Natur und Landschaft


Inhalt

1 Kartierung von Tierarten des FFH-Anhangs II in Thüringer FFH-Gebieten
2 Artenhilfsprogramme
3 Biotopkartierungen
4 Schutzgebiete
5 Natura 2000
6 Vertragsnaturschutz in Thüringen
7 Wiesenbrüterschutz
8 Staatliche Vogelschutzwarte
9 Landschaftsplanung und Eingriffsbegleitung


 

1 Kartierung von Tierarten des FFH-Anhangs II in Thüringer FFH-Gebieten

1.1 Fischotter

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Foto: S. Klaus
Fischotter

Der Fischotter (Lutra lutra) ist in Thüringen vom Aussterben bedroht. Die Kartierungen im Rahmen einer Diplomarbeit lieferten mehr als 20 neue Fundpunkte im Altenburger Land. Die landesweite Erfassung ergab außerdem neue Nachweise bei Greiz, Plothen und in Südthüringen.

1.2 Kleine Hufeisennase

Zum Schutz der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) wurden in Thüringen 57 FFH-Gebiete bzw. -Objekte in Thüringen ausgewiesen. Die Suche nach Wochenstuben-Gesellschaften im Defizitärraum Obere Saale führte zur Entdeckung von zwei Wochenstubenquartieren durch den gezielten Einsatz der Telemetrie. Erste Absprachen zum Schutz der Gebäudequartiere wurden mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt geführt.

1.3 Nördlicher Kammmolch

Aus 61 FFH-Gebieten wurden bislang Vorkommen des Nördlichen Kammolchs (Triturus cristatus) gemeldet. Zwischen 2002 und 2004 konnten davon 37 Gebiete nachkartiert werden und in 20 erfolgte die Bestätigung des Vorkommens dieser Amphibienart.

1.4 Helm-Azurjungfer

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Foto: W. Zimmermann
Helm-Azurjungfer

Die Helm-Azurjungfer ist eine Libellenart, die saubere Gräben in den Flussniederungen Nord- und Mittelthüringens bewohnt. Mit Bayern und Baden-Württemberg besitzt Thüringen die bedeutendsten Bestände der Art in Deutschland. 135 Einzelvorkommen wurden zwischen 1999 und 2001 erfasst. Ein Artenhilfsprogramm führt für jedes der Vorkommen die notwendigen Pflegemaßnahmen auf. Die wichtigsten Vorkommenskomplexe sind in FFH-Gebieten geschützt. Seit 1999 erfolgt eine Bestandsüberwachung ausgewählter Einzelvorkommen. Da bereits Verluste festgestellt wurden, sind weitere notwendige Maßnahmen aufgezeigt worden.

1.5 Schmetterlinge der FFH-Richtlinie

Spanische Flagge, Hecken-Wollafter, Skabiosen-Scheckenfalter, Dunkler und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind die Thüringer Schmetterlingsarten, für die besondere FFH-Schutzgebiete ausgewiesen worden sind. Dies erfolgte im wesentlichen auf Basis von Kartierungsergebnissen aus den 1990er-Jahren.

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Foto: F. Julich
Spanische Flagge

Um die aktuelle Situation in den Schutzgebieten zu erfassen und eine schutzkonforme Behandlung der Gebiete zu ermöglichen, werden seit 2003 Habitat- und Populationsanalysen durchgeführt. Bis 2004 sind in etwa 3/4 der gemeldeten Schutzgebiete die bekannten Vorkommen erfasst worden. Es gibt gravierende Probleme beim Schutz der beiden Ameisenbläulinge, weil die Mahd vieler Habitatflächen der Art selbst in Schutzgebieten zum falschen Zeitpunkt erfolgt.

1.6 Frauenschuh

Dem Frauenschuh (Cypripedium calceolus) - einer unserer attraktivsten heimischen Orchideen - widmet sich ein Schutzprojekt des Arbeitskreises Heimische Orchideen Thüringen und der Thüringer Forst- und Naturschutzverwaltung. Gemeinsam wurde ein Faltblatt herausgegeben, das u.a. auch Waldbesitzern Empfehlungen für den Schutz der Vorkommen liefert.

Der Freistaat Thüringen trägt eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieser Waldorchidee. Daher wurden 36 FFH-Gebiete zur Sicherung bedeutender Vorkommen der Art ausgewiesen. In 21 Gebieten erfolgte eine detaillierte Erfassung der Populationen mit Beurteilung ihres Erhaltungszustandes durch Mitarbeiter des Arbeitskreises Heimische Orchideen Thüringen. Die Ergebnisse dieser Kartierungen liefern eine wichtige Basis für die Berichtspflicht des Freistaates und Managementmaßnahmen zur langfristigen Sicherung der Frauenschuh-Vorkommen.

