Umwelt regional
 
Weimarer Land - Bevölkerung

 
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 81.947 Einwohnern (12/2018) hat der Kreis einen Anteil von 3,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte des Landkreises Weimarer Land liegt mit 102 EW/km² unter dem Landesdurchschnitt von 132 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises Weimarer Land treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 200 EW/km²) nur die Stadt Apolda und die Gemeinde Ettersberg hervor. Die Bereiche mit hohen Bevölkerungskonzentrationen folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Leipzig-Erfurt von Bad Sulza über Apolda und Weimar nach Hopfgarten, der Autobahn A 4 von Magdala über Weimar nach Nohra und der Bundesstraße B 85 von Buttelstedt über Weimar nach Bad Berka. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) weist mehr als die Hälfte aller Gemeinden des Landkreises auf.


Karte:
Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte 1989 und 2018
(PDF-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Weimarer Landes

Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/18 männlich weiblich
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2018 hatte der Landkreis Weimarer Land mit 9.080 Einwohnern bzw. 10 % (Thüringen 19,8 %) einen unterdurchschnittlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 20 %) gab es in Schmiedehausen, Apolda, Bad Sulza und Niedertrebra.

In vielen Gemeinden nahm die Bevölkerungszahl im Zusammenhang mit der Erschließung größerer Wohnbaustandorte in starkem Maße zu (zum Teil mehr als Verdopplung): Wohlsborn, Klettbach, Isseroda, Nohra, Nauendorf, Kromsdorf, Ettersburg, Bechstedtstraß, Daasdorf am Berge, Großobringen, Mönchenholzhausen, Magdala, Kleinobringen, Wiegendorf, Niederzimmern, Großschwabhausen, Ballstedt, Sachsenhausen, Ottstedt am Berge, Rittersdorf und Hohenfelden. Somit ist die positive Bevölkerungsentwicklung im Landkreis vorrangig durch Suburbanisierung aus den Zentren Erfurt, Jena und Weimar bedingt.

Stadt/Gemeinde Bevölkerung Entwicklung
12/89 12/18 absolut [ %]
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Weimarer Land wurde in den Jahren 1989 bis 2018 in etwa der Hälfte der Gemeinden durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo ist vorwiegend in Gemeinden zwischen Erfurt, Weimar und Jena und nördlich von Weimar vorzufinden.

2018 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 3,2 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 5,8). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.


Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2018
(PDF-Datei)


 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag bei -0,1 (Durchschnitt aller Landkreise: -2,9). Somit war das Weimarer Land von Abwanderung am geringsten betroffen. 2018 war im Landkreis ein Wert von +2,1 zu verzeichnen.


Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2018 waren vor allem Rohrbach, Schmiedehausen, Hopfgarten, Neumark, Buttelstedt, Leutenthal und Apolda durch die stärkste Abwanderung je 1.000 Einwohner gekennzeichnet. Die deutlichsten Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten Ettersburg, Wohlsborn, Klettbach, Isseroda, Nohrra und Nauendorf. Von den 62 Gemeinden des Landkreises hatten 20 einen Wanderungsverlust und 42 einen Wanderungsgewinn.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2018 im Landkreis Weimarer Land wie folgt:

Altersklasseprozentualer Anteil
Landkreis
Weimarer Land
Thüringen
12/8912/1812/8912/18
0 bis unter 6 Jahre7,85,57,75,2
6 bis unter 15 Jahre12,38,511,77,5
15 bis unter 65 Jahre66,562,067,361,6
65 Jahre und älter13,323,913,325,7

Damit lag im Landkreis Weimarer Land der Anteil von Altersrentnern unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter überdurchschnittlich war. Auch der Anteil an Kindern lag über dem thüringer Durchschnitt.

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2018 lag der Altenquotient im Landkreis Weimarer Land mit 38,6 % unter dem Landesdurchschnitt (41,8 %). Der Jugendquotient lag mit 22,6 % deutlich über dem Thüringer Mittel (20,6 %) und ist nach dem Landkreis Eichsfeld der zweithöchste.

Bevölkerungspyramiden (auch Alterspyramiden) sind eine graphische Darstellung der Altersstruktur, getrennt nach Frauen und Männern.
Erläuterungen zu Bevölkerungspyramiden

Bevölkerungspyramide für 1990


Bevölkerungspyramide für 2000


Bevölkerungspyramide für 2010


Bevölkerungspyramide für 2018


Im Jahr 1990 zeigt die Bevölkerungspyramide des im Landkreis Weimarer Land noch annähernd die stabile Bienenstockform. Der Bevölkerungsschwerpunkt lag 1990 bei Frauen in der Altersgruppe 30 bis 35 Jahre, bei Männern in der Altersgruppe 25 bis 30 Jahre. Bis 2018 hat er sich bei Frauen und Männern in die Altersgruppe 55 bis 60 Jahre verschoben. Bedingt durch starken Geburtenrückgang und Abwanderung, hat sich die Pyramide bis 2018 immer mehr zur Urnenform entwickelt. Ohne einen starken Geburtenanstieg und/oder Zuwanderung ist kein Übergang in eine stabile Form zu erwarten.

Darstellung für Thüringen