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Rohstoffsicherung
und Flächeninanspruchnahme in Thüringen
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Übersichtskarte
Rohstoff-Potenzial in Thüringen
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Der
Abbau von Rohstoffen im Freistaat Thüringen beschränkt sich
im Wesentlichen auf die oberflächennahen Lagerstätten der Steine
und Erden. Andere, nicht oberflächennahe Rohstoffe, die derzeitig
noch in geringem Umfang gewonnen werden (Kalisalz und Erdgas)
sind ohne Bedeutung hinsichtlich der Flächeninanspruchnahme
bei Planung und Gewinnung. Sie sind deshalb nicht in die nachfolgenden
Darstellungen einbezogen worden.
Rohstoffpotenzial
Zum
Rohstoffpotenzial wird nur eine stark vereinfachte Übersicht
gegeben. Einen Überblick über die regionale Verteilung des Rohstoffpotenzials
für die wichtigen Rohstoffgruppen Gips-/Anhydritstein, Kiessand,
Hartgestein (silikatische Gesteine) sowie Kalk- und Dolomitstein
für die Herstellung von Schotter und Splitt vermittelt die Übersichtskarte.
Für diese Rohstoffgruppen sind nur wichtige Verbreitungsflächen
dargestellt. Bei den Hartgesteinen für die Herstellung von Schotter
und Splitt handelt es sich um Flächen, in denen sie überwiegen
bzw. in rohstoffgeologisch bedeutendem Umfang auftreten. Bauwürdige
Verhältnisse sind grundsätzlich nur in Teilen der Rohstoffpotenzialflächen
zu erwarten.
In
Gewinnung stehende Steine- und Erden-Rohstoffe in Thüringen
| Rohstoffgruppe |
Region |
Stratigraphie |
| Kiessand |
Kiessande
älterer und jüngerer quartärer Flusssysteme im Thüringer
Becken, Südwestthüringischen Triasgebiet, Altenburger Land
(zum Teil an Auslaugungssenken gebundene mächtige fluviatile
Kiessande der Flusssysteme von Zorge, Unstrut und Helme,
hier untergeordnet auch glazifluviatile Bildungen, in Nordthüringen
sowie der Werra in Südthüringen); Kiessande der Ablagerungen
der Elstervereisung im Thüringer Becken und Altenburger
Land |
Quartär |
| Altenburger
Land;Nordostteil des Thüringer Beckens (nordöstlich Camburg-Eisenberg-Gera;Westlich,
südlich und östlich des Kyffhäusergebirges |
Tertiär |
| Altenburger
Land - Südostteil der Zeitz-Schmöllner Mulde |
Zechstein,
Fulda-Folge (vorwiegend im Tertiär verwittertes Konglomerat) |
| Nordwestteil
des Thüringer Waldes |
Oberrotliegend
(känozoisch verwittertes Konglomerat) |
Verwendung:
als Rohstoff für die Herstellung von Betonzuschlagstoffen
und Mineralstoffen für den Straßenbau, von Kalksandsteinen,
für Schütt- und Verfüllmassen und Wegebaumaterial.
Gewinnungsstellen: 71 |
| Rohstoffgruppe |
Region |
Stratigraphie |
| Sand/Sandstein |
Thüringer
Becken, Südwestthüringisches Triasgebiet, Altenbur-ger Land |
Quartär |
| Thüringer
Becken |
Keuper |
| Nordwest-,
Nordost- und Südostrand des Thüringer Beckens |
Buntsandstein |
| Südharz,
Ilfelder Becken |
Oberrotliegend
|
Verwendung:
als Rohstoff für die Herstellung von Bettungs- und Bausand,
für die Herstellung von Elektro- und Haushaltsporzellan,
Mineralstoff für den Straßenbau und Zuschlagstoff in der
Betonsteinindustrie, Putz- und Mauersande, SiO2-Komponente
bei der Kalksandsteinherstellung, Schütt- und Verfüllmassen.