 

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2 Artenhilfsprogramme

2.1 Haselhuhn

Naturnahe Forstwirtschaft und der bestehende rechtliche Schutz eröffnen heute die Chance, das heimlich lebende Haselhuhn (Bonasa bonasia) im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes in den Frankenwald zurückzubringen.

Mit finanzieller Unterstützung der Prinz Reuß´schen Forstverwaltung Wurzbach, der Stiftung Naturschutz Thüringen, der World Pheasant Association (WPA) Deutschland, der Kärntner Jägerschaft und (angefragt) des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft wurden bereits die ersten Schritte realisiert.

Die bisher durchgeführten waldbaulichen Maßnahmen zur Wiederansiedlung haben bereits auf größerer Fläche zu haselhuhntauglichen Lebensräumen geführt. Der Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf der Aussetzung von Wildfang-Haselhühnern aus Kärnten (Österreich) in Kombination mit Vögeln aus naturnaher Aufzucht.

Für die Wildfänge stellte die "Stiftung Naturschutz Thüringen" in dankenswerter Weise die benötigten Mittel zunächst für die Jahre 2004-2006 bereit.

Einen unverzichtbaren Teil des Projekts - auch in Erfüllung der IUCN-Richtlinien für Wiederansiedlungsprojekte - stellen Erfolgskontrolle und begleitende Forschung dar, was nach Bewilligung des beantragten Stipendiums durch einen Haselhuhnspezialisten geleistet werden soll.

2.2 Rhön-Quellschnecke

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Foto: F. Julich
Rhön-Quellschnecke

Die Rhön-Quellschnecke (Bythinella compressa) kommt weltweit nur in der Rhön und im Vogelsberggebiet (Hessen) vor. Deshalb hat Thüringen eine besondere Verantwortlichkeit für ihren Schutz. Voraussetzung dafür sind die Kenntnis aller Einzelvorkommen und eine Bewertung ihres aktuellen Zustandes.

Seit 2003 werden die Quellbereiche in den verschiedenen Gewässersystemen der Rhön systematisch nach Vorkommen der Art abgesucht. Dabei wurde eine Reihe bisher unbekannter Einzelvorkommen entdeckt. Leider finden sich etliche Vorkommen in einem schlechten Erhaltungszustand.

Quellfassungen, Abwässereinleitungen und Viehtritt haben zu lokaler Vernichtung von Vorkommen geführt. Maßnahmen zur Rettung der verbliebenen Bestände wurden benannt.

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3 Biotopkartierungen

Seit August 1996 wird die landesweite Offenland-Biotopkartierung im Auftrag des TMLNU von der TLUG (Koordination) und den Staatlichen Umweltämtern durchgeführt. Ende 2003 waren etwa 76 % der zu bearbeitenden Landesfläche kartiert. Die Ergebnisse lagen Ende 2004 auch digital vor.

Mit Beginn der Kartiersaison 2004 wurde die räumliche Vorgehensweise der Offenland-Biotopkartierung aufgrund der Vordringlichkeit der Natura 2000-Berichtspflichten umgestellt. Statt der flächendeckenden kartenblattweisen Abarbeitung von Landkreisen wurden seither mit wenigen Ausnahmen ausschließlich FFH-Gebietsflächen bearbeitet. Mit Ablauf des Jahres konnten so die Offenland-FFH-Lebensraumtypen von 85 % der FFH-Gebiete erfasst werden.

Die Geländearbeiten der seit 1993 gemeinsam mit der Forstverwaltung durchgeführten landesweiten Waldbiotopkartierung wurden 2004 in Regie der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei abgeschlossen.

Die Auswertung der abgeschlossenen landesweiten Dorfbiotopkartierung (1995-1999) liegt als Heft 20/2003 der TLUG-Schriftenreihe "Naturschutzreport" unter dem Titel "Dorfbiotope in Thüringen" vor. Vom 13.-15. Mai 2005 wurde in Jena gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt die bundesweite Fachtagung "Biodiversität im besiedelten Bereich" durchgeführt, auf der u.a. die Ergebnisse der Dorfbiotopkartierung in Thüringen präsentiert werden konnten.

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4 Schutzgebiete

Großschutzgebiete (Nationalpark "Hainich", Biosphärenreservate "Vessertal" und "Rhön", Naturpark "Thüringer Wald", geplante Naturparke "Kyffhäuser", "Eichsfeld - Hainich - Werratal" und "Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale"): Bei den Großschutzgebieten gab es im Vergleich zu 2003 keine Veränderungen. Im Biosphärenreservat "Rhön" wurde allerdings per Erlass des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt die Kernzone um weitere nutzungsfreie Flächen ergänzt. Dies geschah im Rahmen der Evaluierung des Biosphärenreservates auf der Grundlage der Vorgaben des Rahmenkonzeptes für Schutz, Pflege und Entwicklung des Biosphärenreservates "Rhön". Die Kernzone erhöht sich damit um 4 neue Teilgebiete ("Horn", "Sommertal", "Umpfen" und "Klosterwald") mit insgesamt ca. 241,58 ha etwa auf die im Rahmenkonzept vorgeschlagene Kernzonenfläche von 800 ha.

