Bevölkerung

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Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Mit 84.279 Einwohnern (12/2011) hat der Kreis einen Anteil von 3,8 % an der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte des Landkreises Weimarer Land liegt mit 105 EW/km² deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 137 EW/km².

Im Gebiet des Landkreises Weimarer Land treten als Teilregionen höherer Bevölkerungsdichte (> 250 EW/km²) nur die Städte Apolda, Kranichfeld und Bad Sulza hervor. Die Bereiche mit hohen Bevölkerungskonzentrationen folgen deutlich den Hauptverkehrsachsen: der Bahnlinie Leipzig-Erfurt von Bad Sulza über Apolda und Weimar nach Hopfgarten, der Autobahn A 4 von Magdala über Weimar nach Nohra und der Bundesstraße B 85 von Buttelstedt über Weimar nach Bad Berka. Eine geringe Bevölkerungsdichte (unter 75 EW/km²) weist mehr als die Hälfte aller Gemeinden des Landkreises auf.



Karte:
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
1989 und 2011
(JPG-Datei)


 
Städte und Gemeinden des Weimarer Landes


Stadt/Gemeinde Fläche in km² EW/km² Einwohner 12/11 männlich weiblich
... ... ... ... ... ...
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Bevölkerungsentwicklung

Von 1989 bis 2011 hatte der Landkreis Weimarer Land mit 6.748 Einwohnern bzw. 7,4 % (Thüringen 16,9 %) den drittniedrigstenn Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Die größten prozentualen Bevölkerungseinbußen (über 20 %) gab es in Oberreißen, Apolda, Reisdorf, Schmiedehausen, Hopfgarten, Flurstedt, Rohrbach und Neumark.

In vielen Gemeinden nahm die Bevölkerungszahl im Zusammenhang mit der Erschließung größerer Wohnbaustandorte in starkem Maße zu (zum Teil mehr als Verdopplung): Wohlsborn, Klettbach, Nohra, Isseroda, Kromsdorf, Nauendorf, Großobringen, Bechstedtstraß, Mönchenholzhausen, Ballstedt, Wiegendorf, Magdala, Ottstedt am Berge, Kiliansroda, Daasdorf am Berge, Niederzimmern, Ettersburg und Frankendorf. Somit ist die positive Bevölkerungsentwicklung im Landkreis vorrangig durch Suburbanisierung aus den Zentren Erfurt, Jena und Weimar bedingt.


Stadt/GemeindeBevölkerungEntwicklung
12/8912/11absolut[ %]
...............
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Karte:
Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2011
(JPG-Datei)




Bevölkerungsentwicklung 1989 bis 2011

 
Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Weimarer Land wurde in den Jahren 1989 bis 2011 in vielen Gemeinden durch einen negativen natürlichen Saldo geprägt. Ein positiver Saldo wurde vorwiegend in einem vom Westen Weimars über den Norden nach Ost verlaufenden Gürtel und in der Gemeinde Saaleplatte registriert.

2011 betrug der Überschuss der Gestorbenen gegenüber den Geborenen 3,2 pro 1.000 Einwohner (Durchschnitt für Thüringen: 4,3). Das Diagramm zeigt die Entwickling seit 1989.



Karte:
Natürliche Bevölkerungsentwicklung
1989 bis 2011
(JPG-Datei)

methodische Hinweise

 
Wanderungen

Das Diagramm zeigt die Wanderungsrate über die Kreisgrenzen (Zuzüge - Fortzüge je 1.000 Einwohner) seit 1989. Die mittlere Wanderungsrate über die Jahre lag bei -0,5 (Durchschnitt aller Landkreise: -4,5). Somit war das Weimarer Land von Abwanderung am geringsten betroffen. 2011 war im Landkreis ein Wert von -1,8 zu verzeichnen.

Im Gesamtzeitraum 1989 bis 2011 waren vor allem Rohrbach, Pfiffelbach, Reisdorf, Flurstedt, Oberreißen, Schmiedehausen, Neumark und Apolda durch die stärkste Abwanderung gekennzeichnet. Die deutlichsten Zuwanderungen im gleichen Zeitraum verzeichneten Ettersburg, Wohlsborn, Klettbach, Isseroda und Nohra.


 
Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung war 2011 im Landkreis Weimarer Land wie folgt:

Altersklasse prozentualer Anteil
Weimarer Land Thüringen
12/89 12/11 12/89 12/11
0 bis unter 6 Jahre 7,8 5,0 7,7 4,6
6 bis unter 15 Jahre 12,3 7,5 11,7 6,7
15 bis unter 65 Jahre 66,5 67,1 67,3 65,5
65 Jahre und älter 13,3 20,3 13,3 23,1

Damit lag im Landkreis Weimarer Land der Anteil von Altersrentnern stark unter dem Landesdurchschnitt, während der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter überdurchschnittlich war. Ach der Anteil an Kindern lag über dem thüringer Durchschnitt.

Erläuterungen zu Jugend- und Altenquotient

Ein ausgeglichener Jugend- und Altenquotient kennzeichnet, falls keine starken Wanderungen stattfinden, eine stabile Bevölkerungsentwicklung. Bei einem höheren Jugendquotienten wächst die Bevölkerung. Überwiegt der Altenquotient, geht die Bevölkerung zurück.

Im Jahre 2011 lag der Altenquotient im Landkreis Weimarer Land mit 30,3 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt (35,3 %). Der Jugendquotient lag mit 18,6 % über dem Thüringer Mittel (17,3 %).


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