Inhalt

Natur und Landschaft

5 Schutzgebiete (Stand: 31.12.2007)

Kategorie Anzahl Fläche (in ha) Anteil Landesfläche (in %)
Nationalpark 1 7.513 0,5
Biosphärenreservat (BR) 2 65.991 4,1
Naturpark 1 208.200 12,9
Naturschutzgebiet und Zonen I und II der BR 262 43.165 2,7
Landschaftsschutzgebiet und Zone III der BR 63 1) 379.187 1) 23,4

1) LSG 61 "Kleiner Gleichberg, Hartenburg und Altenburg" auf Grund der Verordnung von 1939 aufgenommen

5.1 Naturschutzgebiete (NSG)

Das Thüringer Landesverwaltungsamt als obere Naturschutzbehörde hat im Jahr 2007 zwei NSG ausgewiesen. Mit der Ausweisung des NSG "Leutratal und Cospoth" (Stadt Jena, Saale-Holzland-Kreis) wurde das mit einer Fläche von 141,5 ha bereits 1937 einstweilig und 1961 endgültig gesicherte NSG "Leutratal" um 441,4 ha erweitert. Damit ist eine weitere Kerngebietsfläche des Naturschutzgroßprojektes "Orchideenregion Jena - Muschelkalkhänge im Mittleren Saaletal" als NSG gesichert worden. Außerdem wurde das NSG "Rohrlache zwischen Dippach und Dankmarshausen" im Wartburgkreis mit einer Fläche von 57,2 ha ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der Kern- und Pflegezonen der Biosphärenreservate ergibt sich in Thüringen statistisch eine Fläche der Naturschutzgebiete von 43.165,0 ha in 262 Gebieten (2,67 % der Landesfläche).

5.2

Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB), Flächennaturdenkmale (FND), Naturdenkmale (ND), geschützte Gehölze, geschützte Alleen, ökologisch bedeutsame Bereiche

Im Folgenden werden die regional bedeutsamen Schutzkategorien zusammengefasst, gleichgültig ob es sich dabei um nach ThürNatG ausgewiesene Schutzgebiete (GLB und nach 1993 festgesetzte ND) oder um nach § 26 ThürNatG übergeleitete Schutzgebiete1) (FND, vor 1990 gesicherte ND, geschützte Gehölze, geschützte Alleen oder ökologisch bedeutsame Bereiche) handelt.

Nach der Statistik der TLUG Jena gibt es in Thüringen 1.388 GLB, FND, ND als flächige Objekte2) (ohne Baum-ND), geschützte Gehölze, geschützte Alleen oder ökologisch bedeutsame Bereiche3) mit einer Fläche von ca. 5.176 ha.

In folgenden Landkreisen und kreisfreien Städten wurden 2007 neue GLB (einschließlich Novellierung von FND als GLB) ausgewiesen:

  • Stadt Jena (GLB "Winterling-Edellaubholzwald", GLB "Stoys Wiesen", GLB "Hangquellmoor Leutra", GLB "In den Bornwiesen", GLB "Glatthaferwiesen Löbstedt", GLB "Teufelslöcher", GLB "Sachsensümpfe", GLB "Lämmerborn", GLB "Ehemalige Fäkalienfelder am Talstein"),
  • Weimarer Land (GLB "Lindenpflanzung Weinstraße", GLB "Vier Linden/Steinkleber", GLB "Volksberg", GLB "Schützenberg/Klinge"),
  • Hildburghausen (GLB "Mittelbühl Lindenau", GLB "Kalkmagerrasen Malm Sachsenbrunn"),
  • Kreis Sonneberg (GLB "Schmiedsgrund bei Mengersgereuth-Hämmern", GLB "Untere Motsch bei Oberlind"),
  • Greiz (GLB "Mühlsdorfer Teichwiesengrund").

Außerdem wurden einige bereits in der DDR unter Schutz gestellte FND und ND nachträglich in die zentrale Schutzgebietsregistratur und Statistik der TLUG aufgenommen:

  • Hildburghausen (ND "Der Große Stein nordwestlich Kahlert", ND "Schafteich", ND "Katzenhölzchen"),
  • Saale-Holzland-Kreis (FND "Kaiserquelle im Trockental bei Tautenhain").

Die 2002 unter Schutz gestellten GLB "Hühnerbiel" (Stadt Erfurt) und "Das Pferdegehege" (Landkreis Gotha) wurden ebenfalls nachträglich aufgenommen.

2007 wurden außerdem im Landkreis Eichsfeld neun GLB durch Verordnung aufgehoben. Im Saale-Holzland-Kreis bestand laut Schreiben des Thüringer Landesverwaltungsamtes vom 13.12.2004 an das Landratsamt für die 15 im Beschluss Nr. 11-9/90 des Rates des Kreises Eisenberg vom 11.04.1990 aufgeführten FND keine Rechtsgültigkeit.

Weiterhin wurden von der TLUG bisher 979 Baum-ND als punktförmige Objekte erfasst. Noch keine Angaben liegen aus den Landkreisen Nordhausen und Gotha vor.




______________________________
1) Für die ebenfalls übergeleiteten Kategorien "Schongebiet", "Geschützte Feuchtgebiete" und "Geschützte Parks" ergeben sich keine Änderungen, sie werden hier nicht behandelt.
2) Die im Folgenden vorgenommene Unterscheidung von ND als flächige Objekte und Baum-ND als punktförmige Objekte ist zwar rechtlich nicht relevant, jedoch aus Gründen der Datenhaltung im Geographischen Informationssystem und wegen der besonderen Betroffenheit von Baum-ND bei Cross Compliance sinnvoll.
3) Hier wird nur der per Beschluss Nr. 14-7/90 des Rates des Kreises Artern v. 14.03.1990 gesicherte ökologisch bedeutsame Bereich "Segelberg" geführt.