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Foto: H. Wenzel
NSG "Hohe Schrecke"

Naturschutzgebiete (NSG): Durch das Thüringer Landesverwaltungsamt als obere Naturschutzbehörde wurden im Jahr 2004 weitere fünf NSG endgültig ausgewiesen: NSG Nr. 71 "Brembacher Weinberge" im Landkreis Sömmerda (122,6 ha), NSG Nr. 337 "Pennewitzer Teiche - Unteres Wohlrosetal" im Ilm-Kreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (424,6 ha), NSG Nr. 378 "Westliche Hainleite" im Landkreis Nordhausen (941,4 ha), NSG 375 "Hohe Schrecke" im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Sömmerda (3437,3 ha) und NSG Nr. 451 "Kernberge - Wöllmisse" in der kreisfreien Stadt Jena und im Saale-Holzland-Kreis. Damit verfügt Thüringen gegenwärtig über 257 endgültig gesicherte NSG mit ca. 41.144 ha (2,5 % der Landesfläche). Das NSG "Hohe Schrecke" ist jetzt das größte Naturschutzgebiet Thüringens.

Totalreservate (TR), Refugialflächen (RF), pflege- und bewirtschaftungsfreie Zonen in NSG: Innerhalb des NSG "Hohe Schrecke" wurde ein Naturentwicklungsraum (NER) von 634,9 ha ausgewiesen, in dem eine weitestgehend ungesteuerte Entwicklung der Biotope und ihrer Lebensgemeinschaften ablaufen soll (d. h. eine forstwirtschaftliche Bodennutzung ausgeschlossen ist und nur im Ausnahmefall bestimmte Maßnahmen zugelassen werden können). Im NSG "Westliche Hainleite" wurden auf einer Fläche von 106,6 ha Zonen zur besonderen Anreicherung von Alt- und Totholz festgelegt, in denen eine forstwirtschaftliche Nutzung ebenfalls verboten ist (außer spezielle, am Schutzziel orientierte Pflegemaßnahmen). Zusammen mit der erweiterten Kernzonenfläche im Biosphärenreservat "Rhön" nehmen rechtsverbindlich festgesetzte bewirtschaftungsfreie Flächen in Naturschutzgebieten, Biosphärenreservaten und im Nationalpark "Hainich" insgesamt 4.612 ha ein (0,29 % der Landesfläche), von denen auf 3.595 ha (0,22 %) auch jegliche Pflegemaßnahmen ausgeschlossen sind.

Landschaftsschutzgebiete (LSG): Im Jahr 2004 gab es keine Neuausweisungen. Thüringen hat 58 LSG mit einer Gesamtfläche von ca. 372.453 ha (23,0 % der Landesfläche Thüringens).

Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB), Flächennaturdenkmale (FND), Naturdenkmale (ND), Geschützte Gehölze (GH): Nach der Statistik der TLUG Jena gibt es in Thüringen 1344 GLB, FND, flächige ND, ND geologischer und hydrologischer Art und GH mit einer Fläche von etwa 5.000 ha. In folgenden Landkreisen und kreisfreien Städten wurden 2004 neue GLB (einschließlich Novellierung von FND als GLB), flächige ND ausgewiesen: Eichsfeld (2), Unstrut-Hainich-Kreis (1), Sömmerda (1), Weimarer Land (3 einstweilige Sicherstellungen), Weimar (2), Hildburghausen (1), Sonneberg (2), Jena (2), Saale-Holzland-Kreis (2), Saalfeld-Rudolstadt (1), Greiz (1).

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5 Natura 2000

Mit Schreiben vom 28.05.2004 hat das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt auf der Grundlage eines Beschlusses der Landesregierung vom 27.04.2004 fristgerecht die Nachmeldung der FFH-Gebiete für Thüringen über das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit an die EU-Kommission gesandt. Zusammen mit Berlin, dem Saarland und Sachsen war damit Thüringen unter den ersten Ländern, die ihre Nachmeldung abgeschlossen haben. Insgesamt umfasst die Thüringer Nachmeldung 104 Gebiete bzw. Gebietserweiterungen mit einer Gesamtfläche von 27.345 ha sowie 47 punktförmige Einzelobjekte für den Fledermausschutz (die zum Teil zu Objektgruppen zusammengefasst wurden). Der Anteil der gemeldeten Landesfläche erhöhte sich dadurch von 8,3 % auf 10,0 %.

