Oberirdische Gewässer, Integrierter Gewässerschutz
 


Messnetze und Messprogramme Standgewässer Thüringen
(Gewässergüte)

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© TLUG
Speicher Podelsatz

Das Messnetz Standgewässer umfasst im Wesentlichen die Talsperren, hierzu zählt die Beobachtung der Zuflüsse, Vorsperren und Abgaben aus den Sperren, soweit vorhanden und die Beschaffenheit des eigentlichen Wasserköpers des Standgewässers.

Die Besonderheit der Überwachung der Standgewässer ist die Untersuchung von Vertikalprofilen in tiefen Gewässern zur Feststellung des Schichtungsverhaltens und der räumlichen Verteilung von Wasserinhaltsstoffen im Wasserkörper sowie deren Abbauverhalten. Bei flachen Gewässern beschränken sich die Untersuchungen meist auf die Wasseroberfläche.

Es wurden verschiedene Überwachungsprogramme im Jahr 2004 durchgeführt:

  • an 12 Trinkwassertalsperren mit 76 Messstellen,
  • an den 2 Saaletalsperren (Bleiloch und Hohenwarte) mit 8 Messstellen und
  • an 7 sonstigen Standgewässern mit 34 Messstellen.

 

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Messprogramme

Das Gesamtspektrum der den Gewässerzustand beschreibenden und charakterisierenden Kenngrößen wird entsprechend ihrer thematischen Aussagekraft nach Gruppen den Messprogrammen Standgewässer zugeordnet.

Die Messprogramme dienen zur Untersuchung

  • der Beschaffenheit des Wassers und des biologischen Materials in physikalisch-chemischer Hinsicht sowie
  • des Lebensraumes Gewässer in hydrobiologischer und toxikologischer Hinsicht.

 

Mit Hilfe der Messprogramme Standgewässer wird die Gewässergüte der Standgewässer bestimmt. Die Messprogramme für Standgewässer gliedern sich in behördliche Überwachungsprogramme und die Eigenüberwachung durch den Betreiber oder Nutzer der Gewässer. Die Messprogramme (physikalisch-chemische und biologische) werden in Abhängigkeit von Art und Nutzung der Gewässer festgelegt.

Die Überwachung der Trinkwassertalsperren erfolgt weitgehend unter eigener Regie der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW). Der Umfang der erfassten Beschaffenheitskriterien richtet sich nach den Gefährdungsmöglichkeiten aus dem Einzugsgebiet oder den spezifischen gewässerinternen Beschaffenheitsproblemen.

Die Messprogramme werden mit der TLUG abgestimmt. Die TFW sorgt bei den Trinkwassertalsperren für die mengenmäßige Bereitstellung des Rohwassers zur Trinkwasseraufbereitung auch unter Berücksichtigung der Rohwasserqualitätskriterien. Diese Aufgabe wird durch zusätzliche Messprogramme (vor allem Vor-Ort-Messungen und Online-Überwachung an den Zuläufen und teilweise des Rohwassers) zur Entscheidungsfindung und Steuerung der Talsperrenbewirtschaftung unter Güteaspekten im Rahmen der genehmigten Bewirtschaftungspläne unterstützt. Die TLUG erhält die Daten der Überwachungsprogramme von der TFW.

Im Auftrag der TFW werden weiterhin anlagenspezifische Sonderprogramme, z. B. die Untersuchung auf Cyanobakterien-Toxine, auf Parasiten-Dauerformen sowie die wissenschaftliche Erfassung der Fischbestände durchgeführt. Das behördliche Überwachungsprogramm unter Regie der TLUG dient der Erfassung und Kontrolle der Güteverhältnisse der wichtigsten stehenden Gewässer. Es bildet die Grundlagen für die Klassifizierung und parameterspezifische Gütebewertung sowie für die Erarbeitung von Bewirtschaftungsplänen.

Die behördlichen Überwachungsprogramme berücksichtigen vor allem Messgrößen, die zur Beschreibung der Trophie dienen.

Tabelle: Übersicht der Messprogramme Standgewässer 2004

Nr.
Bezeichnung der Messstellen
Messprogramme
Unter-suchungs-Häufigkeit
1.

12 Trinkwasser-Talsperren mit folgenden Messgrößen

  • 16 Vertikal-profile mit Tiefenproben
  • 1 Oberfläche
  • 9 Rohwasser
  • 50 Zuläufe/ Abläufe

Steuerprogramm vor Ort mit den Messgrößen:

  • Wasser-temperatur, pH, Leitfähigkeit, Sauerstoff, Sichttiefe, Trübung

im Labor talsperren-spezifische Messgrößen wie:

  • NO3, Fe, Mn

12-24/a

 

 

fallweise festzulegen

Überwachung Biologie:

  • Chlorophyll, Phyto- und Zooplankton
12/a

Überwachung Chemie:

  • Grundprogramm
12/a
Erweitertes Programm Chemie und Mikrobiologie nach der Thüringer Gewässerqualitäts-verordnung
1-4/a
2.

2 Saaletalsperren mit folgenden Messstellen:

  • 8 Vertikal-profile mit Tiefenproben
Grundprogramm
Chemie und Biologie
12/a
3.

7 sonstige Standgewässer wie:

  • Brauchwasser-talsperren,
  • Speicher,
  • Baggerseen u. a.(mit insgesamt 34 Messstellen im Wasserkörper, an Zuflüssen und Abläufen)
Grundprogramm
Chemie und Biologie
5/a

 

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Inhalt
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Messprogramme

Tabellarische Übersicht über die Messprogramme

 

 
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Weiterführende Informationen
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In unserem Internetangebot
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Wasser-Rahmenrichtlinie

Messnetze und Messprogramme Fließgewässer

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