Gewinnungsstellen: 29 |
| Rohstoffgruppe |
Region |
Stratigraphie |
| Kalkstein
für die Herstellung von Schotter und Splitt |
Thüringer
Becken |
Quartär
(Travertin) |
| Innerer
Rand des Thüringer Beckens und Südwestthüringisches Triasgebiet |
Unterer
und Oberer Muschelkalk |
| Südost-
und Nordostrand des Thüringer Beckens, Nordostrand des Südwestthüringischen
Triasgebietes |
Zechstein |
| Südostteil
des Thüringischen Schiefergebirges |
Oberdevon
(Knotenkalk) |
Verwendung:
Mineralstoffe für den Straßenbau, Schüttstoffe im Wegebau,
Betonzuschlagstoff
Gewinnungsstellen: 53 |
| Rohstoffgruppe |
Region,
Gesteinsart |
Stratigraphie |
| Hartgestein
für die Herstellung von Schotter und Splitt |
Vorderrhön
Basalt
|
Tertiär |
Thüringer
Wald und Kleiner Thüringer Wald
Rhyolith, Andesit und Dolerit
Granit
Gneis |
Rotliegend
Oberkarbon
Proteroz.-
Altpaläozoikum
(?) |
Thüringischer
Anteil des Südharzes
Rhyolith
Grauwacke |
Oberkarbon/
Unterrotliegend
Oberdevon |
Thüringisches
Schiefergebirge
Granit
Grauwacke, untergeordnet Tonschiefer
Diabas, Diabastuff und -brekzie
Quarzit |
Oberkarbon
Unterkarbon
Oberdevon
Ordovizium |
Verwendung:
Mineralstoffe für den Straßenbau, Betonzuschlagstoff, Gleisschotter,
Wegebau-, Bodenaustausch-, Verfüll-, Filter- und Bettungsmaterial,
Stücksteine für den Garten- und Landschaftsbau
Gewinnungsstellen: 26 |
| Rohstoffgruppe |
Region,
Gesteinsart |
Stratigraphie |
| Werk-
und De-korationsstein |
Thüringisches
Schiefergebirge
Tonschiefer (Dach- und Wandschiefer)
Kalkstein
Pikrit |
Unterkarbon
Oberdevon (Knotenkalk)
Silur (Ockerkalk)
Oberdevon |
Thüringer
Wald
Sandstein
Rhyolithtuff |
Oberrotliegend
Unterrotliegend |
Thüringer
Becken
Sandstein
Kalkstein (Travertin)
Kalkstein |
Oberer Keuper (Rät)
Quartär
Unterer Muschelkalk (Bankzonen) |
Südwestthüringisches
Triasgebiet
Sandstein
Kalkstein |
Buntsandstein
Unterer Muschelkalk (Bankzonen) |
|
Gewinnungsstellen: 12 |
| Rohstoffgruppe |
Region,
Gesteinsart |
Stratigraphie |
| Hartgestein
für die Herstellung von Schotter und Splitt |
Thüringisches
Schiefergebirge
Tonschiefer
Ton und Schluff (Zersatzbildungen von Tonschiefern unter-schiedlicher
Altersstellung)
|
Dinant
Tertiär |
Thüringer
Becken
Ton- und Schluffstein
Ton und Schluff (Bänderton) |
Jura (Lias), Keuper, Buntsandstein
Quartär |
Südwestthüringisches
Triasgebiet
Ton- und Schluffstein |
Buntsandstein |
Altenburger
Land
Ton und Schluff |
Tertiär |
Gesamtgebiet
Thüringens
Lößlehm |
Quartär |
Verwendung:
Rohstoff für die Herstellung von Dach-, Vor- und Hintermauerziegeln,
Klinker; der Lößlehm dient als Baustoff eines Lehmbaubetriebes.