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Foto: H. Wenzel
NSG "Pfmersgrund"

Im Zuge der Nachmeldung wurde die FFH-Gebietskulisse Thüringens neu gegliedert und auch die Daten in den Standarddatenbögen der bereits bis zum Jahr 2000 gemeldeten Gebiete auf den fachlich neuesten Stand gebracht. Dabei wurden Gebiete zum Teil zu größeren Einheiten zusammengefasst. Einige Gebiete erhielten neue, kürzere Namen sowie neue EU-Nummern. Nach ihrer Neugliederung beinhaltet die FFH-Gebietskulisse jetzt insgesamt 212 FFH-Gebiete und 35 FFH-Objekte bzw. -Objektgruppen (letztere sind im Sinne der FFH-Richtlinie auch FFH-Gebiete). Die FFH-Gebiete umfassen insgesamt 161.460 ha.

Nach der Meldung zweier weiterer Gebiete im Jahr 2003 ("Thüringische Rhön" und "Werra-Aue zwischen Breitungen und Creuzburg") hat Thüringen jetzt 11 Europäische Vogelschutzgebiete mit 45.025 ha (davon sind 22.560 ha gleichzeitig auch FFH-Gebiet), was einem Anteil von 2,8 % an der Landesfläche Thüringens entspricht.

FFH-Gebiete und Europäische Vogelschutzgebiete nehmen zusammen eine Fläche von 183.925 ha ein (= Fläche der Natura-2000-Gebiete unter Berücksichtigung der Überlagerung). Das sind 11,4 % der Landesfläche Thüringens.

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6 Vertragsnaturschutz in Thüringen

Im Jahr 2004 wurde ein Handbuch für "Vertragsnaturschutz in Thüringen" erstellt. In diesem werden vertragliche Regelungen zur Vergütung der ökologischen Leistung im Rahmen des Programms zur Förderung von umweltgerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege in Thüringen (KULAP), Programmteil Naturschutz (C), und des Programms zur Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP), für die der Naturschutz Verantwortung trägt, zusammengestellt und mit fachlichen Beiträgen untersetzt. Das Handbuch bietet eine Gelegenheit, über die formalen Kriterien der Vertragsgestaltung hinaus auch beispielhafte Lösungsansätze zur optimalen Durchführung der Maßnahmen aufzuzeigen.

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7 Wiesenbrüterschutz

72 Flächen wurden im Jahr 2004 untersucht und dem TMLNU 29 neue Wiesenbrütergebiete zur Aufnahme in die KULAP-Förderkulisse Thüringens empfohlen.

Grundlage dieser Evaluierung wurden von der TLUG Jena entwickelte Auswahlkriterien, die eine Vergabe von Fördermitteln an Landwirte zur Bewirtschaftung von Wiesenbrütergebieten an einen Mindeststandard regeln sollen.

Entscheidend ist die Vernässung des Grünlandes, die die ökologische Voraussetzung für das Vorkommen der Wiesenbrüter darstellt. Weitere Kriterien für die Flächenauswahl waren

  • eine Mindestgröße von 20 ha,
  • die Bereitschaft der Landwirte Meliorationsmaßnahmen zu unterlassen und
  • eine naturschutzfachliche Aufwertung der Flächen, z. B. durch Anlegen von Kleingewässern, durchzuführen.

72 Flächen wurden im Jahr 2004 untersucht und dem TMLNU 29 neue Wiesenbrütergebiete zur Aufnahme in die KULAP-Förderkulisse Thüringens empfohlen. Durch intensive Beratung liegt schon jetzt die Bereitschaft zahlreicher Landwirte vor, sich am Wiesenbrüter-Programm in den neuen Gebieten zu beteiligen.

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8 Staatliche Vogelschutzwarte Seebach (VSW)

8.1 Auffang- und Pflegestation sowie Schutzzentrum Seebach

In die Auffang- und Pflegestation wurden im Jahr 2004 205 heimische pflegebedürftige Vögel aufgenommen. Von diesen wurden 109 wieder ausgewildert und 9 als Dauerpfleglinge untergebracht.

Im Schutzzentrum wurden bisher 72 exotische Vögel (18 Arten) und 253 Reptilien (32 Arten) art- und verhaltensgerecht untergebracht. Im Jahr 2004 wurden keine Tiere eingeliefert.

Umfangreiche Baumaßnahmen im Bereich der Aufnahme beschlagnahmter bzw. eingezogener Amphibien und Reptilien wurden durchgeführt. Dabei wurden alle Innenvolieren des Erdgeschosses für die Aufnahme von größeren Reptilien umgerüstet und im Obergeschoss entstand eine Aqua-Terrarien-Wand mit 20 Einzelterrarien sowie drei größeren Solitärbecken für die Aufnahme von Wasserschildkröten bzw. Schlangen.

