| Bevölkerung |
|
zum gleichen Thema in einem anderen Kreis wechseln: |
|
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
Mit 84.935 Einwohnern (12/2009) hat der Kreis einen Anteil von 3,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte des Landkreises Weimarer Land liegt mit 106 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 139 EW/km². Im Gebiet des Landkreises Weimarer Land treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) nur die Städte Apolda, Kranichfeld und Bad Sulza hervor. Die Bereiche mit hohen Bevölkerungskonzentrationen folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Leipzig-Erfurt von Bad Sulza über Apolda und Weimar nach Hopfgarten, der Autobahn A 4 von Magdala über Weimar nach Nohra und der Bundesstraße B 85 von Buttelstedt über Weimar nach Bad Berka. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) weist mehr als die Hälfte aller Gemeinden des Landkreises auf.
Städte und Gemeinden des Weimarer Landes
Bevölkerungsentwicklung Von 1989 bis 2009 hatte der Landkreis Weimarer Land einen vergleichsweise geringen Bevölkerungsrückgang von 6.092 Einwohnern bzw. 6,7 % zu verzeichnen (Thüringen 15,8 %). Das war der niedrigste Wert aller Landkreise und lag erheblich unter den Thüringer Durchschnitt. Der stärkste Rückgang erfolgte in der Stadt Apolda (7.683 Einwohner). Aber auch in kleineren Gemeinden wie Oberreißen, Reisdorf, Hopfgarten, Rohrbach, Schmiedehausen, Nirmsdorf und Flurstedt kam es zu relativ starken Bevölkerungsrückgängen zwischen 20 und 27 %. In vielen Gemeinden nahm die Bevölkerungszahl im Zusammenhang mit der Erschließung größerer Wohnbaustandorte in starkem Maße zu (zum Teil mehr als Verdopplung): Klettbach an der Peripherie von Erfurt, Isseroda, Nohra und Bechstedtstraß zwischen Erfurt und Weimar, Ballstedt nordwestlich von Weimar sowie Wohlsborn und Kromsdorf nordöstlich von Weimar verzeichneten Zuwächse von rund 40 % und mehr. Somit ist die positive Bevölkerungsentwicklung im Landkreis vorrangig durch Suburbanisierung aus den Zentren Erfurt, Jena und Weimar bedingt.
Natürliche Bevölkerungsentwicklung Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Weimarer Land wurde in den Jahren 1989 bis 2009 in vielen Gemeinden durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde u.a. in Nohra (76 Einwohner), Saaleplatte (75 Einwohner), Kromsdorf (64 Einwohner), Großschwabhausen (46 Einwohner) und Klettbach (41 Einwohner) registriert. 2009 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 3,7 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,4). Bis 1992 war eine starke Negativentwicklung zu verzeichnen. Bis zum Jahr 2000 entwickelte sich der Wert wieder langsam aufwärts und ist seitdem relativ konstant.
Wanderungen Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag bei -0,4 (Durchschnitt aller Landkreise: -4,8). Somit war das Weimarer Land von Abwanderung am geringsten betroffen. 2009 war im Landkreis ein Wert von -3,0 zu verzeichnen.
Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2009 waren vor allem Rohrbach (-23,9 %), Reisdorf (-18,2 %), Hopfgarten (-17,3 %), Schmiedehausen (-16,6 %), Apolda (-16,3 %), Flurstedt (-15,1 %) und Neumark (-15,0 %) durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Die deutlichsten Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten Ettersburg (151,8 %), Wohlsborn (118,9 %), Klettbach (79,1 %), Nohra (65,3 %), Isseroda (62,5 %), Kromsdorf (45,6 %), Bechstedtstraß (45,0 %), Nauendorf (44,3 %) und Kiliansroda (41,5 %). Altersstruktur Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2009 im Landkreis Weimarer Land wie folgt:
Damit lag im Landkreis Weimarer Land der Anteil von Altersrentnern stark unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter überdurchschnittlich war. Ach der Anteil an Kindern lag über dem thüringer Durchschnitt.
Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück. Im Jahre 2009 lag der Altenquotient im Landkreis Weimarer Land mit 30,0 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt (34,9 %). Der Jugendquotient lag mit 17,7 % über dem Thüringer Mittel (16,5 %). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||