtigung der natürlichen Ertragsbedingungen (Boden, Geländegestaltung, Klima) einen maximalen Wert von 100 erreichen kann. Analog ist mit Hilfe eines Grünlandschätzungsrahmens für jeden Standort die Grünlandzahl ermittelt worden. Einschließlich weiterer Zu- und Abschläge ergibt sich aus dem gewogenen Mittel von Ackerzahl und Grünlandzahl schließlich die Landwirtschaftliche Vergleichszahl (LVZ). Die folgende Übersicht zeigt, welche unterschiedlichen Bedingungen im Durchschnitt der Stadt- bzw. Landkreise vorherrschen. Standortbedingungen
Mit abnehmender Standortgüte steigt in Thüringen in der Regel der Grünlandanteil. Während auf bevorzugten Ackerbaustandorten meist nur in den Talauen Grünland zu finden ist, nimmt der Anteil der Wiesen und Weiden mit der Höhenlage und der Hängigkeit zu. Innerhalb der einzelnen Kreise gibt es große standörtliche Unterschiede zwischen den Gemarkungen und Flurstücken. Im Stadtkreis Eisenach herrschen durchschnittliche Bedingungen für die landwirtschaftliche Produktion.
Agrarstruktur In der Land- und Forstwirtschaft der Stadt Eisenach sind 38 (Stand 30.6.2008) sozialversicherungspflichtig Personen beschäftigt. Das war im Vergleich zu 1998 ein Rückgang von 96,4 % (Thüringen 49,7 %). Die Landwirtschaftsbetriebe der Stadt Eisenach bewirtschafteten 2008 nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt 4.521 ha LF. Damit entfallen 0,5 % der LF Thüringens auf die Stadt. Ökolandbau
Bodennutzung Der Grünlandanteil von 14,9 % an der LF ist - gemessen am Durchschnitt von 20,5 % in Thüringen - geringfügig niedriger. In der Ackerflächennutzung dominiert der Getreideanbau. Der größte Teil der Ölsaaten ist Winterraps. Kartoffeln werden nur noch in geringem Umfang angebaut. Anbauumfang von ausgewählten Kulturen (in Hektar)
Tierbestände Die Entwicklung der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztierarten ist regional sehr unterschiedlich verlaufen. Im Durchschnitt Thüringens entwickelte sich der Viehbestand von 1992 bis 2007 wie folgt:
Gleichzeitig stiegen die Leistungen je Tier deutlich an.
In der Stadt Eisenach ging der Viehbestand im selben Zeitraum bei Rindern und Schweinen stark zurück (Rinder -24,8 %, Schweine -94,2 %). Die Zahl der Schafe nahm um 51,3 % zu, die der Pferde um 36,0 %). Der Viehbesatz liegt mit 27,7 Großvieheinheiten (GV) je 100 ha LF (Thüringen = 47,5 GV/100 ha LF) unter dem Landesdurchschnitt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||