Gewinnungsstellen: 13 |
| Rohstoffgruppe |
Region |
Stratigraphie |
| Gips-
und Anhydritstein |
Nordostrand
des Thüringer Beckens (Bereich Südharzrand)
|
Zechstein
(Werra-, Staßfurt- und Leine-Folge) |
| Südostrand
des Thüringer Beckens |
Werra-Folge |
| Südrand
des Kyffhäusergebirges u. am Bottendorfer Höhenzug |
Werra-,
Staßfurt- und Leine-Folge |
Verwendung:
Herstellung von Putz-, Industrie-, Bau- und Formgipsen,
Abbinderegler in der Zementindustrie, Fließestrich, Düngemittel,
Gipsbaustoffplatten
Gewinnungsstellen: 7 |
| Rohstoffgruppe |
Region,
Gesteinsart, Einsatzzweck |
Stratigraphie |
| Werk-
und De-korationsstein |
Thüringisches
Schiefergebirge
Tonschiefer für die Herstellung von Schiefermehl und -splitt
für Dachpappen und für die Herstellung von Leichtzuschlagstoffen
|
Unterkarbon
Ordovizium
|
Thüringer
Becken und Südwestthüringisches Triasgebiet
Kalkstein, Kalkmergelstein für die Herstellung von Kalkputz,
-mörtel, Dünge- und Futterkalk, Zementrohstoff;
Kalk- und Dolomitstein für die Herstellung von Zuschlagstoff
für die metallurgische Industrie, Branntkalk, Filtermaterial,
Düngekalk, Kalkputz und -mörtel;
Kalksand für die Herstellung von Düngekalk (Kalksand der
Thüringer Lagerstätten wurde früher u.a. für die Herstellungvon
optischen Gläsern verwendet) |
Muschelkalk
Zechstein
Quartär
|
Thüringer
Becken und Südwestthüringisches Triasgebiet
Sandstein und Ton-Schluffstein für die Herstellung von Ze-
mentrohstoffen
Ton- und Schluffsteine für die Herstellung von Bodenfliesen,
Dichtungston |
Buntsandstein
Buntsandstein |
Thür.
Becken, Thüringisches Schiefergebirge, Altenburger Land
Tone und Schluffe für die Herstellung von Wand- und Bo-denfliesen,
Töpferton |
Tertiär,
Quartär |
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Gewinnungsstellen: 12 |
Räumliche
und stratigraphische Verteilung der Steine- und Erden-Rohstoffe
in Thüringen sowie Verwendung der Rohstoffe und Anzahl der Gewinnungsstellen
(Stand 31.12.2001)
(Zusammengestellt nach R. Cebulla, G. Kuhn &
U. Sippel: Gewinnungsstellen von Steine- und Erden-Rohstoffen
in Thüringen - eine Übersicht. - Geowissenschaftliche Mitteilungen
von Thüringen, Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie,
Bd. 9, Jena 2001)
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Rohstoffbedarf
Die
Gewinnung von Baurohstoffen ist die wesentliche Grundlage für
die Bauwirtschaft, einem der nach wie vor bedeutendsten Wirtschaftszweige
im Freistaat Thüringen.
Zur
Einschätzung des künftigen Bedarfs an primären Baustoffen in
der Bundesrepublik liegen Bedarfsprognosen vor, die zum Teil
zu widersprüchlichen Aussagen kommen. Die benötigten Fördermengen
werden sich jedoch immer am aktuellen Bedarf orientieren. Dieser
ist in starkem Maße von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation
abhängig, deren Entwicklungstendenzen aus lagerstättengeologischer
Sicht nur sehr schwer einzuschätzen sind.
Eine
für das Jahr 1995 durchgeführte Erfassung über Baurohstoffexporte
und -importe aus bzw. nach Thüringen ergab im Durchschnitt der
Lieferungen eine nahezu ausgeglichene Bilanz. Der ungleichmäßigen
Verteilung des Rohstoffpotenzials in Thüringen und in den benachbarten
Bundesländer zufolge, sind dennoch in Richtung und Liefermenge
definierbare Rohstoffströme zu erkennen.
In
Thüringen existieren im Wesentlichen drei größere Stoffströme:
-
Sande,
Kiese und Kiessande aus Ostthüringen werden in größerem
Umfang nach Südwestsachsen geliefert. Begründung:
Große Lagerstätten von Kiessanden des Zechsteins,
des Tertiärs und des Pleistozäns werden von Betrieben
mit hohen Produktionskapazitäten in Ostthüringen abgebaut,
während in Südwestsachsen (Raum Plauen - Zwickau -
Chemnitz) nur wenige kleinere Lagerstätten vorhanden
sind.
-
Hartgestein
(Basalt) wird als Schotter, Splitt und Brechsand überwiegend
für den Straßenbau aus dem osthessischen Raum nach
Westthüringen geliefert. Begründung: Hohen Produktionskapazitäten
in hessischen Betrieben, die tertiäre Basalte abbauen,
stehen geringere Kapazitäten im thüringischen Anteil
der Vorderrhön (Basalt) und im Thüringer Wald (Rhyolith,
Andesit, Granit und Dolerit) sowie das Fehlen von
Hartgesteinsvorkommen im nordwestlichen Thüringer
Becken gegenüber.
