Umwelt regional
 
Stadt Eisenach - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 42.370 Einwohnern (12/2018) ist Eisenach die zweitkleinste der sechs kreisfreien Städte Thüringens und hat einen Anteil von 2,0 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist in Eisenach mit 407 EW/km² die zweitniedrigste unter den kreisfreien Städten Thüringens.

Nach der alten Gemeindestruktur von 1989 war die Bevölkerungsdichte Eisenachs (1989: 1.152 EW/km²) erheblich höher. Mit der Eingemeindung der neuen Ortsteile
  • Hötzelsroda, Neuenhof-Hörschel, Stockhausen, Stregda (Verdichtete Gebiete mit 75-150 EW/km²)
  • Berteroda, Madelungen, Neukirchen, Stedtfeld, Wartha-Göringen (Ländliche Gebiete < 75 EW/km²)
zum 01.07.1994 ging der Wert deutlich zurück.

Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 2017
(JPG-Datei)


 
Bevölkerung in den Ortsteilen

OrtsteilBevölkerung 12/90Bevölkerung 12/17
Eisenach45.22036.457
Berteroda13997
Hötzelsroda7441.351
Madelungen270341
Neuenhof-Hörschel778647
Neukirchen533552
Stedtfeld554785
Stockhausen401694
Stregda7351.419
Wartha-Göringen236204



 
Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2018 hatte Eisenach mit 9.123 Einwohnern bzw. 17,7 % (Thüringen 19,8 %) einen durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.


Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1990 bis 2017
(JPG-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in Eisenach wurde in den Jahren 1989 bis 2018 durch einen stark negativen natürlichen Saldo geprägt. Eisenach verzeichnet den stärksten natürlichen Bevölkerungsrückgang aller kreisfreien Städte.

2018 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 6,5 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,8). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2016
(JPG-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag mit -1,4 über dem Landesmittel (Durchschnitt aller Landkreise: -2,9). 2018 war in Eisenach ein Wert von -1,1 zu verzeichnen.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2018 in Eisenach wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
EisenachThüringen
12/8912/1812/8912/18
0 bis unter 6 Jahre6,65,37,75,2
6 bis unter 15 Jahre10,47,611,77,5
15 bis unter 65 Jahre68,461,367,361,6
65 Jahre und älter14,625,913,325,7

Damit lag in Eisenach der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter unter dem Landesdurchschnitt, der Anteil der Kinder etwa im Landesschnitt. Der Anteil von Altersrentnern war überdurchschnittlich.

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2018 lag der Altenquotient in der kreisfreien Stadt Eisenach mit 42,2 % etwas über dem Landesdurchschnitt (41,8 %). Der Jugendquotient lag mit 21,0 % leicht über dem Thüringer Mittel (20,6 %).

Bevölkerungspyramiden (auch Alterspyramiden) sind eine graphische Darstellung der Altersstruktur, getrennt nach Frauen und Männern.
Erläuterungen zu Bevölkerungspyramiden

Bevölkerungspyramide für 1990


Bevölkerungspyramide für 2000


Bevölkerungspyramide für 2010


Bevölkerungspyramide für 2018


Im Jahr 1990 zeigt die Bevölkerungspyramide der kreisfreien Stadt Eisenach noch annähernd die stabile Bienenstockform. Der Bevölkerungsschwerpunkt lag 1990 bei Frauen und Männern in der Altersgruppe 50 bis 55 Jahre. Bis 2018 hat er sich bei Frauen und Männern in die Altersgruppe 55 bis 60 Jahre verschoben. Bedingt durch starken Geburtenrückgang und Abwanderung, hat sich die Pyramide bis 2018 immer mehr zur Urnenform entwickelt. Ohne einen starken Geburtenanstieg und/oder Zuwanderung ist kein Übergang in eine stabile Form zu erwarten.

Darstellung für Thüringen