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Informationen zu staubförmige Schadstoffe    

Ruß  Staub/PM10  Staub/PM2,5  Staub/TSP 

Schadstoff: Schwebstaub
Formel Schwebende Partikel, wie Ruß, Salze, Pollen, Aerosole u.a.
Auch bezeichnet als „Gesamtschwebstaub“ oder „Staub/TSP“
Messprinzip Bestimmung der Staubmasse auf einem Luftfilter
Wirkung auf Menschen stark von Zusammensetzung abhängig
Wirkung auf Vegetation  
Natürliche Quellen Natürliche Vegetationsbrände, Aerosolbildung nach Verdunstung von Meerwasser, Pollenflug, Bodenerosion u.a.
Quellen durch menschliche Tätigkeit Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle,Erdöl), Materialgewinnung (Steinbrüche), Kfz-Verkehr (Ruß, Fahrbahnabrieb) u.a.
Grenzwerte für Vegetation/ Ökosysteme keine
Grenzwerte für menschliche Gesundheit
BImSchV
EU-Richtlinie
300 µg/m³
als 95%-Wert der Summenhäufigkeit der Tagesmittel eines Jahres
150 µg/m³
als Jahresmittelwert
bis 2004

Schadstoff: Feinstaub-PM10
Formel Schwebende Partikel, wie Ruß, Salze, Pollen, Aerosole u.a. mit einem Durchmesser < 10 µm
Auch bezeichnet als „Staub/PM10ausführlich (Stichwort Feinstaub)
Messprinzip Bestimmung der Staubmasse auf einem Luftfilter, Partikel > 10 µm werden vorher ausgeschieden
Wirkung auf Menschen Feine Partikel (kleiner als 10 µm) stehen in Verdacht, Lungenkrebs und andere Krankheiten auszulösen ausführlich
Wirkung auf Vegetation  
Natürliche Quellen Natürliche Vegetationsbrände, Aerosolbildung nach Verdunstung von Meerwasser, Pollenflug, Bodenerosion u.a.
Quellen durch menschliche Tätigkeit Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle,Erdöl), Materialgewinnung (Steinbrüche), Kfz-Verkehr (Ruß, Abrieb, ...) Partikelbildung aus gasförmigen Vorläuferstoffen (NO2, NH3, SO2) ausführlich (Stichwort Feinstaub)
Grenzwerte für Vegetation/ Ökosysteme keine
Grenzwerte für menschliche Gesundheit
BImSchV
EU-Richtlinie
50 µg/m³
als Tagesmittelwert
(35 Überschreitungen im Jahr sind zulässig)
einzuhalten ab 2005
40 µg/m³
als Mittelwert im Kalenderjahr
einzuhalten ab 2005

Schadstoff: Feinstaub-PM2,5
Formel Feine, schwebende Partikel, wie Ruß, Salze, Pollen, Aerosole u.a. mit einem Durchmesser < 2,5 µm
Auch bezeichnet als „Staub/PM2,5
Der Feinstaub-PM2,5 ist eine Untermenge von Feinstaub-PM10.
Die feineren Partikel verbleiben länger in der Luft. ausführlich (Stichwort Feinstaub)
Messprinzip Bestimmung der Staubmasse auf einem Luftfilter, Partikel > 2,5 µm werden vorher ausgeschieden
Wirkung auf Menschen Feine Partikel stehen in Verdacht, Lungenkrebs und andere Krankheiten auszulösen
Je kleiner die Partikel sind, um so tiefer können sie in die Lunge eindringen. ausführlich
Wirkung auf Vegetation  
Natürliche Quellen Natürliche Vegetationsbrände, Aerosolbildung nach Verdunstung von Meerwasser, Bodenerosion u.a.
Quellen durch menschliche Tätigkeit Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle,Erdöl), Materialgewinnung (Steinbrüche), Kfz-Verkehr (Ruß, Abrieb, ...) Partikelbildung aus gasförmigen Vorläuferstoffen (NO2, NH3, SO2) ausführlich (Stichwort Feinstaub)
Grenzwerte für Vegetation/ Ökosysteme keine
Grenzwerte für menschliche Gesundheit
Die EU-Richtlinie mit Ziel- und Grenzwerten ist in Vorbereitung.

Schadstoff: Ruß
Formel Elementarer Kohlenstoff (EC). Auf der Oberfläche der feinen Rußteilchen werden erhebliche Mengen anderer Luftschadstoffe angelagert. Deshalb ist der Massenanteil im Feinstaub etwa bis zu 2 bis 3 mal höher als die ausgewiesenen Rußkonzentrationen.
Messprinzip Schwärzungsgrad des Staubes auf dem Luftfilter. Messtechnisch bedingt entstehen für 3 bis 12 Stunden konstante Werte.
Wirkung auf Menschen als Bestandteil des Feinstaubes für die Hauptwirkungen des PM10 verantwortlich ausführlich (Stichwort Dieselruß)
Wirkung auf Vegetation  
Natürliche Quellen  
Quellen durch menschliche Tätigkeit Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle,Erdöl), Kfz-Verkehr , vor allem Dieselfahrzeuge
Grenzwerte für Vegetation/ Ökosysteme keine
Grenzwerte für menschliche Gesundheit keine