-
Hartgestein
(Grauwacke) wird als Schotter, Splitt und Brechsand
für den Straßenbau aus dem Südwestteil von Sachsen-Anhalt
vorwiegend nach Nord- und Mittelthüringen geliefert.
Begründung: Devonische Grauwacken werden im Harzanteil
Sachsen-Anhalts, der sich unmittelbar nördlich der
Landesgrenze zu Thüringen anschließt, in starkem Maße
abgebaut. Weder in Nordthüringen noch im Nordteil
von Mittelthüringen werden aus silikatischen Hartgesteinen
Schotter, Splitt und Brechsand gewonnen.
|
Die
Substitution von Baurohstoffen durch Recycling von Bauschutt
und Straßenaufbruchmaterial, durch die Verwendung von Kalkstein
anstelle von silikatischen Hartgesteinen zur Herstellung von
Schotter und Splitt und durch den Einsatz von REA-Gips, der
in Rauchentschwefelungsanlagen entsteht, vermindert den Bedarf
an primären Baurohstoffen, schont damit die vorhandenen Lagerstätten
wertvoller Rohstoffe und durch die damit verbundene geringere
Flächeninanspruchnahme bei der bergmännischen Gewinnung auch
die Umwelt. Die genannten Möglichkeiten zur Substitution von
primären Baurohstoffen sind jedoch zum Teil in Hinblick auf
die qualitativen Eigenschaften und auch hinsichtlich der Mengen
ihres Anfalls für einen vollständigen Ersatz von Baurohstoffen,
die aus Lagerstätten gewonnen werden müssen, nicht ausreichend.
Obwohl
nicht universell einsetzbar, betrug im Jahre 2001 der Anteil
der Kalksteinförderung zur Herstellung von Schotter und Splitt
an der Gesamtförderung von Massenbaurohstoffen 25,1 % und der
Einsatz von recyclingfähigem Material belief sich im Jahre 1997
auf 5,61 % des Bedarfs an primären Baurohstoffen (SCHADE, S.
& HORNBECK, CH. [1998] sowie Angaben der thüringischen Bergämter).
Der
Gipsverbrauch von 8,52 Mio. t in der Bundesrepublik Deutschland
im Jahre 2000 konnte nach Angaben des Bundesverbandes der Gips-
und Gipsplattenindustrie e.V. durch den Einsatz von 5,97 Mio.
t REA-Gips nicht gedeckt werden, so dass, unter Berücksichtigung
von 0,5 Mio. t exportiertem REA-Gips, eine Deckungslücke von
4,58 Mio. t entstand, die nur durch die Förderung von Naturgips
ausgeglichen werden konnte. Die prognostizierte Bereitstellung
von REA-Gips soll nach Angaben des Bundesverbandes der Gips-
und Gipsplattenindustrie e.V. im Jahre 2005 = 5,34 Mio.t betragen.
Substitution
von einheimischen mineralischen Baurohstoffen durch Importe
aus dem Ausland sind in der Regel vor allem wegen der erheblich
längeren Transportwege zu den Verbrauchern weder aus ökologischer,
noch aus ökonomischer Sicht wünschenswert (Rohstoffsicherungsbericht
Niedersachsen 1998 des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung).
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Flächeninanspruchnahme
und Planerische Rohstoffsicherung
Die
für eine Rohstoffgewinnung rechtlich genehmigten Flächen (Bergwerksfelder,
Felder alten Rechts, Bewilligungsfelder und genehmigte Abbaufelder
nach Bergrecht sowie wasser-, immissionsschutz- und baurechtlich
zur Rohstoffgewinnung genehmigte Flächen) umfassten 2001 insgesamt
14.048,38 ha = 0,87 % der Fläche des Freistaates Thüringen.
Der Anteil der für eine Gewinnung von Rohstoffen rechtlich genehmigten
Flächen, in denen eine Rohstoffgewinnung bereits erfolgt, ohne
dass die Flächen schon in ihrer gesamten Größe vom Bergbau betroffen
sind, umfasst 0,66 % der Landesfläche.