Dieser Bereich soll im Jahr 2005 gefliest und fertig gestellt werden.

8.2 Wissenschaftliche Vogelberingung im Freistaat Thüringen

Die Beringertagung des Jahres 2004 fand am 13. März in der Staatlichen Vogelschutzwarte statt. An der Tagung nahmen 42 Beringer von insgesamt 73 Beringern teil.

Von der Beringungszentrale Hiddensee war der Leiter, Herr Dr. Köppen, anwesend und stellte sich den Fragen der Anwesenden. Die Beringungsergebnisse für das Jahr 2003 konnten diskutiert und in Einzelfällen besprochen werden.

Insgesamt wurden von 63 aktiven Beringern 20.792 Vögel in 134 Arten zu wissenschaftlichen Zwecken beringt. Die Beringungsausweise konnten aus finanztechnischen Gründen nicht neu gedruckt werden und deshalb wurde die Gültigkeit der Ausweise um ein Jahr verlängert.

Für das Jahr 2005 sollen neue Lizenzen gedruckt und ausgegeben werden.

8.3 Ausstellungen und Veranstaltungen in Seebach

Seit 1991 konnten 24.984 Besucher in der Staatlichen Vogelschutzwarte Seebach begrüßt werden. Die Mitarbeiter der VSW gestalteten 4 Veranstaltungen innerhalb des Veranstaltungskalenders der TLUG.

Die Veranstaltung "Vögel erleben mit allen Sinnen" konnte mit mehreren Schulklassen zu verschiedenen Zeitpunkten organisiert werden.

Durch die Unterstützung des Vereins der Freunde der VSW Seebach e.V. konnten im Jahr 2004 insgesamt 665 Kinder und Jugendliche sowie 1.437 Erwachsene durch die Burg Seebach und den Vogelschutzpark geführt werden bzw. sie nahmen an Veranstaltungen in der Vogelschutzwarte teil.

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9 Landschaftsplanung und Eingriffsbegleitung

9.1 Landschaftsplanung

Aufgaben der Landschaftsplanung in Thüringen

Seit 1976 ist die Landschaftsplanung Bestandteil der Naturschutzgesetzgebung des Bundes und seit 1993 des Freistaates Thüringen. Landschaftsplanung findet auf allen Ebenen der Landes-, Regional- und Bauleitplanung statt.

Alles, was für die Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege erforderlich ist, wird in den Plänen der Landschaftsplanung dargestellt und erläutert. Dabei richtet sich die Landschaftsplanung einerseits an die eigenen Naturschutzbehörden, besonders wenn es um die traditionellen Interessen des Arten- und Biotopschutzes sowie der Schutzgebiete geht. Andererseits richtet sie sich an andere Planungsträger und Verwaltungen, deren Vorhaben Auswirkungen auf Natur und Landschaft erwarten lassen.

Die nachfolgende Übersicht (Tab.1) zeigt die Zuordnung der Landschaftsplanung zur Gesamtplanung im Freistaat Thüringen.

 

Tabelle 1: Zuordnung der Landschaftsplanung zur Gesamtplanung im Freistaat Thüringen

Planungsträger Instrumente der räumlichen Gesamtplanung Instrumente der Landschaftsplanung
Freistaat Thüringen Landesentwicklungsprogramm Landschaftsprogramm
Planungsregion Regionalpläne Landschaftsrahmenpläne
Gemeinden Flächennutzungspläne Landschaftspläne der Landkreise und kreisfreien Städte
Teile des Gemeindegebietes Bebauungspläne Grünordnungspläne

 

Die Landschaftsplanung informiert umfassend über den Zustand von Natur und Landschaft. Alle Umweltmedien werden aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege hinsichtlich der Funktionsfähigkeit im Naturhaushalt und der Leistungsfähigkeit für anthropogene Nutzungen beurteilt.

Den Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden ermöglichen die Instrumente der Landschaftsplanung, ihre naturschutzfachliche Situation in größeren Zusammenhängen zu überblicken, und zwar sowohl in Bezug auf die Flächenqualitäten als auch in Bezug auf die Schutzgüter Arten und Biotope, Boden, Wasser, Klima, Luft und Landschaftsbild. Sie werden durch die Ergebnisse der Landschaftsplanung auch besser vertraut mit den bestehenden und geplanten Umweltbelastungen und deren Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Städte und Gemeinden können ihre Chancen und Risiken, die bei der weiteren flächenverbrauchenden oder flächenbeeinflussenden wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung auftreten, besser abschätzen als zuvor.

