Historische Entwicklung der Verwaltungsstrukturen

Historisch (Betrachtungszeitraum bis 1918) ist das Territorium fast vollständig aus dem thüringischen Herzogtum Sachsen-Altenburg hervorgegangen. Zum Königreich Sachsen gehörten Gähsnitz (Ortsteil von Ziegelheim) sowie randliche Flurstücke und Exklaven der heutigen Gemeinden Thonhausen, Heyersdorf, Ponitz, Jückelberg, Langenleuba-Niederhain, Windischleuba, Fockendorf und Wintersdorf. Zipsendorf, Brossen und Mumsdorf (heute zu Stadt Meuselwitz) und der westliche Teil der heutigen Gemeinde Naundorf waren preußisch (Provinz Sachsen).

Von 1922 an gab es im Land Thüringen einen Landkreis und einen Stadtkreis Altenburg.

1952 wurden die Kreise Altenburg und Schmölln der DDR gebildet und dem sächsischen Bezirk Leipzig zugeordnet. Am 03.10.1990, mit der Wiederherstellung der Einheit Deutschlands und Bildung der neuen Bundesländer, wurde das Territorium mit unveränderten Kreisgrenzen wieder thüringisch. Der Landkreis Altenburger Land entstand mit der Verwaltungsreform des Freistaates Thüringen am 01.07.1994 aus den Landkreisen Altenburg und Schmölln.

Verwaltungssitz ist die Stadt Altenburg. Das Landratsamt Altenburg hat Teile seiner Verwaltung (Bauordnungsamt, Amt zur Regelung offener Vermögensfragen, Staatliches Schulamt) in Schmölln lokalisiert.

Die Zahl der selbstständigen Gemeinden verringerte sich von 1990 bis 2014 wie folgt:

Gebietsstand Anzahl der selbstständigen Gemeinden
31.12.1990 58
31.12.1994 50
31.12.1998 43
31.12.2002 43
31.12.2006 43
31.12.2010 40
31.12.2014 38

Per 31.12.2014 existieren 5 Verwaltungsgemeinschaften, in denen sich 30 Einzelgemeinden zusammengeschlossen haben. Außerdem gibt es eine erfüllende Gemeinde mit 2 beauftragenden Gemeinden.


Karte:

Entwicklung der Gemeindestruktur
(JPG-Datei)

 
Erfüllende Gemeinden

Erfüllende GemeindeZuständigkeitsbereich
GößnitzHeyersdorf und Ponitz
 
Zentrale Orte

KlassifizierungZentraler Ort
Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines OberzentrumsAltenburg
Mittelzentrum, funktionsteiligGößnitz, Schmölln
Grundzentrum, funktionsteiligLucka, Meuselwitz




Karte:

Verwaltungsgliederung
(JPG-Datei)

 
Raumstruktur

Das thüringische Gebiet um Altenburg ist nicht als Verdichtungsraum klassifiziert, grenzt aber im Norden an den Verdichtungsraum Leipzig-Halle und dessen Randzone unmittelbar an.

Gemäß der Klassifizierung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gehört der Landkreis zum Raumtyp Ländlicher Raum, sowie zum siedlungsstrukturellen Kreistyp Ländlicher Kreis mit Verdichtungsansätzen.

Der mittlere Teil des Landkreises ist gekennzeichnet durch hohe landwirtschaftliche Bodenqualität. Er wird im Landesentwicklungsprogramm (LEP) als Raum mit besonderer Bedeutung für die Landwirtschaft ausgewiesen. Der nordöstliche Teil des Landkreises ist zudem ein Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben (LEP).

Der nordöstliche Teil des Kreisgebietes ist im Regionalen Raumordnungsplan (RROP) als Vorbehaltsgebiet für Tourismus und Erholung (Altenburger Wald- und Seenland) ausgewiesen.

Im Landkreis liegen zwei ökologische Sanierungsgebiete: die Braunkohlenregion Ostthüringen und ein kleiner Teil der Wismutregion Ostthüringen (ehemaliger Uranerzbergbau).