Der
von der Rohstoffgewinnung betroffene Flächenanteil (Abbauflächen
einschließlich Betriebsanlagen) betrug 2001 demgegenüber im
Landesdurchschnitt nur 0,22 %.
Für
die Rohstoffgewinnung werden die Flächen nur vorübergehend in
Anspruch genommen, da nach Abschluss der Gewinnungsarbeiten
entsprechend den öffentlichen Interessen und meist für hochwertige
Zwecke eine Wiedernutzbarmachung erfolgt.
Wesentliches
planerisches Element zur Rohstoffsicherung sind die Regionalen
Raumordnungspläne. In ihnen erfolgt die Ausweisung von
-
Vorranggebieten
für die Rohstoffsicherung und -gewinnung, in denen
dem Rohstoffabbau und der Rohstoffsicherung raumordnerisch
Vorrang eingeräumt ist;
-
Vorbehaltsgebieten
für die Rohstoffsicherung und -gewinnung, die grundsätzlich
der Rohstoffgewinnung und Rohstoffsicherung vorbehalten
sind, jedoch noch gegenüber anderen konkurrierenden
Interessen abzuwägen sind;
-
Vorsorgegebieten
für die Rohstoffsicherung und -gewinnung im Sinne
eines langfristigen Ressourcenschutzes, die von Nutzungen,
die einen späteren Rohstoffabbau unmöglich machen
würden, freizuhalten sind.
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Die
ausgewiesenen Vorranggebiete nehmen mit 13.713,95 ha 0,85 %
der Fläche des Landes ein. Vorbehaltsgebiete mit insgesamt 4092,13
ha haben einen Anteil von 0,25 %. Die Gesamtheit der Rohstoffsicherungsflächen
umfasst in den Regionalen Raumordnungsplänen 1,10 % der Fläche
des Freistaates Thüringen.
Im
Vergleich mit allen unmittelbar benachbarten Bundesländern,
deren Rohstoffsicherungsflächen zwischen ca. 2 und ca. 4 % der
jeweiligen Landesfläche einnehmen (Angaben der Geologischen
Landesämter der benachbarten Bundesländern) gehört Thüringen
zu den Bundesländern mit einem geringen Anteil von landesplanerisch
festgelegten Rohstoffsicherungsflächen.
Während
die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten in allen
Planungsregionen Thüringen nach einheitlichen Prinzipien vorgenommen
worden ist, erfolgte die ausschließlich verbale Festlegung von
Vorsorgegebieten für den perspektivischen Ressourcenschutz solcher
Rohstoffe, denen eine besondere wirtschaftliche Bedeutung zukommt
(Gips-/Anhydritstein), für die das Rohstoffpotenzial in Thüringen
begrenzt ist (Kiessand) und für einige Spezialrohstoffe mit
besonderer lagerstättenwirtschaftlicher Bedeutung (z. B. Spezialtone)
in den einzelnen Planungsregionen nicht in einheitlicher Weise.
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Literatur
Ad-hoc-AG
Rohstoffe der Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesrepublik
Deutschland (2001): Rohstoffsicherung in der Bundesrepublik
Deutschland - Zustandsbericht. - Herausgeber: Geologisches
Landesamt Rheinland-Pfalz, Mainz.
CEBULLA,
R.; KUHN, G. & SIPPEL, U. (2000): Lagerstättenwirtschaftliche
Jahresanalyse 2001 für den Freistaat Thüringen. - Thüringer
Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Jena.
SCHADE,
S. & HORNBECK, CH. (1998): Substitution von Baustoffen aus
Primärrohstoffen durch stoffliche Verwertung von Bauschutt und
industriellen Reststoffen in Thüringen. - Unveröffentlichter
Bericht, Bauhaus-Universität Weimar, Professur Aufbereitung
von Baustoffen und Wie-derverwertung, Weimar.
NIEDERSÄCHSISCHES
LANDESAMT FÜR BODENFORSCHUNG (1999): Rohstoffsicherungsbericht
1998, Hannover. SCHMIDT CONSULT (1999): Technische, ökologische
und wirtschaftliche Einflüsse auf die derzeitigen und zukünftigen
Mengen an rezyklierten Baustoffen. - In: Bundesverband Baustoffe-Steine
und Erden (2000): Der Bedarf an mineralischen Baustoffen, Frankfurt/M.
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07.
Februar 2005
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