Zunehmend verfügen Kreise, Städte und Gemeinden über eine umfassende naturschutzfachliche Umweltinformation, die für eine Entscheidungsfindung zur Vermeidung oder Kompensation von Umweltbeeinträchtigungen von Bedeutung ist.

Die bei den Naturschutzbehörden vorhandenen landschaftsplanerischen Informationen vermitteln allen Interessierten Einblicke in den Zustand von Natur und Landschaft in den jeweiligen Planungsräumen und informieren über in die Entwicklungsvorstellungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

Landschaftsrahmenplanung/Raumordnungsplanung

Zusammenstellung von digitalen Datengrundlagen:
Im Rahmen der Landschaftsrahmenplanung wurden die für die Fortschreibung der Regionalpläne relevanten naturschutzfachlichen Flächenansprüchen aus digitalen Grundlagen zusammengestellt , begründet und der oberen Naturschutzbehörde übergeben. Dabei wurden die Flächenansprüche den Kategorien "Flächen mit besonderer Bedeutung für Naturschutz und Landschaftspflege" und "Flächen mit herausragender Bedeutung für Naturschutz und Landschaftspflege" zugeordnet.

Vorbereitung des Projektes Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung

Erarbeitung einer Kulturlandschaftsgliederung:
Im Zusammenhang mit der Regulierung der Inanspruchnahme von Freiraum in den Regionalplänen begann die konzeptionelle Bearbeitung des Themas Kulturlandschaft. Schwerpunkt war die Erarbeitung von Grundlagen für die Gliederung der Kulturlandschaft mit der historisch gewachsenen dezentrale Siedlungsstruktur.

Fortführung der Arbeit an der Methodik Landschaftsbildbewertung in der Eingriffsregelung

Betreuung einer Diplomarbeit:
Eine für die Ermittlung der Kompensation bei Eingriffen in das Schutzgut Landschaftsbild in den vergangenen Jahren erarbeitete Methodik wurde in einer Gruppen-Diplomarbeit anhand eines Vorrangstandortes für Windenergiegewinnung der Stadt Jena erfolgreich erprobt.

Biotopverbund

Erarbeitung der Raumkulisse "Biotopverbund des Landes und der Regionen"
Im Jahr 2004 wurde die Raumkulisse für den landesweiten und regionalen Biotopverbund einschließlich der grenzüberschreitenden Verbindungen konzeptionell erarbeitet. Damit wurde die Grundlage für die nächste Planungsstufe, insbesondere der artenbezogenen Darstellung verbundener Lebensräumen, geschaffen.

Gebiete gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (Naturschutzgroßprojekte des Bundes)

Im Rahmen des "Förderprogramms zur Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird in Thüringen an der Durchführung von drei Naturschutzgroßprojekten gearbeitet. Dieses Bundesprogramm besteht seit 1979. Deutschland fördert damit die national bedeutsamen Landschaften als ein Beitrag zum Schutz besonders wertvoller Lebensräume. Das Förderprogramm soll die Teile der Kulturlandschaft sichern und entwickeln, in denen Lebensräumen mit entsprechenden Tier- und Pflanzenarten von herausragender Qualität vorkommen.Naturschutzgroßprojekte, die nach diesem Programm gefördert werden, zeichnen sich aber auch hinsichtlich ihrer Flächengröße und der regionaltypischen Ausprägung des Raumes aus.

In Thüringen gibt es derzeit drei Naturschutzgroßprojekte (Tabellen 2 bis 4):

Tabelle 2: Naturschutzgroßprojekt "Kyffhäuser"

Zeitraum: 1997 bis 2006
Maßnahmentypen: Entbuschung durch Auswurzelung und Erstmahd von Xerothermrasen
Schaffung zusammenhängender Weideflächen für Schafe und Ziegen
Freistellung stark zugewachsener Obstbaumbestände durch Entbuschung und Erstmahd
Durchführung Obstbaumschnitt an allen vorhandenen Obstbäumen (Pflegeschnitt bei Obstbäumen-Altbeständen, Erziehungsschnitt an Jungbäumen; Erhalt eines relativ hohen Totholzanteils in der Streuobstwiese
Nachpflanzung historisch belegter Obstbaumsorten
Mittelwaldähnliche Bewirtschaftung lichter Laubwaldbestände trocken-warmer Standorte
Sicherung vorhandener bzw.neu gepflanzter Obstbäume (u.a. Verbissschutz, stabile Pflockung)
Fäll-, Mäh- und Schnittgutberäumung der Pflegeflächen (mit Ausnahme des Totholzes) und Entsorgung
Flächengröße: ca. 265 ha

 

Tabelle 3: Naturschutzgroßprojekt "Orchideenregion Jena - Muschelkalkhänge Mittleres Saaletal"

