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02 - Die "Barbarossahöhle" bei Rottleben im Kyffhäusergebirge Freistaat Thüringen, Landkreis Kyffhäuserkreis, Gemeinde Rottleben Kurzbeschreibung des GeotopsNach speläologischen Gesichtspunkten läßt sich die Barbarossahöhle als eine eingangslose, ca. 800 m lange, horizontale Karsthöhle im teilweise vergipsten Anhydrit des Zechstein 1 (Werra-Folge) charakterisieren, die sich unter lamniaren Fließbedingungen an der Grenze von vadoser und phreatischer Zone entwickelte. Sie weist ein Dutzend kleiner Höhlenseen auf, die miteinander in Verbindung stehen und natürlichen Schwankungen des Wasserspiegels unterliegen. Im Zentralteil wird die Höhle von 50 bis 70 m Gestein überdeckt. Charakteristisch für die Raumform der Barbarossahöhle sind flach gewölbte Hallen von geringer Höhe und großer Spannweite (Verhältnis zwischen etwa 1:5 und 1:8) und gleichzeitig beträchtlicher Längserstreckung. So sind die Abschnitte vom "Felsenmeer" bis zum "Tanzsaal" und vom "Wolkenhimmel" bis zur "Schweizer Landschaft" als jeweils etwa 200 m lange Räume aufzufassen. Speläogenetisch befinden sich diese Räume im Stadium der Raumentwicklung (Evolution). An zwei Stellen ist die Höhle bereits ins Stadium des Raumverfalls (Inkasion) getreten. Im Bereich des "Olymp" und des "Dom" sind dementsprechend kuppelförmige Räume mit einem Verhältnis von Höhe zu Breite von annähernd 1:1 entwickelt. Der "Olymp" stellt nur noch den Restraum an der Flanke eines gewaltigen Erdfalls dar, der an der Erdoberfläche den Namen Teufelsgrube trägt. Über große Strecken tauchen die Seitenwände der Höhle in Lockersedimente ein. Die Barbarossahöhle ist seit 1866 als Schauhöhle öffentlich zugänglich. Begründung des VorschlagsDie Barbarossahöhle sollte in die Liste der bedeutendsten Geotope Deutschlands aufgenommen werden, weil sie
Der Schauhöhlenbetrieb verfügt über eine moderne Infrastruktur, u. a. mit Ausstellungs- und Vortragsräumen, musealen Sammlungen (im Aufbau) und einer Handbibliothek sowie eigenes Fachpersonal. Mit Ausnahme der Kungur-Eishöhle am Mittleren Ural (Russland, Region Perm) ist außer der Barbarossahöhle weltweit keine weitere Anhydrithöhle mit den charakteristischen Gipslappen für die Öffentlichkeit zugänglich. |
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| Link: | www.hoehle.de |
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Fotos der Barbarossahöhle ![]() Blick in den Falkenburger Stollen, aufgefahren zwischen 1860 und 1865 |
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![]() Gipslappen in der "Gerberei" der Barbarossahöhle |
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![]() "Schlangengips" im Anhydrit des Zechstein 1 (Werra-Folge) Alle Aufnahmen R. Fohlert, Wutha-Farnroda |
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