Zeitraum: 1996 bis 2007
Maßnahmentypen: Beseitigung von Schwarzkiefernbewuchs und Laubholzverbuschung auf Xerothermstandorten
Auflichtung von Waldkiefernbeständen über Trockenrasen
Erstmahd, Entfilzung und Entbuschung von Halbtrockenrasen
Freistellung von Wacholdertriften
Aufbau bzw. Regeneration von Streuobstwiesen
Aufbau von Waldmänteln
Förderung des Laubholzes in Schwarzkiefernbeständen
Spezielle Artenschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Kleingewässern
Flächengröße: ca. 263 ha

 

Tabelle 4: Naturschutzgroßprojekt "Thüringer Rhönhutungen"

Zeitraum:

2002 - 2005
Förderphase 1: Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans
2005 - 2011
Förderphase 2: Umsetzung der investiven Maßnahmen

Maßnahmentypen: Ziel des Vorhabens gemäß dem Bundesamt für Naturschutz ist der Schutz, der weitere Biotopverbund und die Pflege und Entwicklung der charakteristischen Biotoptypen der Vorderrhön. Dazu zählen insbesondere Trockenrasen, großflächige Basalt-, Röt- und Kalk-Magerrasen, Wacholderheiden, Steintriften, Kalkscherbenäcker und Kalk-Flachmoore. In kleineren Bereichen finden sich thermophile Buchen-, Kiefern- und Eibenwälder. Das Projektgebiet beinhaltet das größte kolline bis submontane Magerrasengebiet Deutschlands mit sehr langen z.T. noch intakten Triftverbindungen und umfasst den größten Teil der Kalkmagerrasen der Vorderrhön. Die einzelnen Magerrasen liegen dabei in einem sehr engen Biotopverbund und zeichnen sich durch bemerkenswerte Flächengrößen von ca. 50-300 ha aus (z.B. Hohe Geba-Südhang: > 300 ha).
Flächengröße: ca. 3.500 ha Kerngebiete

 

Effizienzkontrollen in den Naturschutzgroßprojekten "Orchideenregion Jena -Muschelkalkhänge im Mittleren Saaletal" und "Kyffhäuser"

Betreuung der 2003 ausgeschriebenen Erfolgskontrolle:
Seit 1996 bzw. 1997 werden in zwei Naturschutzgroßprojekten des Bundes verschieden biotoplenkende Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege durchgeführt. Um die naturschutzfachliche Wirksamkeit der Maßnahmen zu belegen und damit den erreichten Nutzen der eingesetzten Steuergelder nachzuweisen, erfolgt eine auf die Ziele der Maßnahe gerichtete Kontrolle externer Experten anhand von Indikatoren im Zeitraum 2004 bis 2006. Danach erfolgt eine Auswertung der Kontrollergebnisse.

Naturschutzgroßprojekt "Thüringer Rhönhutungen"

Begleitung der Erarbeitung des Pflege- und Entwicklungsplans "Thüringer Rhönhutungen"
Schwerpunkt war die Betreuung der Planungsbüros, die seit 2003 den Pflege- und Entwicklungsplan für das Großprojekt erarbeiten. Dabei stand die vom Bundesamt für Naturschutz geforderte Verknüpfung von naturschutzfachlichen und betriebswirtschaftlichen Zielen auf konkreten Flächen in der thüringischen Rhön im Vordergrund.

Grünes Band

Begleitung des geplanten Naturschutzgroßprojektes" Grünes Band Eichsfeld"
Im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze konnte sich aufgrund langjähriger Nutzungsruhe ein zusammenhängendes Band naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen auf 1.393 km Länge entwickeln. 2004 wurde die Heinz Sielmann Stiftung bei der Vorbereitung der Beantragung eines Naturschutzgroßprojekte zwecks Erhaltung und Entwicklung bestimmter Lebensraumqualitäten des Grünen Bandes betreut und die Mitarbeit in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe aufgenommen.

 

9.2 Fachinformationssystem Naturschutz (LINFOS)

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© TLUG
LINFOS:
Screenshot 1

Das Fachinformationssystems Naturschutz (LINFOS) wurde als Arbeitsinstrument für die Naturschutzverwaltung in Thüringen entwickelt (Screenshot 1). Die TLUG entwickelte im Jahr 2004 in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe, in der alle Naturschutzebenen des Landes vertreten sind, Berichte, Legenden zu Kartendarstellungen sowie vorberechnete Auswertungen, die in dieser Form immer wiederkehrend in den Dienststellen benötigt werden. Das Informationssystem ist seit Dezember 2004 in Betrieb. Jede Naturschutzbehörde in Thüringen, die Zugang zum Landesdatennetz hat, kann nach Anmeldung in der TLUG das Programm benutzen.

Die technische Umsetzung erfolgte auf der Basis von ORACLE als Datenbanksystem für Sachdaten- und Geoobjekte. Für die Verwaltung der Geoobjekte wird ein Geodatenserver eingesetzt. Zur Recherche steht eine für die Nutzer lizenz- und wartungsfreie Anwendung im Landesdatennetz zur Verfügung, die unabhängig von der technischen Ausstattung der Nutzer vollständig auf Servern in der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) arbeitet.

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© TLUG
LINFOS:
Screenshot 2

Das Informationssystem bietet den Nutzern eine integrative Sicht auf alle Daten des Naturschutzes. Das Programm bindet Daten anderer Fachbereiche und Hintergrunddaten aus dem zentralen Datenpool der TLUG ein. Der Nutzer kann eigene digitale Geodaten in die Recherche und die Ergebniskarten einbeziehen. So genannte Selektoren und Kriterien erschließen die ganze Fülle der Naturschutz-Fachdaten im Detail (Screenshot 2). Über eine Vielzahl solcher Auswahlwerkzeuge erreicht der Nutzer genau die Daten in kartographischer oder tabellarischer Form, die er für seine konkrete Aufgabenstellung benötigt. Arbeitskarten können ausgedruckt werden. Ebenso ist ein Modul zur Definition von Berichten enthalten. Integrierte Schnittstellen ermöglichen den Datenexport. Das Informationssystem erleichtert die bisher zeitaufwändige Bereitstellung von Daten wesentlich.

Im Rahmen einer Arbeitsgruppe, an der alle Ebenen der Naturschutzverwaltung beteiligt sind, wird das FIS Naturschutz konsequent nach den Bedürfnissen der Nutzer weiterentwickelt.

9.3 Eingriffsregelung

Erstellung von Arbeitshilfen für die Umsetzung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung

Zur Unterstützung der Naturschutzbehörden bei der Umsetzung der Eingriffsregelung sind die methodischen Grundlagen entsprechend der jeweils gültigen Rechtssituation fachlich zu interpretieren bzw. zu aktualisieren. Im Rahmen einer vom TMLNU berufenen Arbeitsgruppe ist die TLUG an der Überarbeitung des Erlasses zur "Umsetzung der Effizienzkontrolle nach § 8 Abs. 9 ThürNatG" beteiligt. In diesem Zusammenhang wurde hat die TLUG im Auftrag des TMLNU 2004 begonnen, eine Handlungsanleitung hinsichtlich der Anforderungen an die Planerstellung (LBP und LAP) und Empfehlungen für entsprechende Festlegungen im Zulassungsbescheid zu erarbeiten.

Stellungnahmen auf Anfragen der Naturschutzbehörden

Die fachlichen Anfragen von Naturschutzbehörden zu Eingriffen in Europäische Schutzgebiete (Natura 2000) bildeten im Jahr 2004 den Schwerpunkt.

Für folgende Pläne oder Projekte wurden Stellungnahmen erarbeitet, um zu klären, ob erhebliche Beeinträchtigungen von Lebensraumtypen (Anhang I FFH- Richtlinie) und Arten (Anhang II und IV FFH- Richtlinie) zu erwarten sind und deshalb eine FFH- Verträglichkeitsprüfung durchzuführen ist bzw. welche Schutzmaßnahmen in diesem Zusammenhang notwendig sind:

  • Ausbau der Landstraße L 1007 Flinsberg-Martinsfeld (Lkrs. Eichsfeld) - FFH-Gebiet Nr. 20 "Ibenkuppe-Thomasbrücke-Östlicher Westerwald"
  • Erlaubnis Goldwäsche Schwarza (Lkrs. Saalfeld Rudolstadt) - FFH/SPA-Gebiet Nr. 153 "Schwarzatal ab Goldisthal mit Zuflüssen"
  • B-Plan Reckenbühl - Gemeinde Kammerforst (Unstrut-Hainich-Krs.) - FFH-Gebiet Nr. 36 "Nationalpark Hainich"
  • Gipsabbau Winkelberg (Ldkrs. Nordhausen) - FFH-Gebiet Nr. 6 "Rüdigsdorfer Schweiz- Harzfelder Holz- Hasenwinkel"
  • Gipsabbau Himmelsberg/ Woffleben (Ldkrs. Nordhausen) - FFH-Gebiet Nr. 4 "Kammerberg- Himmelsberg- Mühlberg"

Weitere Stellungnahmen zu Eingriffsvorhaben wurden zu folgenden Vorhaben erstellt:

  • Ausbau "Grenzkopfweg" Gemeinde Motzlar (Wartburgkreis) - Biosphärenreservat Rhön
  • Umweltverträglichkeitsprüfung Rückbau der Talsperre Krebsbach (Lkrs. Greiz).
     
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